Schnee und Glätte

Schnee und Glätte in NRW: Flugverkehr betroffen – „katastrophale Zustände“ in Landkreis

Schnee und Glätte sorgen für Chaos auf den Straßen. Es kam zu Unfällen. In einigen Orten und auf den Autobahnen stand der Verkehr still. Auch der Flugbetrieb in NRW war betroffen.

Update vom 4. Januar, 12.18 Uhr: Das Winterwetter hat am Sonntagvormittag an mehreren Flughäfen in Nordrhein-Westfalen zu Verspätungen geführt. Besonders betroffen war der Düsseldorfer Airport, wo sich zahlreiche Abflüge deutlich verzögerten. Flieger nach beliebten Urlaubszielen wie Alicante, Teneriffa, Istanbul und Antalya starteten erst mit einer Stunde Verzögerung oder mehr. Der Grund für die massiven Probleme: Viele Maschinen hatten bereits ihre Startflughäfen verspätet verlassen und trafen daher auch später in Düsseldorf ein. In der Folge verschoben sich auch die Abflüge von der Landeshauptstadt.

Ein Räumfahrzeug ist am Samstag bei starkem Schneefall auf dem Düsseldorfer Flughafengelände im Einsatz.

„Ausfälle gibt es nicht. Der Flugbetrieb ist stabil“, betonte ein Sprecher des Düsseldorfer Airports gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Der Winterdienst halte die Start- und Landebahnen frei, jedes Flugzeug werde vor dem Abflug enteist. Trotz der Verspätungen läuft der Betrieb weiter. Nicht nur in Düsseldorf machte das Wetter den Reisenden zu schaffen. Auch am Flughafen Dortmund beeinträchtigte das Winterwetter den Betrieb erheblich. Einige Flüge starteten deutlich später als geplant. Der Winterdienst sei im Einsatz, teilte eine Sprecherin mit.

Am Flughafen Münster/Osnabrück verlief der Flugverkehr dagegen planmäßig. Lediglich am Vormittag traf eine Maschine ein, die witterungsbedingt nicht am Airport Weeze landen konnte, wie eine Sprecherin erklärte. Keine Auswirkungen auf den Flugbetrieb gab es den Angaben zufolge am Flughafen Köln/Bonn. Dort lief alles nach Plan, obwohl bereits am Samstag das Wetter an einigen NRW-Flughäfen für Verspätungen gesorgt hatte.

Unfall auf vereister A1 – „katastrophale Zustände“ am Freitag im Kreis Höxter

Update vom 4. Januar, 11.14 Uhr: Die A1 bei Wuppertal ist derzeit gesperrt. Dort kam es zu einem Unfall. Laut dem WDR ist die Fahrbahn vereist. In ganz NRW gilt weiterhin eine Glätte-Warnung. Mancherorts ist in der Nacht und am Morgen noch einmal ordentlich Schnee gefallen, in höheren Lagen muss den ganzen Tag über mit Dauerfrost gerechnet werden. Insgesamt hat sich die Lage auf den Straßen in NRW aber etwas beruhigt.

Deutlich chaotischer war es am Freitagabend und am Samstag zugegangen. Laut dem WDR sprach die Polizei im Kreis Höxter zwischenzeitlich von „katastrophalen Zuständen“. Der Winterdienst hatte abends die Arbeit eingestellt. Das Westfalen-Blatt berichtet, dass einige Ortschaften sogar eingeschneit waren. Auch auf vielen Autobahnen ging teilweise nichts mehr. Die Streufahrzeuge sind das ganze Wochenende im Dauereinsatz. Das ganz große Chaos blieb bislang auf den Straßen aber aus, vermutlich den Winterferien geschuldet.

Glätte und Schnee in NRW: Winterdienst kippt um

Update vom 4. Januar, 7.37 Uhr: Auch am späteren Samstagabend und in der Nacht schneite es mancherorts in NRW weiter. Glätte und Unfälle sowie Staus auf den Autobahnen waren die Folge. In Wuppertal rutschte ein Fahrzeug des Winterdienstes eine Böschung am Straßenrand hinunter und kippte um. Der Fahrer wurde bei dem Unfall schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. 

