Regen bringt Glättegefahr

Wetter-Warnung in Teilen von NRW noch bis Mittag – Ministerin verteidigt Schulschließungen

Der Deutsche Wetterdienst warnt für einige Regionen noch bis Montagmittag vor Glätte. Die Lage hat sich insgesamt entspannt, es kommt dennoch zu Einschränkungen.

Update vom 12. Januar, 12:38 Uhr: Unfälle sind ob des Wetters, das vielerorts für glatte Straßen sorgt, leider keine Seltenheit. So kam es in Iserlohn dazu, dass ein Auto in einen querstehenden LKW hineinrutschte. Die Straße war gesperrt. Mittlerweile ist der Verkehr jedoch wieder freigegeben.

Update vom 12. Januar, 10:05 Uhr: In NRW wurden die Wetterwarnungen wegen Glatteisgefahr, die in der Nacht galten, zurückgestuft. Auch die NINA-Warnapp entwarnte um 10 Uhr. Im Osten von NRW, im Sauerland, Teilen von Ostwestfalen, im Siegerland und Bergischen Land muss bis zum Mittag noch mit Glätte gerechnet werden.

Trotz entspannter Warnlage, kommt es in NRW weiterhin zu Einschränkungen durch das Winterwetter. So wurde in Siegen etwa der Verhandlungstermin im Strafprozess gegen eine Mutter, die ihre kleine Tochter jahrelang in einem Haus im Sauerland versteckt haben soll, kurzfristig aufgehoben. Als Grund nennt das Landgericht die Wetterlage. Der Prozess wird am Donnerstag fortgesetzt. Außerdem meldet die Stadt Dortmund, dass der Zoo heute geschlossen bleibt. Als Grund wird die Unwetterwarnung, die gegolten hat, genannt. Auch die Schulen bleiben, wie berichtet, heute landesweit geschlossen.

Ein Fahrzeug fährt in der Nacht bei Regen über die Bundesautobahn A59, Fahrspuren auf der Fahrbahn sind sichtbar.

Bildungsministerin Feller wehrt sich gegen Kritik an Schulschließungen in NRW

NRW-Bildungsministerin Dorothee Feller (CDU) wehrt sich derweil gegen Kritik an den Schulschließungen. Im Vordergrund stehe die Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg und, „dass wir die Entscheidung frühzeitig treffen, damit Schulen, aber auch vor allen Eltern und Kinder sich darauf einstellen können“, sagte Feller gegenüber dem Sender WDR2. Kritisiert wird das frühzeitige Festlegen auf eine Schließung. FDP-Landeschef Henning Höne etwa ging das zu schnell. „Was ist mit milderen Mitteln? Ausfall der ersten Stunde?“, fragt er auf X.

Da das Wetter dynamisch sei und eine Warnung galt, habe man irgendwann ein Definitivum gebraucht, sagt Feller „Und deswegen haben wir uns für diesen Schritt entschieden“, erläuterte sie gegenüber WDR2. „Es ist uns bewusst, dass das für jeden eine neue Herausforderung ist, aber wir haben uns letztendlich für die Sicherheit der Kinder und der Schülerinnen und Schüler entschieden, wie im Übrigen ja auch andere Bundesländer“, sagt sie abschließend.

Update vom 12. Januar, 8.03 Uhr: Mittlerweile wurde die Warnung vor Glatteis in einigen Teilen von NRW zurückgenommen. Im Westen des Bundeslandes, unter anderem in Aachen und Düsseldorf, warnt der DWD nun nicht mehr vor Glätte.

Der Deutsche Wetterdienst warnt für Montag in NRW vor Gefahr „für Leib und Leben“ durch gefrierenden Regen.

Update vom 12. Januar, 7.03 Uhr: Die Warnung vor Glatteis hält auch am Montagmorgen an. Vielerorts besteht die Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes bis 10 Uhr. In einigen östlichen Teilen von NRW, etwa im Hochsauerlandkreis und im Kreis Höxter, wird hingegen bis 13 Uhr vor Glätte durch Glatteis gewarnt.

Im Laufe des Vormittags prognostizieren die Wetter-Experten dann aber eine Milderung der Glatteislage. Bei Höchsttemperaturen von 7 Grad kann es in NRW immer wieder nass werden. Auch schwachen bis mäßigen Wind sagt der Wetterdienst vorher.

