Vegetarisch und köstlich
Im Winter zu kalt zum Grillen? So gelingt auch in Pfanne oder Backofen ein leckeres Grillaroma
Gegrillt wird nur im Sommer? Von wegen! Auch mit einer Grillpfanne oder dem Ofen lassen sich leckere Ergebnisse erzielen. Diese Gemüsesorten eignen sich besonders gut.
In den langen Wintermonaten wächst die Sehnsucht nach lauen Sommerabenden, an denen wir unter freiem Himmel mit Freunden grillen können. Die gute Nachricht ist: Leckeres Grillgemüse kann ganz saisonunabhängig zubereitet werden. Denn auch im Ofen oder in der Pfanne lassen sich Paprika, Zucchini und Co. wunderbar grillen. Laden Sie einfach Freunde zu einem geselligen Grill-Abend zuhause ein – damit schlagen Sie dem Winterblues garantiert ein Schnippchen. Keine Sorge: Auch Fleischesser kommen dabei auf ihre Kosten.
Grillen ohne Grill: So einfach geht’s
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Gemüse ohne einen herkömmlichen Grill zu grillen. Eine praktische Alternative ist die Zubereitung in der Grillpfanne. Diese Pfannen haben gerillte Oberflächen, die charakteristische Grillmarkierungen auf dem Essen hinterlassen. Sie können ohne großen Aufwand auf dem Herd verwendet werden. Der Foodblog Trickytine.com empfiehlt, die Grillpfanne auf mittlere bis hohe Hitze vorzuheizen, bevor das Gemüse dazugegeben wird. Dadurch soll sich ein intensiveres Aroma und eine ausgeprägte Grillmarkierung ergeben. Außerdem wichtig: In der Pfanne sollte nur eine einzige Gemüseschicht sein. Ansonsten riskiert man, dass das Gemüse gedünstet statt gegrillt wird.
Auch der Backofen kann als Grillersatz verwendet werden. Stellen Sie den Ofen auf eine hohe Temperatur (zwischen 200 und 220 Grad) und legen Sie das Grillgut auf ein Backblech mit Backpapier. Um den Grilleffekt zu verstärken, können Sie auch eine Auflaufform mit Alufolie auslegen und das Grillgut darin platzieren. Wenden Sie das Gemüse regelmäßig, damit es gleichmäßig gart.
Leckerschmecker: Zwölf Gemüsesorten, die gegrillt besonders lecker werden
Wer sagt, dass Gemüse langweilig ist? Die Auswahl ist schließlich riesig. Während altbekannte Sorten wie Karotten und Paprika garantiert jedem schmecken, bringen Artischocken, Fenchel und Co. Abwechslung auf den Tisch.
Tipp:
Gemüse schmeckt noch besser, wenn es vor dem Grillen mariniert wird. Dazu eignen sich Öl, Kräuter und Gewürze. Für einen besonders leckeren Geschmack sorgen beispielsweise Rosmarin, Schnittlauch und Petersilie. Das schmeckt auch Fleischessern! Wer es exotischer mag, kann mit orientalischen Gewürzmischungen wie Ras el Hanout experimentieren.
1. Zucchini
Gegrillte Zucchini gilt als echte Sommerspeise. Das Kürbisgewächs schmeckt herrlich leicht und entfaltet beim Grillen eine zarte Süße sowie ein leicht nussiges Aroma. Bissen für Bissen holen Sie sich so ein Stück Sommer in die winterliche Küche.
2. Pilze
Was wäre ein Grillfest ohne leckere Pilz-Spieße? Nicht nur bei Vegetariern und Veganern sind knusprig braun gegrillte Champignons ein echter Hit. In der pflanzlichen Küche werden Pilze aufgrund ihrer bissfesten Konsistenz oft als Fleisch-Alternative verwendet. Besonders lecker schmecken sie, wenn sie vor dem Grillen mit einer würzigen Sauce mariniert werden. Die bekannte Food-Bloggerin Bianca Zapatka empfiehlt auf ihrer Website ein Rezept bestehend aus Tamari-Sauce, Knoblauch, Paprikapulver, Pfeffer, Thymian, Petersilie und Öl. Die Pilze sollten davor nicht gewaschen werden, da sie ansonsten zu wässrig schmecken. Besser ist es, sie mit einem Pinsel oder Küchentuch zu säubern. Auf diese Weise nehmen die Pilze ausschließlich das Aroma der Marinade an.
3. Kürbis
Kürbis ist immer eine gute Idee – nicht nur im Herbst, wenn Hochsaison herrscht. Die süß-aromatische Gemüsesorte eignet sich perfekt zum Grillen. Wie Kartoffeln wird der von Natur aus sehr harte Kürbis am besten in Scheiben, Spalten oder Würfel geschnitten, bevor er im Ofen oder in der Pfanne landet. Größere Stücke sollten kurz in heißem Salzwasser vorblanchiert werden. Besonders gut eignen sich Sorten wie Hokkaido und Butternuss.
4. Paprika
Der Klassiker des Grillgemüses: Paprika wandert auch bei Fleischessern regelmäßig auf den Rost. Aus gutem Grund: Der Grillvorgang verleiht den Schoten ein süßliches Röstaroma. Besonders lecker sind rote Paprika, die im Vergleich zu ihren gelben und grünen Artgenossen weniger herb schmecken. Außerdem sind die roten Schoten echte Vitaminbomben. Zum Vergleich: In 100 Gramm grüne Paprika stecken 140 Milligramm Vitamin C. In 100 Gramm roter Paprika sind dagegen 400 Milligramm des Vitamins enthalten – ein klares Argument für die farbenfrohe Variante.
