Neue Standorte

„Planungen sind durchaus ambitioniert“: Elektroautos „BYD“ aus China erobern NRW

Ein chinesisches Elektroauto auf der IAA in München
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Auch auf der IAA Mobility in München waren zahlreiche chinesische Autobauer vertreten – darunter BYD.

Die Marke BYD kennt in Deutschland fast keiner. Die Elektroautos aus China erobern jetzt den Markt. Neue Standorte in Nordrhein-Westfalen sollen dabei helfen.

Hamm – Bei der Energiewende sollen Elektroautos eine große Rolle spielen. Die Industrienation Deutschland verliert weltweit dort aber gerade den Anschluss, das E-Rennen gewinnen aktuell die Chinesen. Eine der größten Auto-Marken, die in Europa noch weitestgehend unbekannt ist, strömt nun in den heimischen Markt: BYD erobert Nordrhein-Westfalen.

Neue Standorte in NRW: Senger und BYD wollen Fahrzeuge „anfassbar machen“

Das Unternehmen gibt es bereits seit 1995, komplett etablieren konnte sich dessen seit 2003 existierende Elektroauto-Sparte auf dem deutschen Markt bislang noch nicht. In Zusammenarbeit mit dem Autohaus Senger soll sich das ändern. BYD (Built Your Dreams, Aussprache: Bi-Wei-Di) und Senger wollen gemeinsam „Fahrzeuge von BYD ‚anfassbar machen‘“, wie Senger-Geschäftsführer Andreas Knipp auf wa.de-Nachfrage erklärt. Sie haben viel vor.

Autohaus Senger

Die Unternehmensgruppe Senger zählt nach eigenen Angaben zu den größten in Deutschland. Sie ist (Stand September 2023) in fünf Bundesländern an 39 Standorten mit 50 Betrieben vertreten und vertreibt elf Marken. Das Unternehmen beschäftigt über 3.000 Mitarbeiter und möchte in Zusammenarbeit mit BYD sich noch stärker im Markt für Elektroautos etablieren.

Neue BYD-Standorte in Bielefeld und Dortmund geplant

In Köln gibt es bereits einen Standort, weitere Städte in NRW sollen folgen. Geplant sei nach Angaben von Senger jeweils ein weiterer Senger-BYD-Standort in Bielefeld, der „voraussichtlich im November dieses Jahres“, sowie in Dortmund, der „voraussichtlich im Dezember“ eröffnet werden soll.

„Wir befinden uns in einer sehr engen und konstruktiven Zusammenarbeit mit BYD. Unser gemeinsames Ziel ist es, sowohl einen flächendeckenden Verkauf als auch Service sicherzustellen“, sagt Senger-Geschäftsführer Knipp. Ob noch weitere Standorte in NRW bzw. Deutschland geplant sind, könne er „aus vertraglichen Gründen“ nicht sagen. Köln, Bielefeld und Dortmund dürften aber nicht die einzigen Standorte bleiben.

BYD und Senger arbeiten in NRW zusammen: „Planungen sind durchaus ambitioniert“

„Unsere Planungen sind durchaus ambitioniert – nicht zuletzt soll gemeinsam zu einem signifikanten Marktanteil im BEV-Bereich in Deutschland beigetragen werden“, sagt Knipp. BEV steht für „battery eletric vehicle“, also Batterie-Elektrofahrzeug. Dabei handelt es sich um Fahrzeuge, die ausschließlich Elektromotoren verwenden und damit auch nur einen Antrieb besitzen – genau auf diesem Markt will der China-Riese sich behaupten.

Senger soll und will für mehr Sichtbarkeit von BYD in Deutschland sorgen. Die NRW-Standorte in Köln, Bielefeld und Dortmund sollen dabei helfen. „Die Produkte sprechen für sich und die gute Qualität wird sich unserer Einschätzung nach schnell im Markt herumsprechen. Wir sind mit BYD bei vielen Events vor Ort, bieten Probefahrten an und so weiter – so kann das Live-Erlebnis überzeugen“, sagt Senger-Geschäftsführer Knipp. Das Unternehmen hat seiner Ansicht nach einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz.

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Senger sieht Vorteile bei Elektroautos von BYD

„Das Unternehmen BYD zeichnet sich durch seine eigene hochinnovative Batterieforschung und -produktion aus. Damit hebt sich BYD vom bestehenden Wettbewerb ab“, sagt Knipp. Dieser „elementare Bestandteil des Markenkerns von BYD“ sei im deutschen Markt noch nicht vollends angekommen. Bis jetzt.

„Die weitreichende Berichterstattung rund um die IAA sowie die aktuell laufende Marketingkampagne zahlen aber darauf erfolgreich ein. Diese Markenpositionierung wird aus unserer Sicht ein Schlüssel für den Erfolg von BYD werden“, sagt Knipp – damit bald jeder in Deutschland BYD kennt.

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