Strecke der Ruhrbahn

Essen entdecken mit der Bahn – vom Weltkulturerbe Zollverein bis in den grünen Süden

Eine Bahn der Kulturlinie 107 in Essen.
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Die Kulturlinie 107 der Ruhrbahn verbindet alle Sehenswürdigkeiten in Essen. (Archivbild)

Mit der Kulturlinie 107 in Essen kommt man bequem von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten – alle Haltestellen der Bahnlinie im Überblick.

Essen – Alle Sehenswürdigkeiten bequem mit der Straßenbahn erreichen: das ist mit der Kulturlinie 107 in Essen (NRW) möglich. Vom Weltkulturerbe Zollverein im Norden bis zur Villa Hügel im Süden deckt die Kulturlinie der Ruhrbahn alles ab. Man kann an jeder Haltestelle ein und aussteigen. Ein spezielles Ticket ist dabei nicht notwendig, denn die Linie 107 fährt im normalen Linienbetrieb der Ruhrbahn. So könnte man zum Beispiel ab dem 1. Mai 2023 auch das neue Deutschlandticket für eine Fahrt mit der Kulturlinie nutzen.

Haltestellen der Kulturlinie 107

  • Gelsenkirchen Hauptbahnhof
  • Heinrich-König-Platz
  • Musiktheater
  • Overwegstr.
  • Feldmarkstr.
  • Holbeinstr.
  • Hans-Böckler-Allee
  • Fürstinnenstr.
  • Revierpark Nienhausen
  • Trabrennbahn
  • Essen Triple Z
  • Katernberger Markt
  • Zollverein Nord Bf
  • Abzweig Katernberg
  • Zollverein
  • Kapitelwiese
  • Nikolausstr.
  • Ernestinenstr.
  • Krankenhaus Stoppenberg
  • Herbertshof
  • Herzogstr.
  • Am Freistein
  • Viehofer Platz
  • Rathaus Essen
  • Essen Hauptbahnhof
  • Philharmonie
  • Rüttenscheider Stern
  • Martinstr.
  • Florastr.
  • Alfredusbad
  • Kruppallee
  • Frankenstr.
  • Bredeney

An jedem Haltepunkt der Kulturlinie 107, von dem ein besonderer Kulturort erreichbar ist, informieren Haltestellenschilder oder Aushänge in den Bahnhofsvitrinen über Laufrichtung und Entfernung zu den Sehenswürdigkeiten. Darüber hinaus gibt es ein Info-Faltblatt, das an den Ruhrbahn Kundenzentren erhältlich ist.

Tickets für die Kulturlinie 107 in Essen

Einzeltickets sind bei Busfahrern, im Kundencenter der Ruhrbahn, an Automaten, im Vertriebs-Center, in der Ruhrbahn App ZÄPP und im Ticketshop unter ruhrbahn.de erhältlich. Dort findet man auch die Fahrplanauskunft der Linie. Für Touristen empfiehlt die Ruhrbahn das 24-/48-Stundenticket in der Preisstufe B.

RWE-Turm

Der RWE Turm, auch Westenergie-Turm genannt, ist mittlerweile ein Wahrzeichen der Stadt Essen. (Archivbild)

RWE-Turm

Adresse: Opernplatz 1, 45128 Essen

Haltestelle: Essen Hauptbahnhof (140 Meter entfernt)

Der RWE Turm, heute auch bekannt unter dem Namen Westenergie-Turm, ist der ehemalige Unternehmenssitz der RWE AG und das erste ökologische Hochhaus der Welt. Mit seinen 162 Meter Höhe prägt es die Essener Skyline. Entworfen wurde das Hochhaus von dem Architekten Christoph Ingenhoven. Im Jahr 1996 wurde es erbaut.

Das transparente Aussehen des Gebäudes ist ein Teil des ökologischen Konzepts: Der Energieverbrauch soll gesenkt und das Raumklima verbessert werden, indem die Außenluft in große runde Öffnungen strömt. Sie durchströmt somit den Zwischenraum der doppelten Glasfassade und leitet im Sommer die warme Luft ab.

