Mehrere Verletzte
Unfälle durch Schnee und Glätte in NRW – Bus rutscht auf Kreisverkehr
Glatte Straßen sorgen in NRW für zahlreiche Unfälle. Betroffen sind weite Teile des Landes. Autofahrer müssen nicht nur in der Nacht zu Samstag aufpassen.
Update vom 2. Januar, 22.21 Uhr: Die Glätte sorgt für viele Unfälle auf den Straßen – so auch in Ahlen. Am Freitag, 2. Januar 2026, ist es am Kreisverkehr der Warendorfer Straße in Tönnishäuschen zu einem Unfall mit einem Linienbus gekommen. Der Bus war aus Richtung Vorhelm unterwegs und geriet beim Einfahren in den Kreisverkehr ins Rutschen. Grund dafür war spiegelglatte Fahrbahn durch gefrierende Nässe.
Das Fahrzeug rutschte über den Kreisverkehr und kam auf dem Grünstreifen zum Stehen. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Der Bus befand sich jedoch in einer misslichen Lage und musste zunächst durch ein Bergeunternehmen aus dem Grünstreifen herausgezogen werden. Anschließend wurde das Fahrzeug zum Betriebshof begleitet. Der Bus war noch fahrbereit, musste nach dem Unfall jedoch einer technischen Untersuchung unterzogen werden.
Winterdienst im Dauereinsatz
Update vom 2. Januar, 20.24 Uhr: In Hamm ist der Winterdienst im Dauereinsatz und kämpft gegen vereiste Straßen. Es kam bereits zu ersten Unfällen. Wir haben einige Fotos vom Wintereinbruch:
Update vom 2. Januar, 20.19 Uhr: Polare Meeresluft sorgt für anhaltende Schneefälle und gefährliche Straßenverhältnisse in NRW. Die Straßen in weiten Teilen des Landes verwandeln sich in rutschige Gefahrenzonen: Schneematsch macht die Fahrbahnen spiegelglatt und unberechenbar. Besonders tückisch sind die wechselnden Bedingungen – während auf freier Strecke noch normale Fahrverhältnisse herrschen können, lauern in Senken, unter Brücken und in schattigen Bereichen bereits gefährliche Glatteisfallen. Am Abend erreichte die Glättegefahr praktisch alle Hauptverkehrsadern in NRW.
Glätte-Chaos in Hamm – mehrere Unfälle auf vereisten Straßen




Die kritischste Phase beginnt in der Nacht zum Samstag: Verbreitet leichter Frost bis minus 5 Grad verwandelt feuchte Straßenoberflächen in tückische Eisbahnen. Autofahrer müssen mit plötzlich auftretender Glätte rechnen, die binnen Minuten aus harmlosen Straßenabschnitten unpassierbare Rutschpisten macht. Besonders heimtückisch sind Autobahnauffahrten, Kreuzungen und Gefällestrecken, wo bereits kleinste Lenkbewegungen zu unkontrollierbaren Schleudervorgängen führen können.
Glättegefahr bleibt am Samstag bestehen
Auch am Samstag bleibt die Glättegefahr bestehen – durchgehende Frosttemperaturen in den Höhenlagen und anhaltende Feuchtigkeit sorgen dafür, dass sich immer wieder neue Eisschichten bilden. Verkehrsexperten raten dringend zu extremer Vorsicht: Nur mit Winterreifen, reduzierter Geschwindigkeit und dreifachem Sicherheitsabstand sollten Autofahrer unterwegs sein. Wer kann, sollte Fahrten ganz vermeiden.
[Erstmeldung] Hamm - Glatte Straßen haben in der Nacht auf Freitag, 2. Januar, vielerorts in Nordrhein-Westfalen für Probleme gesorgt. Besonders im Raum Münster war die Polizei stark gefordert: Zwischen Donnerstagabend und Freitagmorgen rückten die Beamten dort zu insgesamt 34 Einsätzen wegen witterungsbedingter Unfälle aus. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa) unter Berufung auf die Polizei.
