Nicht wegwerfen

Zehn Küchenabfälle, die Ihre Pflanzen als natürlichen Dünger lieben werden

Person hält Glas Milch im Vordergrund, im HIntergrund Kuh.
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Die Milch machts: Sie enthält viel Kalzium, Eiweiß und Phosphor, von denen zum Beispiel Rosen, Geranien und Tomaten profitieren – Pflanzen, die einen sauren pH-Wert bevorzugen, wie Azaleen, mögen sie nicht. Auf einen Teil Milch kommen acht Teile Wasser. Frische Milch ist besser geeignet als H-Milch, da sie mehr Mikroorganismen enthält.
Eine Rosenpflanze mit mehreren roten Kospen und eine kleine Gartenschaufel mit getrocknetem Kaffeesatz
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Kaffeesatz enthält Stickstoff, Kalium und Phosphor. Das ist unter anderem gut für die Blütenbildung. Den getrockneten Satz kann man direkt in den Boden rund um Pflanzen wie Rosen einarbeiten. Da er den Boden leicht ansäuert, ist er auch für Hortensien oder Rhododendron gut geeignet.
Zerkleinerte Eierschalen auf Hand
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Eierschalen enthalten viel Calcium und ist daher ideal für kalkliebende Pflanzen wie Bohnen, Tomaten oder Möhren. Je mehr die Schalen zerkleinert werden, desto besser werden sie in der Erde zersetzt.
aufgetürmte Bananenschalen
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Da andere Bananenschalen stark gespritzt werden, sollte man nur Bio-Ware als kaliumreichen Dünger verwenden: Schalen klein schneiden, trocknen lassen und in Wurzelbereich von Rosen oder Stauden einarbeiten.
Brauner Sud aus Zwiebelschalen
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Zwei bis drei Handvoll Zwiebelschalen mit ein bis zwei Litern heißem Wasser übergießen, 30 Minuten ziehen lassen. Der abgekühlte Sud ist ein guter Flüssigdünger.
Seniorin hält Rhabarberblätter.
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Rhabarberblätter nicht wegwerfen! Daraus kann man eine kaliumreiche Jauche herstellen, die den Wasserhaushalt der Pflanzen reguliert und ihre Winterhärte erhöht.
Schwarzer Tee enthält wichtige Nährstoffe, Gerbstoffe und ätherische Öle
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Schwarzer und Grüner Tee sowie Kräutertees enthalten wichtige Nährstoffe, Gerbstoffe und ätherische Öle. Schwarzer Tee ist ideal für Pflanzen, die es eher sauer mögen, wie Orchideen oder Azaleen.
Geschälte Kartoffeln kochen in Topf.
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Gemüsewasser wie das von Kartoffeln ist mineralstoffreich und als Düngerergänzung geeignet. Allerdings nur ungesalzen, sonst schadet es den Pflanzen!
Mehrere frische Hefewürfel in Schüssel
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Ob frische Hefe oder Trockenhefe spielt keine Rolle: Ihre Hauptwirkung besteht darin, dass die Mikroorganismen im Boden die Nährstoffe in der Erde schneller aufschließen und diese den Pflanzen zur Verfügung stehen. Zuvor wird die Hefe aber in Wasser aufgelöst.
Glas Bier vor Bäumen
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Bier enthält viele Mineralstoffe, wachstumsfördernde Kohlenhydrate und Hefe, die die Mikroorganismen im Boden aktiviert. Aber man sollte es mit dem Düngen nicht übertreiben: Alkohol ist auch für Pflanzen ein Zellgift.
  • Ines Alms
    VonInes Alms
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Teure Dünger aus dem Fachhandel sind oft gar nicht nötig – die besten Nährstofflieferanten liegen in Ihrer Küche. Diese Reste sollten Sie ab sofort nicht mehr in den Biomüll werfen.

Wer Küchenabfälle auf die Schnelle zu einem Dünger verarbeitet, sollte keine Wunder erwarten – im Gegensatz zu einem lange abgesetzten Kompost, in dem schon zahlreiche Kleinlebewesen und Mikroorganismen am Werk waren, sind die Hausmittel nur Zwischenlösungen beziehungsweise zusätzliche Düngergaben.

Aber dennoch freuen sich viele Pflanzen über einen zusätzlichen Nährstoffschub, und es ist ein gutes Gefühl, den Lebensmittelresten noch eine sinnvollen Weiterverwertung zukommen zu lassen. Und das ganz ohne Chemie, denn zumindest, wenn man Bio-Produkte wählt oder manches Gemüse aus dem eigenen Garten gewinnt, ist alles ganz natürlich.

Häufige Fragen zum Thema

Sind Hausmittel-Dünger genauso wirksam wie Kompost? Hausmittel-Dünger aus Küchenabfällen sind eine sinnvolle Ergänzung, ersetzen jedoch keinen ausgereiften Kompost. Im Kompost haben Mikroorganismen und Kleinlebewesen die Nährstoffe über Monate aufgeschlossen, was eine deutlich höhere Düngewirkung ergibt. Küchenreste eignen sich daher vor allem als zusätzliche Nährstoffgabe zwischen den regulären Düngungen.

Rubriklistenbild: © Zoonar/Imago

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