ÖPNV
Streik bei Bussen und Bahnen: Was das für Abiturienten in NRW bedeutet
Die Abiturprüfungen in NRW beginnen. Dann könnte es auch zu unbefristeten Streiks bei Bussen und Bahnen kommen. Das hätte Konsequenzen für Schüler.
Hamm - Für Schüler in ganz NRW ist es wieder so weit: Am 16. April stehen die Abiturprüfungen an. Auf dem Weg zu den Klausuren könnte es aber ein unerwartetes Hindernis geben. Denn zeitgleich laufen an verschiedenen Orten Streiks bei Bussen und Bahnen. Mittlerweile ist bekannt, in welchen Städten zum Start der Abiturprüfungen am 16. April im ÖPNV gestreikt wird.
Auch danach wird es wahrscheinlich immer wieder zu Ausfällen im Nahverkehr in NRW kommen. Für viele Schüler würde sich dann die Frage stellen, wie sie an den Prüfungstagen zur Schule kommen.
Schüler auf sich gestellt: Streik fällt mit Abi-Prüfungen zusammen
Die Urabstimmungen der Gewerkschaft Verdi sind vorbei, das Ergebnis steht fest: Es wird gestreikt. Bereits am Montag, dem 15. April, fiel der öffentliche Verkehr zu großen Teilen aus. Auch am 16. April werden einige Verkehrsunternehmen, ihre Busse und Straßenbahnen stehen lassen. So etwa die MVG. Zumindest in Lüdenscheid gibt es dann für Schüler die privaten Anbieter als Alternative. Voraussichtlich wird nicht zu einem unbefristeten Streik aller Verkehrsunternehmen geben. Stattdessen soll immer wieder in ausgewählten Betriebshöfen die Arbeit niedergelegt werden.
Abiturprüfungen und Streik in NRW: Die Verantwortung liegt bei den Schülern
Die Bezirksregierung Arnsberg erkennt die schwierige Lage der Schüler an: „Ein Streik im öffentlichen Personen-Nahverkehr wäre in dieser Situation eine zusätzliche Herausforderung.“ Doch zentrale Maßnahmen, um den Schülern die Anreise im Streikfall zu erleichtern, soll es auch aus Arnsberg nicht geben: „Jedoch gilt auch während des Abiturs, dass bei im Vorfeld angekündigten Ereignissen, wie einem Streik des öffentlichen Nahverkehrs, auch weiterhin die Verpflichtung zur Teilnahme am Unterricht besteht.“
Es sei somit Aufgabe der Eltern beziehungsweise der Schüler selbst, die Anreise zur Prüfung auch ohne den öffentlichen Verkehr zu gewährleisten. Zwar könnte im Einzelfall diskutiert werden, ob und wie eine versäumte Prüfung gewertet werden soll. Grundsätzlich aber liege die Verantwortung bei den Schülern. Die Abiturienten sind also bei dieser zusätzlichen Herausforderung also auf sich alleine gestellt zu sein.
Schüler durch Streiks bereits stark belastet - es könnte aber schlimmer werden
Schon in diesem Monat mussten sich Schüler und andere, die auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind, mit Streiks von Bus und Bahn irgendwie abfinden. Zuletzt streikten die Bahnbeschäftigten, aufgerufen von der GDL, am 12. März. Davor rief Verdi am 1. März, unterstützt von Fridays for Future, zum Streik im ÖPNV auf.
Schon jetzt machen sich die Auswirkungen bei Schülern bemerkbar, zum Beispiel gibt es immer mehr Elterntaxis. Im April droht aber eine andere Größenordnung. Im März handelte es sich aber nur um Warnstreiks im Gegensatz zum Streik, der jetzt ansteht. Wie sich die Verhandlungen zwischen Verdi und den Arbeitgebern (KAV) entwickeln wird, ist bislang unklar.
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