Nach Angaben der Polizei wurden bei den Unfällen in Münster neun Menschen leicht verletzt. Schwere Verletzungen habe es jedoch nicht gegeben, hieß es weiter. Unter anderem war am frühen Abend ein Auto auf der A31 zwischen Reeken und Lechten-Ahaus von der Fahrbahn abgekommen und gegen die Mittelleitplanke geprallt.
Glatte Straßen: Zahlreiche Unfälle in NRW – Lkw bleiben im Sauerland liegen
Im Rheinisch-Bergischer Kreis kam es am Freitagmorgen zu einem besonders schweren witterungsbedingten Unfall. In Kürten verunglückte auf der Bergstraße ein Linienbus. Wie die Polizei Rheinisch-Bergischer Kreis mitteilte, kam der Bus gegen 7.50 Uhr auf glatter Fahrbahn ins Rutschen, prallte gegen eine Bordsteinkante, kippte um und rutschte einen Hang hinunter in Richtung Wipperfürther Straße.
Der Bus kam schließlich auf dem Dach liegend an einem Restaurant zum Stillstand. Der 47-jährige Fahrer aus Bergisch Gladbach wurde schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt, zwei Fahrgäste erlitten leichte Verletzungen. Die Bergung des Busses dauert an, die Bergstraße könnte zeitweise gesperrt werden, teilte die Polizei weiter mit.
Glätte sorgt in NRW für viele Unfälle – Polizei im Dauereinsatz
Auch im Sauerland sorgte das Winter-Wetter für aufmerksamkeitserregende Einschränkungen. Auf der A44 zwischen Marsberg und Lichtenau blieben in der Nacht mehrere Fahrzeuge liegen – die Polizei spricht von rund 100 Fahrzeugen, die zwischen den Anschlussstellen Marsberg und Lichtenau nicht mehr weiterkamen. Wegen starken Schneefalls im Bereich einer Steigung der Fahrbahn konnten sie nicht weiterfahren. Die Strecke musste nach Angaben einer Polizeisprecherin bis etwa 5 Uhr morgens gesperrt werden.
Weitere Glätte-Unfälle gab es unter anderem in Düsseldorf. Dort war die Polizei in der Nacht ebenfalls bei mehreren Unfällen im Einsatz, bei denen Menschen leicht verletzt wurden. Am frühen Morgen kam es außerdem zu einem weiteren witterungsbedingten Unfall im Stadtteil Katernberg in Gelsenkirchen. Verletzt wurde dabei niemand.
Auch in Wuppertal meldete die Polizei am Morgen vier Unfälle aufgrund glatter Straßen. Alle Beteiligten blieben unverletzt. Im Raum Köln blieb es laut Polizei zunächst ruhig: Dort wurden keine Glätte-Unfälle gemeldet. In Bönen im Kreis Unna wurde ein 22-Jähriger schwer verletzt, als er mit seinem Auto von der Fahrbahn abkam und in einem Graben landete.
Auch in Marienheide im Oberbergischen Kreis kam eine junge Autofahrerin mit ihrem Pkw von der glatten Straße ab. Wie die Polizei mitteilt, prallte das Auto der 18-Jährigen gegen eine Böschung. Die Verletzte wurde in ein Krankenhaus gebracht.
Im Kreis Siegen-Wittgenstein führte der Wintereinbruch seit Neujahr ebenfalls zu zahlreichen Unfällen. Wie die Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein mitteilte, wurden bei mehreren witterungsbedingten Unfällen insgesamt mehrere Menschen leicht verletzt, allein am Freitag kam es bis zum Mittag zu 16 Einsätzen. In den meisten Fällen blieb es bei Blechschäden, bei einem Frontalzusammenstoß in Freudenberg erlitten drei Personen leichte Verletzungen. (ds/dpa/maho)
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