Warn-App Nina informiert
Trümmerteile aus dem Weltraum zischen über NRW - Experten nennen Absturzstelle
Trümmerteile von Batteriepaketen aus dem Weltall sind über die NRW gerauscht. Experten haben die Absturzstelle berechnet. Es gibt eine offizielle Entwarnung.
Update vom 8. März, 19.59 Uhr: Offizielle Entwarnung für NRW und Deutschland: „Es besteht keine Gefahr mehr durch herabstürzende Trümmerteile. Deutschland liegt nicht mehr im Gefährdungsbereich“, heißt es in einer über Nina verschickten Meldung. Um 19.21 Uhr flog der Weltraummüll der ISS in 139 Kilometern Höhe über die Mitte Deutschlands. „Nach unseren Berechnungen stürzt das Paket um 20.17 Uhr in den Atlantik“, schreibt Team Luftwaffe auf dem Twitter-Nachfolger X. Dort kursieren auch Videos, die einen bewegten Lichtpunkt über NRW zeigen. Ob es sich dabei, wie behauptet, um das Batteriepaket handelt, ist nicht bestätigt.
Und noch ein Stück #Weltraumschrott der #ISS in der Nähe von #Gelsenkirchen. pic.twitter.com/gWeBLyCX5g
— Rathi04 (@Rathste) March 8, 2024
Trümmerteile aus dem Weltraum rauschen über NRW - Experten nennen Absturzstelle
Update vom 8. März, 18 Uhr: „Gegen 19.20 Uhr könnte sich am Niederrhein und im Ruhrgebiet ein Blick an den Abendhimmel lohnen“, sagte der militärische Leiter des Weltraumlagezentrums der Bundeswehr, Oberstleutnant Alexander Richter. Zu dieser Zeit könnte das ausrangierte Batteriepaket der ISS für einen kleinen Feuerschweif am Himmel über Nordrhein-Westfalen sorgen. Per Warn-App Nina wurde am Freitagnachmittag über die neue Uhrzeit informiert. Einen Absturz über Deutschland schloss das Weltraumlagezentrum im niederrheinischen Uedem aus.
#ISS-Batterie, Update: Wer heute von 19:19 bis 19:20 Uhr in den Himmel über Mitteldeutschland blickt, könnte einen hellen Schweif sehen. Nach unseren Prognosen bewegt sich der Block dann von 🇳🇱 nach 🇵🇱. Einen Absturz über 🇩🇪 schließen wir weiterhin aus. Wir bleiben am Ball.… pic.twitter.com/muinGXdjOF
— Team Luftwaffe (@Team_Luftwaffe) March 8, 2024
Feuerschweif am Himmel: Wann die Trümmerteile aus dem Weltraum über NRW fliegen
[Erstmeldung] Uedem - Im März 2021 wurde eine Plattform mit Batteriepaketen von der Internationalen Raumstation ISS abgetrennt. Seitdem treibt das circa 2,6 Tonnen schwere Objekt im Weltraum umher. Laut Bundeswirtschaftsministerium wird um den 8. März 2024 herum der Wiedereintritt des Weltraummülls in die Erdatmosphäre erwartet. Die Warn-App Nina der Bundesregierung hat eine Information herausgegeben. Die Flugbahn verläuft auch über Nordrhein-Westfalen.
„Das Objekt hat insgesamt eine Größe von 4x2x1,5 Metern und eine Masse von ca. 2600 kg“, erklärt das Ministerium auf Anfrage von wa.de. Nach ersten Analysen des deutschen Weltraumlagezentrums mit Sitz in Uedem am Niederrhein könnten Teile der Batteriepakete den Wiedereintritt überstehen „und die Erdoberfläche erreichen“.
Trümmerteile aus Weltraum treffen auf Erde – Warn-App Nina informiert
Die Warn-App Nina der Bundesregierung hat am Donnerstagnachmittag eine sogenannte Gefahreninformation herausgegeben und am Freitag ein Update. Eine Karte des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zeigt die Überflugbahn mit einem Puffer von 35 Kilometern um die geschätzte Bodenspur auf der Grundlage von Bahnberechnungen des Weltraumlagezentrums. Demnach überfliegt das Objekt Nordrhein-Westfalen zweimal: gegen 17.48 Uhr und gegen 19.19 Uhr, wie auch 24RHEIN berichtet.
Das ausrangierte Batteriepaket der Raumstation ISS könnte bei seinem Wiedereintritt in die Atmosphäre für einen kleinen Feuerschweif über Teilen Deutschlands sorgen. „Gegen 19.20 Uhr könnte sich am Niederrhein und im Ruhrgebiet ein Blick an den Abendhimmel lohnen“, sagte der militärische Leiter des Weltraumlagezentrums der Bundeswehr, Oberstleutnant Alexander Richter. Zu dem Zeitpunkt sei es bereits dunkel und der Himmel sei hoffentlich wolkenlos. „Es ist etwas Besonderes, aber nichts Gefährliches“, erklärte Richter.
Das BBK hatte am Freitagmorgen eine aktualisierte Karte der Überflugbahn veröffentlicht. Laut den Berechnungen ist in NRW zunächst nur der Kreis Euskirchen – und das auch nur in geringem Ansatz – potenziell betroffen. Am Abend verläuft die voraussichtliche Überflugbahn vom Niederrhein über das Ruhrgebiet und Münsterland bis zum Sauerland und Ostwestfalen.
„Eine Gefährdung für Deutschland ist laut Weltraumlagezentrum sehr unwahrscheinlich“, teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Donnerstag mit. Trotzdem hat die Warn-App Nina der Bundesregierung am Nachmittag eine sogenannte Gefahreninformation herausgegeben. Demnach seien „Leuchterscheinungen oder die Wahrnehmung eines Überschallknalls“ möglich. Laut dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) könnte das Objekt nach jüngsten Berechnungen über dem Norden Nordamerikas in die Atmosphäre eintreten. Diese Einschätzung könne sich aber noch ändern.
Das Weltraumlagezentrum werde die weitere Entwicklung des bevorstehenden Wiedereintritts beobachten und „an verschiedene Bundesministerien, Landesministerien und Behörden berichten“.
Weltraummüll könnte auf Erde treffen – Weltraumlagezentrum in NRW ist vorbereitet
„Sollten sich wider Erwarten Hinweise auf eine Betroffenheit Deutschlands abzeichnen, so werden die bestehenden Krisenreaktionsmechanismen von Bund und Ländern genutzt, um auf eine mögliche Gefährdung entsprechend zu reagieren. Diese ist nach aktuellem Stand allerdings mehr als unwahrscheinlich. Dennoch wird das Objekt eng überwacht“, so das Ministerium am Donnerstag.
Das Weltraumlagezentrum ist eine zivil-militärische Dienststelle der Luftwaffe der Bundeswehr und des DLR und überwacht kontinuierlich den erdnahen Weltraum.
In unserer Galaxie wird „Beteigeuze“ der nächste Stern sein, der eine Supernova verursachen wird. Die entsteht, wenn ein Stern das Ende seines Lebens erreicht.
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