Natürliche Nachhilfe
Erdbeeren lassen sich mit einem Stück Banane besonders einfach über Ableger vermehren
Nach der Ernte ist eine gute Zeit, um Erdbeeren zu vermehren. Besonders einfach gelingt dies mit Ablegern und dem Ende einer Banane als Nährstoffbooster.
Wenn eine Erdbeerpflanze besonders schmackhaft Früchte hervorgebracht hat, ist es sinnvoll – und auch ganz einfach –, sie mit einem biologischen Klon zu vermehren. Spätestens im Sommer haben viele kräftige Erdbeerpflanzen Ableger gebildet, die über lange Triebe auf der Suche nach Erde zum Verwurzeln sind. Diese kann man normalerweise neben der Mutterpflanze in einen Topf setzen, in Erde festdrücken und wässern. Nach ein paar Wochen hat man eine neu bewurzelte Erdbeerpflanze. Wer aber keinen ganz grünen Daumen hat und das Gießen gerne mal vergisst, kann mit einem Stück Banane auf Nummer sicher gehen und die Bewurzelungszeit verkürzen.
Anleitung für das Bananen-Pflanztöpfchen
Bananenschalen sind als Hausmittel-Dünger schon lange bekannt und beliebt. Doch nicht nur die Schale ist sehr nährstoffreich, im Fruchtfleisch stecken zahlreiche Mineralstoffe – vor allem Kalium ist sehr wurzelfördernd. Außerdem bietet das feuchte Substrat dem Sprössling grundsätzlich die ideale Grundlage, um zu keimen.
Um einen Erdbeer-Ableger in der Banane zu bewurzeln, geht man folgendermaßen vor:
- Das untere Drittel einer Banane abschneiden und einen Anzucht-Quelltopf in Wasser legen.
- Das aufgegangene Quelltöpfchen an seiner Seite öffnen und das Bananenende vollständig hineinstecken.
- Mit einem Messer etwas von dem Fruchtfleisch aufkratzen und den noch an der Pflanze hängenden Erdbeerausläufer hineindrücken, den weiterführenden Bodentrieb entfernen.
- Die Öffnung mit ein paar Zahnstochern zusammenstecken, sodass der Ausläufer nicht herausfallen kann.
- Das Quelltöpfchen in die Nähe der Mutterpflanze in die Erde setzen und in den nächsten Tagen ab und an wässern. Nach etwa 15 Tagen kann man den Trieb zur Mutterpflanze kappen und hat einen bewurzelten Ableger, den man nun an beliebiger Stelle einpflanzen kann.
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Diese Methode funktioniert auch mit anderen Pflanzen, wie beispielsweise einem Rosensteckling (hier geht auch eine Kartoffel) oder Zimmerpflanzen wie einem Grünlilien-Kindel.
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