Neues Zuhause gesucht
Katastrophale Haltung: Ohren von Hunden stümperhaft und massiv abgeschnitten
Die Pitbull-Dame Jane und ihr Sohn Tarzan litten unter einer katastrophalen Haltung und abgeschnittenen Ohren. Die Hündin sucht nun ein neues Zuhause.
Hamm - Aus einer katastrophalen Haltung hat das Veterinäramt die Pitbull-Mix-Dame Jane und ihren Sohn beschlagnahmt. Beiden wurden zudem die Ohren massiv und stümperhaft kupiert. Nun sucht das Tierasyl Hamm (NRW) für die zweijährige Hündin ein neues Zuhause.
Schlechte Haltung und Ohren abgeschnitten: Pitbull-Dame wurde konfisziert
In großen Transportboxen wurden Jane und ihr Sohn Tarzan im Raum Unna gehalten. Wie das Tierasyl Hamm berichtet, wurde den Tieren aus vermeintlichen Schönheitszwecken die Ohren massiv abgeschnitten. Der Grund dafür: Es sollte den Hund bedrohlicher aussehen lassen. Das ist gesetzlich verboten.
Das Veterinäramt hat die Hunde vor Ort beschlagnahmt. Weil dort kein Platz mehr für die Tiere war, kamen sie ins Tierasyl Hamm. Hier hat Tarzan bereits ein Frauchen gefunden, allerdings sucht Jane noch ein liebevolles Zuhause.
Trotz katastrophaler Haltung: Pitbull-Dame Jane ist verschmust
Wegen ihrer katastrophalen Haltung könnte man meinen, dass Jane womöglich seelische Schäden davon getragen haben könnte. Doch dem ist nicht so. „Sie ist total lieb, kuschelt sehr gern und möchte immer auf den Schoß“, sagt Katja Skriginski, Leiterin des Tierasyls, im Gespräch mit wa.de. Jane sei eine sehr menschenbezogenen Hündin und sehr verschmust.
Wie sie sich mit anderen Tieren verhält, ist allerdings nicht bekannt. Sie ist für einen Haushalt in einer Wohnung mit Kindern ab zehn Jahren geeignet. Da sie ein Pitbull-Mix ist, fällt sie im Landeshundeschutzgesetz (LHundeG) unter §3. „Damit zählt sie leider zu den als gefährlich eingestuften Hunden“, erklärt Skriginski.
Lieber Pitbull sucht neues Zuhause: Das sind die Auflagen
Interessierte müssen sich im Vorfeld mit den verbundenen Auflagen auseinandersetzen. Wer sich also so einen Hund zulegen möchte, muss vorher beispielsweise ein polizeiliches Führungszeugnis beantragen, braucht die Erlaubnis vom Ordnungsamt und muss einen sogenannten Sachkundenachweis beim Veterinäramt hinterlegen. „Wichtig ist auch, dass der Hund aus dem Tierschutz kommen muss, was mit dem Tierasyl Hamm gegeben ist“, sagt die Leiterin des Tierasyls.
Obwohl Jane als nicht böse und gefährlich beschrieben wird, muss sie bei einer Übernahme erstmal einen Maulkorb tragen, und auch der Hundesteuersatz ist für sie höher als für Tiere, die nicht unter §3 fallen. Durch einen Wesenstest kann Jane aber von der Maulkorbpflicht befreit werden, und auch der Hundesteuersatz wird angeglichen. Interessierte, die Jane gerne adoptieren möchten, können sich über info@tierasyl-hamm.de melden. Ebenfalls lieb und ein „Roh-Diamant“ ist Olaf, ein Schäferhund aus dem Tierasyl.