5. Fenchel
Das Knollengemüse haben die wenigsten auf dem Schirm, wenn es ans Grillen geht. Zu Unrecht! Fenchel hat einen süßlichen Geschmack, der an Anis erinnert, und ist besonders in der Mittelmeerküche beliebt. Bei der Zubereitung wird das Gemüse in ca. zwei Zentimeter dicke Scheiben geschnitten. Der harte Strunk wird üblicherweise nicht mitgegessen, sollte aber dranbleiben, damit der Fenchel nicht auseinanderfällt. Eine Marinade, bestehend aus Olivenöl, Salz und Pfeffer, macht die grün-weiße Knolle noch aromatischer.
6. Kartoffeln
Kartoffeln gelten als klassische Beilage, dabei sind sie selbst ein echter Star und müssen sich vor keinem Hauptgericht verstecken. In Scheiben, Spalten oder Würfel geschnitten, können sie hervorragend gegrillt werden. Wer die Kartoffeln als ganze Knolle grillen will, sollte sie davor ca. zehn Minuten vorgaren. Die Kartoffeln sind fertig, wenn sie auf jeder Seite eine schöne goldbraune Farbe haben.
7. Auberginen
Gegrillte Auberginen sind ein weiterer Klassiker, der auf dieser Liste nicht fehlen darf. Die Nachtschattengewächse schmecken gegrillt besonders lecker, da sie Aromen gut aufnehmen können. Der Grillfachhandel Grillfürst empfiehlt, Auberginen vor dem Grillen stets zu marinieren bzw. zu salzen. Ohne Öl werden die mediterranen Eierfrüchte nämlich schnell trocken und ledrig. Das Salz wiederum macht Auberginen weniger bitter und sorgt dafür, dass ihr Fruchtfleisch eine festere Konsistenz bekommt.
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8. Avocado
Wie bitte, Avocados kann man grillen? Auf den ersten Blick mag es seltsam klingen, die grüne Frucht neben Paprika und Zucchini in die Grillpfanne zu legen. Tatsächlich machen sich Avocados auch warm hervorragend. Das Tolle daran ist, dass die Zubereitung kinderleicht ist. Halbieren Sie die Frucht und entfernen Sie den Kern. Nun wird die Avocado mit etwas Olivenöl bestrichen und mit der Fruchtfleisch-Seite in die Pfanne gelegt. Fünf Minuten bei mittlerer Hitze reichen üblicherweise aus – fertig ist Ihre cremige Grill-Avocado!
9. Artischocken
Auch Artischocken kommen eher selten auf den (Grill-)Teller. Dabei bringen sie jede Menge Abwechslung in die Küche. Entfernen Sie zunächst die äußeren Blätter, die ungenießbar sind. Kochen Sie das Gemüse anschließend 15 Minuten in Salzwasser. Nun können Sie die Artischocken halbieren und mit Olivenöl, etwas Zitronensaft sowie Salz und Pfeffer würzen. Geben Sie die Hälften in eine ofenfeste Form und grillen Sie sie bei 220 Grad im Ofen. Zwei bis drei Minuten pro Seite reichen üblicherweise aus.
10. Rote Beete
Winter ist Rote-Beete-Zeit! Die Rübe mit der wunderschönen tiefroten Färbung ist ein echtes Superfood. In ihr stecken wichtige Nährstoffe wie Vitamin C, Eisen, Kalzium, Kalium und Folsäure. Außerdem enthält sie jede Menge Antioxidantien, die freie Radikale im Körper bekämpfen. Sportlern wird oft empfohlen, Rote-Beete-Saft zu trinken, um ihre Leistungsfähigkeit zu fördern. Noch viel leckerer schmeckt das Gemüse gegrillt. Dank Kräutern wie Thymian und Rosmarin kann die Rübe ihr volles Aroma entfalten. Tipp: Ziehen Sie bei der Zubereitung am besten Einmalhandschuhe an. Rote Beete macht gerne knallrote Flecken, die ganz schön lästig sein können.
11. Süßkartoffeln
Süß, süßer, Süßkartoffeln! Das orange Gemüse ist streng genommen gar keine Kartoffel, sondern ein sogenanntes Windengewächs. Im Gegensatz zu Kartoffeln, die Nachtschattengewächse sind, reagieren Süßkartoffeln empfindlich auf Kälte und bevorzugen ein wärmeres Tropenklima. Geschmacklich erinnern sie neben Kartoffeln außerdem an Karotten und Kürbis. Insgesamt sind sie – wie der Name schon sagt – deutlich süßer als die gewöhnliche Kartoffelknolle. Gegrillt stellt das auch Batate genannte Gemüse ein aromatisches Geschmackserlebnis dar.
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12. Karotten
Die heimische Möhre braucht sich vor exotischeren Gemüsesorten nicht verstecken und ist für all diejenigen einen gute Wahl, die saisonal und regional kochen wollen. Am besten greifen Sie beim Einkauf zu kleinen bis mittleren Exemplaren, die ungefähr gleich groß sind. Sehr große Karotten sollten Sie vorblanchieren, damit sich die Grillzeit verkürzt. Sie können die Möhren vor dem Grillen auch der Länge nach halbieren. Eine Marinade aus Öl, Honig, Orangensaft und italienischen Kräutern sorgt für eine würzig-süßliche Note.
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