Keine gute Nachrichten für Karnevalisten

Üble Wetter-Prognose für NRW: Schnee bis ins Flachland – „Sieht nicht gut aus“

NRW steht vor einem Wetterumschwung. Der Winter kehrt an Karneval zurück. Selbst im Flachland kann es schneien. An Rosenmontag wird es dann richtig ungemütlich.

Das Wetter in NRW macht eine Kehrtwende – zumindest für ein Wochenende. Und das ausgerechnet zum Höhepunkt der fünften Jahreszeit. Seit Donnerstag, 12. Februar, feiern die Jecken und Narren in NRW den Straßenkarneval. Am Wochenende und Rosenmontag finden viele Umzüge statt. Während es an Weiberfastnacht noch in Strömen regnete, was laut Polizei zu „deutlich weniger Feiernden“ in Köln sorgte, kommt in der Nacht zu Samstag die Wende. „Es wird auf jeden Fall wieder kälter“, sagt Meteorologe Martin Schönebeck vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Essen. Doch beim Kälteschlag bleibt es nicht.

Karnevalisten gehen durch das Schneetreiben: Die Wetterprognosen kündigen für Karneval einen Wintereinbruch mit Schnee und Glätte an. (Symbolbild)

Bereits am Freitag kommt es im nördlichen Münsterland und im Mindener Land teils zu leichten Schneefällen. Laut DWD sind zwischen 1 bis 3 Zentimeter Neuschnee möglich. Martin Schönebeck spricht von einem Wetterumschwung, der vom Norden her kältere Luft nach NRW bringt. In der Nacht sinken die Temperaturen auf 1 bis -2 Grad, im Hochsauerland bis -4 Grad. „Gebietsweise Glättegefahr durch überfrierende Nässe oder streckenweise durch leichten Schneegriesel, besonders im Bergland und ganz im Nordosten örtlich auch gefrierender Sprühregen mit Glatteisbildung wahrscheinlich“, so die DWD-Prognose.

Dauerfrost, Glätte und Schnee: Die Wetter-Prognose für Karneval in NRW

Am Samstag wird es dann deutlich kühler. „Es gibt immer mal wieder Schnee, was vor allem im Bergland zu Glätte führen kann“, erklärt Schönebeck im Gespräch mit wa.de. Die Höchsttemperatur liegt tagsüber bei 1 bis 3 Grad, auch im Flachland. Im Bergland herrscht Dauerfrost bei -3 bis 0 Grad. Auch am Samstag muss neben Schneegriesel im Bergland örtlich auch mit gefrierendem Regen gerechnet werden. Wer Karneval feiert, sollte sich also warm anziehen.

Bedrückende Bilder: Wetterextreme der vergangenen Jahre in NRW

Orkantief Kyrill NRW Wilmsdorf Wald
Sturmschäden nach dem Orkan Kyrill im Jahr 2007, Meinerzhagen
Baum ist auf ein parkendes Auto gestürzt, Schäden durch das Sturmtief Ela am 09.06.2014
Sturmschäden im Schellenberger Wald oberhalb des Baldeneysee verursacht nach einem schweren Sturm
Bedrückende Bilder: Wetterextreme der vergangenen Jahre in NRW

Die Nacht zu Sonntag wird in NRW dann eisig kalt bei Tiefsttemperaturen zwischen -3 und -7 Grad. „Was an Feuchtigkeit noch da ist, kann überfrieren“, warnt der DWD-Meteorologe. Der Sonntag wird dann für die Jecken und Narren der schönste Tag zum Feiern – zumindest bis zum Abend. Es bleibt kalt bei Höchsttemperaturen zwischen 1 und 4 Grad, im Bergland zwischen -3 und 1 Grad. Aber: Laut Prognose soll es zunächst trocken sein und teils sogar heiter werden.

„Kann bis ins Flachland schneien“ – doch Wetter in NRW schlägt an Rosenmontag wieder um

Die Nacht zu Rosenmontag wird spannend. „Es kann wirklich bis ins Flachland schneien“, sagt Martin Schönebeck. Bis Montagmorgen sind in NRW 1 bis 5 Zentimeter, im Bergland bis 10 Zentimeter Neuschnee möglich. Wie lange der Schnee tagsüber liegen bleibt, ist noch ungewiss, so der Meteorologe. Es hängt davon ab, wie schnell die Temperaturen am Montag nach oben steigen. Dann geht der Schnee laut Schönebeck von Westen her in Regen über.

Der Wetter-Experte spricht von einem „richtigen Schauerwetter“ an Rosenmontag in NRW. Von Schnee- und Graupelschauern, Regen und auch mal einem kurzen Gewitter mit Windböen ist demnach alles dabei. „Es ist kein angenehmes Wetter“, so Schönebeck. Beim DWD heißt es für die Rosenmontag-Prognose: „Nach aktuellem Stand sieht es für die Karnevalisten allerdings nicht so gut aus.“ Wenn Schnee in Regen übergeht, besteht Glatteis-Gefahr. Doch die Temperaturen werden wohl schnell steigen. Die Höchstwerte liegen am Montag in NRW zwischen 3 und 7 Grad, im Hochsauerland um die 0 Grad.

Rubriklistenbild: © Federico Gambarini/dpa

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