Regen über NRW sorgt für Glatteisgefahr

Update von 20.16 Uhr: Zwischen 0 und –3 Grad sollen es in der Nacht zu Montag im Westen NRWs werden, im Osten bis zu –8 Grad. Das teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Abend mit. Im Verlaufe der Nacht werde es dann milder und regnerischer, was zu der hohen Glatteisgefahr führe. Es werden zudem vereinzelt Sturmböen mit 55 bis 70 km/h erwartet, in der Eifel bis zu 80 km/h. Im Verlauf des Tages lasse der Wind nach.

Update von 18.47 Uhr: Die Winter- und Rettungsdienste in NRW rüsten sich für das angekündigte Glatteis. So bereiten sich etwa die Abfallwirtschaftsbetriebe Köln auf „einen außergewöhnlichen Morgen“ vor, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Die Betriebe sind in Köln für den Winterdienst zuständig. Sie wollen demnach schon die ganze Nacht über streuen, um zu verhindern, dass sich überhaupt erst Glatteis bilde.

Gefahr „für Leib und Leben“: Deutscher Wetterdienst erhöht Warnstufe drastisch

Ganz verhindern lasse sich dieses aber eher nicht: „Eisregen ist eine klimatische Herausforderung für alle. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, besonders umsichtig zu sein“, sagte ein Sprecher demnach. Und auch die Rettungsdienste bereiten sich vor. Es gebe etwa im Kreis Lippe mehr Personal, um bei Unfällen schneller reagieren zu können. Das Ende der Warnung wurde vom Wetterdienst auf 10 Uhr vorgezogen.

Update von 17.04 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat die Warnstufe für Montag deutlich erhöht. Es bestehe „Gefahr für Leib und Leben“ durch den plötzlich gefrierenden Regen. Aufenthalte im Freien und besonders Fahrten sollen vermieden werden, heißt es. Zudem sollten sich Verkehrsteilnehmer auf Behinderungen im Straßenverkehr bis hin zu Sperrungen einstellen. Der DWD rät außerdem, möglichst vollzutanken und Decken und warme Getränke dabei zu haben. Die neue Warnung gilt nun bis 13 Uhr.

Kein Präsenzunterricht an Schulen in NRW: „Sicherheit oberste Priorität“

[Erstmeldung] Hamm – An Schulen in Nordrhein-Westfalen findet am Montag, 12. Januar, kein Präsenzunterricht statt. Das hat das Schulministerium am Sonntag entschieden. Grund ist die Warnung des Wetterdienstes vor flächendeckender Glätte.

Die Schulen sollen in den für solche Fälle vorgesehenen Distanzunterricht wechseln, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums. Es werde demnach aber eine Notbetreuung für Schülerinnen und Schüler angeboten, die trotz der Anordnung in die Schulen kämen.

Bei Schnee und Glätte überquert ein Mann mit einem Kind die Straße (Symbolbild): Das Schulministerium in NRW hat den Präsenzunterricht für Montag abgesagt.

„Die Gesundheit und Sicherheit unserer Schülerinnen und Schüler haben für uns oberste Priorität. Deshalb haben wir uns zu diesem Schritt entschieden“, erläuterte Schulministerin Dorothee Feller. Darum sei die Anordnung schon am frühen Sonntagnachmittag herausgegangen. Eltern, Schulen und Kinder sollten „frühzeitig“ informiert werden.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte am Sonntagmorgen bereits vor flächendeckender Glätte in NRW und anderen Bundesländern gewarnt. Demnach ziehe in der Nacht zu Montag Niederschlag auf, der von anfänglichem Schnee in Regen übergehe und auf den eiskalten Böden gefriere. „Es ist mit erheblichen Beeinträchtigungen auf allen Verkehrswegen zu rechnen“, heißt es in der Warnung.

Wetterdienst kann die Lage erst später genau einschätzen

Bislang gilt diese bis um 10 Uhr am Montagmorgen. Eine genauere Einschätzung kann laut den Meteorologen erst am späten Sonntag erfolgen. Im Laufe des Tages solle sich die Lage durch milderes Wetter aber entspannen.

Die Schulen durften die Entscheidung über Präsenz- oder Distanzunterricht nicht selbst treffen. Das erklärte Stadtsprecher Detlef Burrichter im Gespräch mit wa.de früher am Sonntag.

Rubriklistenbild: © Christoph Reichwein/dpa

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