Tierschutz
Eier vor Ostern im Test: Den letzten Platz belegt ein großer Discounter
Für Ostern nur das Beste. Aber welche Eier sind wie gut? Öko-Test ist dieser Frage nachgegangen. Ein Discounter landet auf dem letzten Platz und fällt durch.
Hamm - Passend zu Ostern hat Öko-Test 20 Eier-Marken geprüft. Getestet wurden unter anderem die Inhaltsstoffe der Eier sowie die Reinheit. Ein Hauptkriterium war auch das Tierwohl und die Transparenz bei den Lieferketten. Besonders in diesen Bereichen schnitt ein großer Discounter im Testbericht schlecht ab. Die Bewertung ist dieselbe wie bei Schulnoten: „Sehr gut“ ist die Bestnote und „ungenügend“ ist die schlechteste Wertung.
Eier vor Ostern im Test: Letzter Platz geht an großen Discounter
Unter den Bio-Marken bekamen sechs Eier die Bestnote und sechs die nächstbeste Note, also „gut“. Darunter waren etwa die Packung mit sechs Bio-Eiern von Kaufland (sehr gut) oder die Bio-Eier von Lidl (gut). Aber auch andere Discounter und Supermärkte konnten punkten. „Columbus frische Eier aus Freilandhaltung“, erhältlich bei Penny, erhielt die Bestnote in Qualität. Die restlichen Discounter sind mit ihren Eiern größtenteils im Mittelbereich gelandet – mit Ausnahme von hat Aldi.
Eier im Test: Ein mangelhaftes Produkt trotz guter Qualität
Der Discounter, sowohl Nord als auch Süd, hat von den Testern eigentlich ein hervorragendes Ergebnis in der Kategorie Qualität und Inhaltsstoffe erhalten. Auch waren nur wenige Mängel an Schale und Inhalt beanstandet worden. Trotzdem erhielt die Marke die Endnote „mangelhaft“. Der Grund: Das Produkt erhielt im Bereich Tierschutz und Transparenz eine glatte sechs, also „ungenügend“. Den vollständigen Test finden Sie kostenpflichtig auf der Webseite von Öko-Test.
Öko-Test definiert, dass Produkte, die in dieser Kategorie mit der schlechtesten Note abschneiden, insgesamt höchstens mit mangelhaft zu bewerten sind. Eine niedrige Punktzahl hat es mitunter gegeben, wenn bei den Eiern die sogenannte In-Ovo-Selektion, eine Geschlechtsbestimmung, zum Einsatz kommt. Das war auch bei Aldi der Fall.
Geschlechtsbestimmung bei Hühnern: Kükentöten ist zwar verboten, aber...
Seit 2022 dürfen in Deutschland keine Küken mehr geschreddert werden. Der Grund für das massenhafte Kükentöten war, dass bestimmte männliche Küken als unprofitabel angesehen wurden. So wurden Hühner entweder als Legehennen oder Masthühner gezüchtet. Die ersten sollen Eier legen, die zweiten werden für ihr Fleisch gezüchtet und geschlachtet. Einer solchen Masthenne gelang es neulich diesem Schicksal zu entkommen.
Männliche Küken der Legehennen-Rassen hingegen zu halten, lohnte sich nicht, weil sie keine Eier legen können und auch zu langsam Fleisch ansetzen. Nun gibt es zwar ein Gesetz, das verbietet, Küken direkt zu töten und viele Marken werben mit Slogans wie „ohne Kükentöten“, Probleme gibt es laut Öko-Test aber weiterhin.
Mit der Geschlechtsbestimmung würden Embryonen auf ihr Geschlecht untersucht und dann gegebenenfalls am Schlüpfen gehindert werden. Unter den zwölf getesteten Bio-Marken kam diese Methode gar nicht zum Einsatz. Bei den Discountern dagegen zogen nur zwei der acht getesteten Marken auch die männlichen Küken auf.
Stiftung Warentest hat 23 Olivenöle getestet, aber nur vier der Produkte bekommen die Note „Gut“, während sechs durchfallen.
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