Vitamine

Rote, gelbe oder grüne Schoten: Welche Paprika sind am gesündesten?

In jedem Reifestadium enthält Paprika andere Nährstoffe und Vitamine. Aber sind einige Farben dadurch gesünder für den Menschen als andere?

Paprikasorten gibt es in verschiedenen Farben, Arten und Geschmacksrichtungen. Am beliebtesten ist wohl die rote Paprika, da diese am süßesten schmeckt und gerne auch einmal als Rohkost-Happen verputzt wird. Aber ist die rote Variante auch die gesündeste für den Körper? Jede Paprikaschote hat verschiedene Nährstoffe, die für den Körper gesund sind. So profitiert der Organismus von roten, orangen, gelben und grünen Paprika auf unterschiedliche Weise.

Fun-Fact: Eigentlich sind Paprikas Fruchtgemüse

Zwar spricht man im Volksmund in Bezug auf Paprika von Gemüse. Ähnlich wie Tomaten, Gurken und Zucchini gehören Paprika aber botanisch betrachtet zu den Obstsorten, weil die Schote aus einer befruchteten Blüte entsteht. Man nennt sie deshalb Fruchtgemüse. Als Gemüse bezeichnet man wiederum alle essbaren Teile einer Pflanze, die keine Frucht sind.

Was das Fruchtgemüse für den Körper tut: Darum ist Paprika so gesund

Paprika gehört zur Familie der Nachtschattengewächse und hat einen hohen Anteil an Vitamin A, B und C sowie Mineralstoffen – wie Magnesium, Zink, Kalzium und Kalium. Gesund ist Paprika also immer – egal, ob als Rohkost, Paprika-Feta-Omelett oder gefüllte Paprika vom Grill.

Paprikaschoten haben je nach Farbe einen anderen Geschmack und Nährstoffe.

Das Fruchtgemüse, egal in welcher Farbe, liefert dem Körper wichtige Nährstoffe, stärkt das Immunsystem, dient als Fat-Burner, kann Diabetes vorbeugen, hat nur wenige Kalorien, aber viele Ballaststoffe, die gut für die Verdauung sind, und bietet mehr Vitamin C als eine Zitrone. Außerdem soll Paprika blutdrucksenkend wirken, Durchblutungsstörungen verbessern und sogar der Krebsbildung, Arthrose und Rheuma entgegenwirken können.

Über die Farbe der Paprika entscheidet der Reifegrad des Fruchtgemüses, denn im frühen Reifestadium sind die Schoten erst einmal alle grün. Danach liegt es an der Reifezeit der Paprika, ob diese grün bleibt, gelb oder orange oder sogar rot wird. Generell gilt: Je röter die Paprikaschote, desto mehr Vitamine und Nährstoffe sind darin enthalten und desto süßer schmeckt das Fruchtgemüse. Heißt: Die roten Schoten sind am gesündesten.

Rote Paprika: Die Vitamin C-Bombe schlechthin

Die rote Farbe der Paprika kommt von den darin enthaltenen Carotinoiden, die auch Karotten ihre orange Farbe verleihen. Carotinoiden sind in der roten Paprika am meisten enthalten und helfen dem Körper bei der Abwehr freier Sauerstoffradikale, die den Stoffwechselprozess stören und Zellveränderungen begünstigen.

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Auch Vitamin C ist mehr als genug in roter Paprika enthalten. Auf 100 Gramm Fruchtgemüse kommen laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. etwas mehr als 200 Milligramm Vitamin C. Damit gehört die rote Schote zu den Vitamin-C-reichsten Lebensmitteln und nur eine halbe Paprika deckt bereits den Tagesbedarf eines Erwachsenen ab. Vitamin C ist allerdings hitzeempfindlich, weshalb die rote Paprika am besten roh gegessen oder nur leicht erwärmt werden sollte.

Grüne Paprika: Besonders bei Eisenmangel gesund

Grüne Paprika ist entgegen der weitverbreiteten Annahme keine extra grün gezüchtete Sorte. Jede Paprikaschote, egal welche Sorte es ist, ist am Anfang der Reifung grün. Man kann sie auch dann schon vom Trieb nehmen und essen, muss sich aber auf einen etwas herberen, bitteren und noch nicht so ausgeprägt süßen Geschmack einstellen. Der Grund für die grüne Farbe am Anfang der Reifung ist der hohe Gehalt an Chlorophyll im Fruchtgemüse.

Auch in den grünen Schoten ist Vitamin C enthalten, wenn auch nicht so viel wie in der roten oder der gelben Paprika. Auf 100 Gramm Fruchtgemüse kommen hier nur etwa 140 Milligramm Vitamin C.

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Dafür ist grünes Fruchtgemüse bei Eisenmangel besonders gesund. Die Paprika hat mit einem Eisengehalt von 0,6 mg zwar nicht das meiste Eisen zu bieten, ist dafür aber ein praktisches Nahrungsmittel, weil sie zusätzlich Vitamin C enthält, was dem Körper dabei hilft, das Eisen aufzunehmen. Rote Paprika sind bei Eisenmangel allerdings ebenso wirksam und gesund.

Orange und gelbe Paprika: der Mittelweg

Paprika, die nicht mehr grün, aber auch noch nicht rot ist, hat meist eine gelbliche oder orange Farbe. In diesem Reifestadium ist sie noch nicht ganz so süß, schmeckt allerdings nicht mehr so herb wie die grüne und kann problemlos als schmackhafte Rohkost verzehrt werden. Vitamine und Mineralstoffe sowie Carotinoide sind auch hier bereits enthalten – mehr als in der grünen, allerdings noch nicht so viele wie in der roten Paprika. Ob Sie sich nun für grüne, gelbe, orange oder rote Paprika entscheiden – mit einem kleinen Trick klappt das Entkernen ganz leicht.

Rubriklistenbild: © David Chapman/Imago

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