Im Autobahnkreuz Wuppertal-Nord, wo es bei Schnee und Glätte oft brenzlig wird, ereignete sich am Samstagabend gegen 22 Uhr ein schwerer Unfall. Nach ersten Erkenntnissen geriet auf der A43 ein Wagen aufgrund von Glätte ins Schleudern und prallte gegen eine Leitplanke. Die Rettungsfahrzeuge rückten mit Schneeketten an, die Fahrbahn musste gesperrt werden. Starker Schneefall bremste auch den Verkehr auf der A1 zwischen Wuppertal und Hagen am Abend aus. Der Verkehr konnte zeitweise nur in Schrittgeschwindigkeit die Autobahn passieren.

Unfall auf der A43 bei Wuppertal aufgrund von Schnee und Glätte.

In Lüdenscheid brach ein Zelt unter der Schneelast zusammen, berichtet come-on.de. Die Feuerwehr rückte an und rettete zusammen mit den Mitarbeitern die Tiere, die in dem Zelt eingeschlossen waren. Am Ende war alles glimpflich ausgegangen. Das Tierzelt ist jedoch nun ein Totalschaden.

Update vom 3. Januar, 20.22 Uhr: Am Samstagabend meldete die Feuerwehr Wuppertal ein verunfalltes Streu- und Räumfahrzeug. In Wuppertal war das Fahrzeug im Rahmen des Winterdienstes unterwegs. Angaben zufolge kippte das Fahrzeug des Eigenbetrieb Straßenreinigung Wuppertal an einem Abhang um. Unterhalb blieb es auf der Seite liegen. Wie es dazu kam, ist noch unklar. Der verletzte Fahrer musste aus dem Räumfahrzeug befreit und mit einer speziellen Trage den Abhang hinaufgebracht werden.

Glätte und Schnee in NRW sorgen für Unfälle

[Erstmeldung] Hamm - Schnee und Glätte führten am ersten Januar-Wochenende zu zahlreichen Unfällen und Sperrungen in Nordrhein-Westfalen. Dramatisch verlief ein Unfall in Xanten, bei dem ein 18-jähriger Autofahrer in der Nacht zu Samstag, 3. Januar, aufgrund der Glätte von der Fahrbahn abkam und gegen einen Baum prallte. Wie die Polizei mitteilt, wurden seine beiden Mitfahrer im Alter von 17 und 19 Jahren schwer verletzt und mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Der Fahrer selbst blieb unverletzt.

Wegen Schnee und Glätte haben sich in NRW zahlreiche Unfälle ereignet. (Symbolbild)

Auf der Autobahn A2 bei Herford kam der Verkehr in der Nacht zum Samstag zeitweise komplett zum Erliegen. Mehrere Lastwagen konnten an einer Steigung auf der glatten Fahrbahn nicht mehr weiterfahren und blockierten die Strecke.

Wetter in NRW sorgt für Verkehrschaos, Straßensperrungen und Verletzte

Besonders heftig traf es den Kreis Höxter, wo am Freitagabend so viel Schnee fiel, dass die Räumdienste nicht mehr hinterherkamen. Die Polizei musste zeitweise mehrere Straßen sperren. Auch hier kam es zu einigen witterungsbedingten Unfällen, die jedoch überwiegend glimpflich mit Blechschäden endeten. Am Samstagmorgen entspannte sich die Situation etwas.
Die winterlichen Bedingungen wirken sich auch auf Freizeiteinrichtungen aus. Der Wildpark Grafenberg in Düsseldorf teilte mit, dass die Anlage am Samstag wegen extremer Eisglätte auf den Wegen bis auf Weiteres geschlossen bleibt.

Die Folgen des Wetters sind landesweit in NRW zu spüren: Allein im Kreis Wesel zählte die Polizei im Laufe des Freitags und in der Nacht zum Samstag 24 Unfälle. Bei diesen entstand zwar ausschließlich Sachschaden, doch die Häufung zeigt die gefährliche Lage auf den Straßen.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes liegen die Temperaturen das gesamte Wochenende um den Gefrierpunkt. Immer wieder auftretende Schneeschauer sorgen dafür, dass die Straßen weiterhin gefährlich glatt bleiben. (ak/dpa)

Rubriklistenbild: © Jan Ohmen/dpa

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