Weststraße steht im Bundes-Vergleich schlecht da
HAMM - Die Weststraße bleibt weiter eine der am schlechtesten besuchten Einkaufsmeilen in Deutschland. Die Immobilienberatung Jones Lang LaSalle zählte bei ihrer jährlichen Untersuchung in Hamm zwar mehr Passanten als im Vorjahr, die Frequenz bleibt aber deutlich unter dem langjährigen Mittel.
Das Frankfurter Unternehmen misst jährlich die Passantenfrequenz in 170 deutschen Haupteinkaufsstraßen, und zwar gleichzeitig. Zähltag war in diesem Jahr der 27. April, ein Samstag. Die Jones-Lang-LaSalle-Mitarbeiter standen von 13 bis 14 Uhr an der Kreuzung von West- und Rödinghauser Straße, also an der leeren McDonald‘s-Filiale.
Sie zählten 1210 Passanten. Im vergangenen Jahr waren es noch 995 gewesen. Die Weststraße verbesserte sich damit bundesweit von Rang 164 auf 151. Innerhalb Nordrhein-Westfalens belegt die Straße den 45. von 47 Plätzen und machte damit einen Rang gut.
Der Durchschnittswert für die vergangenen zehn Jahre offenbart jedoch eine Abwärtsbewegung für die Weststraße: Seit 2004 waren dort durchschnittlich 2 055 Passanten gezählt worden, also 845 mehr als bei der aktuellen Erhebung.
Die Zählung sei eine Momentaufnahme, sagte Klaus Ernst vom Stadtmarketing. Der Vergleich mit anderen Städten sei immer schwierig. So hätten sich
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Keine neuen Fußwege für die Innenstadt
die Fußgängerströme in der Hammer Innenstadt in den vergangenen Jahren verändert. Eigene Untersuchungen zeigten, dass die City nach wie vor Kunden anziehe, beispielsweise über den Wochenmarkt. Grundsätzlich werde die Gesellschaft aber immer mobiler. Einkaufsausflüge in die Metropolen und das Online-Geschäft hinterließen dementsprechend ihre Spuren in der Hammer Einzelhandelslandschaft.
Kunden nähmen inzwischen längere Wege in Kauf, sagt Christian Korte, Handelsexperte bei der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund. Derzeit habe Dortmund die größte Strahlkraft in der Region; auch Münster sei bei Hammern beliebt. Einzelhändler und Stadtmarketing hätten in Hamm bereits einiges auf die Beine gestellt, um hier gegenzusteuern.
Die Innenstadt müsse mit Aktionen weiter auf sich aufmerksam machen, so Korte. Für die Hammer Händler könne intensive Beratung der Kunden ein Vorteil gegenüber Anbietern in den Metropolen sein. - jf