Duisburg-Großenbaum

Beliebtes Freibad säuft ab – „Das ist eine absolute Katastrophe“

Das Bad am Großenbaumer See in Duisburg steht unter Wasser. In dieser Freibadsaison rückt eine Eröffnung in weite Ferne. Die Betreiber sind besorgt.

Duisburg – Das Freibad Großenbaum ist im wahrsten Sinne des Wortes abgesoffen. Der Pegel im gleichnamigen See ist so hoch, dass große Teile der Anlage im Süden von Duisburg gänzlich unter den Wassermassen verschwunden sind. Vom Sandstrand ist nichts mehr zu sehen. Die Liegewiese gleicht eher einer Sumpflandschaft, als einem Ort der Entspannung. Einzelne Treppengeländer im Wasser erinnern daran, dass hier aktuell reger Freibadebetrieb herrschen sollte – doch dazu wird es 2024 wohl nicht mehr kommen.

Beliebtes Freibad Großenbaum in Duisburg steht unter Wasser

Die Antwort auf die Frage, ob das Duisburger Freibad Großenbaum 2024 noch öffnen kann, ist deutlich: „Das wird sicher nichts mehr“, sagte Frank Skrube, Vorsitzender des Trägervereins, der WAZ. Dabei hatte die Stadt vor wenigen Wochen noch nach passenden Bademeistern für das Familienbad an der Burscher Straße gesucht. Grund für die Ausnahmesituation ist der viele Regen der vergangenen Wochen und Monate. Die Grundwasserspeicher sind gefüllt, weiteres Wasser fließt nicht mehr ab.

Eine Entspannung der Situation, so erzählte Skrube gegenüber Radio Duisburg, sei aktuell noch nicht absehbar. Seit dem Höchstwasserstand vor zwei Wochen sei der Pegel erst um fünf Zentimeter zurückgegangen. Mögliche Pläne für eine Wiedereröffnung sind damit erstmal in weite Ferne gerückt: „Wenn der Wasserstand in dem Tempo weiter sinken würde, könnten wir in gut 30 Wochen öffnen“, sagt Tan Teyfik vom Team, das den „Salmonte Beach“ am Freibad betreibt.

Das Freibad am Großenbaumer See in Duisburg muss wegen Überflutung gesperrt bleiben.

„Absolute Katastrophe“: Schäden am Freibad noch nicht abzusehen

Für die Betreiber des Freibads hat die notgedrungene Schließung immense Folgen, wie Skrube im Gespräch mit der WAZ erklärte: „Es ist so schon nicht leicht, die Finanzierung zu gestalten, aber völlig ohne Einnahmen, das ist wirklich schlimm. Und selbst wenn wir irgendwann wieder öffnen, es ist ja alles kaputt.“ Laut dem Bericht ist der Sand weggespült, auch der gepflasterte Bereich muss erneuert werden. Mögliche Schäden an Abflüssen, Rohren und Duschen sind derzeit noch nicht abzuschätzen.

Skrubes ernüchterndes Fazit: „Das ist wirtschaftlich eine absolute Katastrophe.“ Langfristig müsse man sich überlegen, wie man die Zukunft des beliebten Familienbades gestalten könne. Kurzfristig gibt es allerdings bereits eine erste Idee: Das „Samonte Beach“ wird zunächst an den Wochenenden geöffnet, jeweils zwischen 16 und 22 Uhr. Tan Teyfik dazu: „Wir werden den Bereich zum See komplett absperren, aber zumindest den Blick auf das Wasser kann man von unserer Strand-Terrasse aus genießen.“

Badegäste können stattdessen auf Seen in NRW ausweichen: Im Ruhrgebiet gibt es viele Seen, die sich für einen Ausflug anbieten.

Rubriklistenbild: © Hans Blossey/Imago

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