Villa Hügel und der Hügelpark

Der Park rund um die Villa Hügel lädt mit seinen vielen Mammutbäumen zum Spazieren ein. (Archivbild)

Villa Hügel

Adresse: Hügel 15, 45133 Essen

Haltestelle: Frankenstraße (1.500 Meter entfernt)

Inmitten des Hügelparks liegt die ehemalige Familienresidenz der Krupp-Dynastie, die Villa Hügel. Die 269 Räume nutzten drei Kruppgenerationen bis 1945 als Repräsentations- und Wohnhaus. Heute findet man im Inneren eine Sammlung von Wandteppichen und Gemälden, ein Deckenfresko von Giovanni Battista Tiepolo und eine Dauerausstellung, die die Geschichte der Krupps und das Leben der Krupp-Arbeiter sowie die aktuellen Tätigkeiten des Konzerns dokumentiert. Der Hügelpark rund um die Villa ist ein Naturdenkmal Essens und lädt immer zu einem Spaziergang ein.

Zollverein Schacht XII

Nach ihrem Bau galt Zollverein als die „schönste Zeche auf Erden“. (Archivbild)

Zollverein Schacht XII

▶ Adresse: Gelsenkirchener Straße 181, 45309 Essen

Haltestelle: Zollverein (150 Meter entfernt)

Der Zollverein Schacht XII ist eine Kathedrale der Industriekultur und UNESCO-Weltkulturerbe. Nach ihrem Bau (1928 bis 1932) war sie die größte und modernste Schachtanlage der Welt. In der Anlage wurde bis 1986 täglich 12.000 Tonnen Steinkohle abgebaut. Seit den 90er-Jahren entwickelt sich das Gelände der Zeche Zollverein zu einem Design- und Kulturstandort. Heute gilt es als einmaliges Bau- und Technikdenkmal der Kohlewirtschaft im Ruhrgebiet.

Kokerei Zollverein

In der Kokerei in Essen waren früher einmal circa 1.000 Menschen beschäftigt. (Archivbild)

Kokerei Zollverein

▶ Adresse: Arendahls Wiese, 45141 Essen

Haltestelle: Kapitelwiese (800 Meter entfernt)

Die Kokerei Zollverein ist die ehemals größte Kokerei Europas und heute ein UNESCO-Weltkulturerbe. Bis zu ihrer Schließung 1993 zähle sie mit einer täglichen Produktionsmenge von rund 8.500 Tonnen Koks – ein für die Stahlindustrie unentbehrliches Produkt – zu den größten Kokereien weltweit.

Da nach der Schließung die Pläne für einen Verkauf der Anlage nach China scheiterten, drohte der Abriss. Doch durch die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur und durch die Einbeziehung in die Konzepte der internationalen Bauausstellung IBA Emscher Park konnte die Kokerei gerettet werden. Heute findet man auf dem Kokerei-Gelände in Essen unter anderem den stärksten Magnet im Ruhrgebiet.

Dom und Domschatz

Der Essener Dom ist ein spätottonischer Kirchenbau und die Domschatzkammer beherbergt einen bedeutenden Kirchenschatz. (Archivbild)

Dom und Domschatz

Adresse: Burgplatz 2, 45127 Essen

Haltestelle: Rathaus Essen (150 Meter entfernt)

Der Essener Dom bildet zusammen mit der vorgelagerten Kirche St. Johann Baptis den mittelalterlichen Stadtkern. Der Dom wurde von 852 bis circa 1330 erbaut und die Domschatzkammer beherbergt die über 1.000 Jahre alte goldene Madonna, die älteste vollplastische Marienfigur des Abendlandes. Außerdem beherbergt die Schatzkammer das goldene Schwert und die Kinderkrone des dreijährigen Ottos III. (lc)

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