Ungemütlicher Wetter

Eisiger Kälte-Schlag trifft NRW: Es drohen Schnee und Frost – und ein „weißer Karneval“

Es wird wieder kalt in NRW – und weiß. Ausgerechnet rund um die Karnevalstage trifft den Westen ein Kälte-Schlag. Was das für die Jecken bedeutet, erklärt ein Wetter-Experte.

An Weiberfastnacht beginnt in Nordrhein-Westfalen der Straßenkarneval. In Hochburgen wie Köln und Düsseldorf herrscht Ausnahmezustand und auch in anderen Regionen gibt es Umzüge und Partys. Und was macht das Wetter? Pünktlich zur fünften Jahreszeit in NRW steht ein Umschwung bevor. Es wird ungemütlich, sagt Thomas Gerwin vom Deutschen Wetterdienst (DWD).

An Karneval 2026 könnte es Schnee geben. (Symbolbild)

 Bereits am Donnerstag, 12. Februar, also an Weiberfastnacht, wird es in NRW regnerisch bei Höchstwerte zwischen 8 und 12 Grad. „Da kommt ein großes Regengebiet, das von Mittwoch bis Freitag über uns hinwegzieht“, sagt Gerwin. Der Wetterdienst-Techniker wird im Gespräch mit wa.de deutlich: „Es wird ziemlich nass. Nicht das tollste Wetter.“ Zu dem Regen geselle sich außerdem noch strammer West- bis Nordwestwind.

„In der Nacht geht es los“: Schnee am Karnevalswochenende in NRW

Am Freitag wird es laut DWD-Prognose bewölkt bei 6 bis 10 Grad, hin und wieder ziehen Schauer vorüber. „In der Nacht zu Samstag geht es langsam los“, so Gerwin. Die Temperaturen würden auf bis zu -4 Grad abfallen, der Regen gehe allmählich in Schnee über. „Samstag wird dann ein kalter Tag“, sagt der Wetter-Experte. Bei Temperaturen um die 0 Grad – auch im Flachland – und einzelnen Schneeschauern müssen sich vor allem die Jecken, die auf den Straßen unterwegs sind, besonders warm anziehen.

Bedrückende Bilder: Wetterextreme der vergangenen Jahre in NRW

Orkantief Kyrill NRW Wilmsdorf Wald
Sturmschäden nach dem Orkan Kyrill im Jahr 2007, Meinerzhagen
Baum ist auf ein parkendes Auto gestürzt, Schäden durch das Sturmtief Ela am 09.06.2014
Sturmschäden im Schellenberger Wald oberhalb des Baldeneysee verursacht nach einem schweren Sturm
Bedrückende Bilder: Wetterextreme der vergangenen Jahre in NRW

Der Sonntag beginnt laut Gerwin zunächst trocken, in der zweiten Tageshälfte würden die Temperaturen dann auf 0 bis 2 Grad ansteigen. Vermehrt komme es zu Schneefällen, die bis in die Nacht anhalten würden. Das könnte dann einige Karnevalsumzüge treffen. Vor allem im Sauerland finden diese oft am Wochenende, besonders am sogenannten Tulpensonntag, statt. Und auch der einstige Rosenmontagszug in Essen-Kupferdreh steigt in diesem Jahr am Sonntag – aus Sicherheitsgründen.

„Das wird ein weißer Karneval“

Mit Blick auf das Sauerland, also die höheren Lagen in NRW, wird Thomas Gerwin deutlich: „Das wird ein weißer Karneval. Die werden einiges an Schnee durch die Gegend schieben können.“ Es ist also Vorsicht geboten im Bergland.

Und an Rosenmontag? Wenn am 16. Februar die großen Umzüge in Köln und Düsseldorf zusammen wieder rund 2 Millionen Besucher in die Karnevalshochburgen ziehen, wünschen sich die Jecken natürlich bestes Feier-Wetter. Leider, sagt Gerwin, wird das in diesem Jahr wohl nichts. Anfangs könne an Rosenmontag noch Schnee fallen, der jedoch mit steigenden Temperaturen in Regen übergehe. „Das sieht nicht schön aus“, so der Experte mit Blick auf Wetterkarten. Die Temperaturen würden an Rosenmontag in NRW auf 5 bis 7 Grad ansteigen.

Gerwin betont jedoch auch, dass die Prognose noch kippen könnte – in beide Richtungen. Wie viel Schnee also letztlich wann und wo herunterkommt, können die Meteorologen noch nicht mit Sicherheit sagen. Daumen drücken ist angesagt – und wer zum Frieren neigt, sollte eventuell über ein Eisbärenkostüm nachdenken, sicher ist sicher.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Panama Pictures | DWD

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