In Essen

Alte Burgruine liegt mitten im Wald – heute kann man sie besuchen

Jahrhundertelang wurde die Isenburg in Essen vom Wald überwuchert. Die romantischen Ruinen sind nun über einen Erlebnispfad zu erkunden. Alle Infos im Überblick. 

Essen – Wo einst über dem Baldeneysee in Essen (NRW) eine imposante Festung stand, sind heute nur noch die mittelalterlichen Überreste zu sehen: Die Neue Isenburg im Essener Stadtteil Stadtwald wurde recht kurze Zeit nach ihrem Bau wieder zerstört. Danach blieb sie lange unentdeckt und versank im Wald. Heute können die ausgegrabenen Ruinen der Isenburg entdeckt werden. Alle Infos zur Burgruine – die man übrigens nicht mit der Isenburg in Hattingen verwechseln darf, hinter der eine andere interessante Geschichte steckt.

Die Ruinen der Isenburg in Essen liegen mitten im Wald.

Die Burgruine der Neuen Isenburg

Adresse: Baldeney 36, 45134 Essen

Lage: Stadtteil Essen-Stadtwald über dem Baldeneysee

Öffnungszeiten: Rund um die Uhr für Besucher zugänglich

Isenburg in Essen bereits 50 Jahre nach Aufbau im Jahr 1240 komplett zerstört

Vor über 750 Jahren war die mittelalterliche Isenburg in Essen eine der größten Festungen der Region. Um 1240 wurde die Anlage von Graf Dietrich von Altena-Isenberg errichtet. Die Lage der Burg auf einem etwa 150 Meter hohen Felssporn oberhalb der Ruhr sprach eigentlich für sich: Gut zu verteidigen und strategisch günstig gelegen. Doch bereits knapp 50 Jahre später nahm der Graf von der Mark die Festung ein, zerstörte diese und baute sie nicht wieder auf.

Ausgrabungen der Burgruinen begannen vor 70 Jahren – dabei fand man mittelalterliche Gegenstände

Heute sind lediglich die Überreste der Isenburg im Essener Stadtteil Stadtwald oberhalb des Baldeneysees zu sehen. Denn die Burg verfiel im Laufe der Zeit zu einer Ruine und wurde vom Wald überwuchert. Erst vor ungefähr 70 Jahren hat man die Isenburg wieder zugänglich gemacht, indem größere Teile ausgegraben wurden. Dabei wurden unter anderem Scherben von Krügen, Bechern und Töpfen aus Keramik sowie Werkzeuge und Tierknochen gefunden. Diese liegen heute im Essener Ruhrmuseum.

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Burgruine Isenburg in Essen: Erlebnispfad für Besucher

Mittlerweile steht die Isenburg unter Bau- und Bodendenkmalschutz und ist im Besitz der Stadt Essen. Für Besucherinnen und Besucher wurde 2002 ein historischer Erlebnispfad eröffnet, auf dem sechs Informationstafeln Auskunft über die Geschichte und das Leben der Burg sowie deren Bewohner gibt. Neben der Isenburg gibt es in Essen zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Darunter beispielsweise die Villa Hügel und Zeche Zollverein.

Heute ist die Isenburg in Essen für Besucher frei zugänglich und über einen Erlebnispfad zu erkunden.

So erreichen Besucher die Burgruine Isenburg in Essen mit dem Auto und ÖVPN

  • Anfahrt mit dem Auto: Am besten erreicht man die Burgruine Isenburg mit dem Auto über Bottlenberg in Essen. Von dort führt die Heisingerstraße direkt zur Isenburg.
  • Anfahrt mit den ÖVPN: Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht man die Burgruine Isenburg von der Haltestelle „Drosselanger“ oder „Schwarze Lene“ mit dem Bus 145.

Die Isenburg liegt ungefähr 1.000 Meter südlich von Essen-Stadtwald und 2.500 Meter östlich von Bredeney auf einem Bergrücken über dem Ruhrtal. Für Besucherinnen und Besucher ist die Ruine rund um die Uhr zugänglich.

Die Ruinen der Isenburg im Essener Stadtteil Stadtwald wurde vor rund 70 Jahren wieder ausgegraben.

Andere Orte im Ruhrgebiet entwickeln sich unterdessen zu echten Lost Places, so wie das auffällige einst beliebte Restaurant Pagoda in Oberhausen. Und in Essen gibt es im Schatten der berühmten Villa Hügel eine zweite Villa, die kaum bekannt ist – und allmählich verfällt. Außerdem gibt es im Ruhrgebiet noch weitere Burgen und Schösser. So wie die Ruine Hardenstein in Witten, um die sich eine mystische Sage rankt. (cj)

Rubriklistenbild: © Michael Gohl/Funke Foto Services/imago

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