Keine neuen Fußwege für die Innenstadt

Blick auf den Martin-Luther-Platz.
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Blick auf den Martin-Luther-Platz.

HAMM - Der Verein zur Förderung des Martin-Luther-Viertels fordert neue Fußwegverbindungen in der Innenstadt. Während aus der Martin-Luther-Straße eine Fußgängerzone werden soll, plädiert der Verein nun auch für eine Neugestaltung der Kreuzung von Westhofenstraße und Südring.

Die Verwaltung sieht in beiden Fällen aktuell keinen Handlungsbedarf, zeigt sich im Rahmen des Innenstadtprozesses aber dennoch offen für Neugestaltungen. Auf den umfangreich begründeten Vorschlag, die Martin-Luther-Straße zur Fußgängerzone zu machen (wir berichteten), geht die Verwaltung in ihrer Antwort nur mit wenigen Sätzen ein. Die Anregung sei im Gesamtkontext der Innenstadtentwicklung zu betrachten und werde entsprechend geprüft; der Verein zur Förderung des Martin-Luther-Viertels soll dabei beteiligt werden.

Keinen Bedarf sieht die Verwaltung auch an der Kreuzung Sedanstraße/Südring/Westhofenstraße. Hier möchte der Lutherviertelverein eine Ampel installiert haben. Die Überquerung der Straße sei dort mühsam und gefährlich, heißt es in dem entsprechenden Antrag. Autos führen hier mit hoher Geschwindigkeit, besonders ältere Fußgänger und Familien mit kleinen Kindern hätten Probleme, hier auf die andere Straßenseite zu kommen. Durch das Bauprojekt „Museumsquartier“ werde sich die Zahl der Fußgänger in diesem Bereich in Zukunft deutlich erhöhen.

Laut Verwaltung reicht die bestehende Regelung heute aus. Die Polizei beurteile die Kreuzung als unauffällig, die Ampeln in der Umgebung seien zudem so geschaltet, dass bei Tempo 50 eine grüne Welle erreicht werden. Eine neue Ampel an der Kreuzung könne aber grundsätzlich aufgestellt werden, wenn dies erforderlich sei. Die zukünftigen Verkehrsströme seien schließlich nicht bekannt. Auch hier verweist die Verwaltung auf die Innenstadtplanung. Das gilt auch für den Vorschlag des Vereins, einen künstlerischen Brückenschlag zwischen dem Martin-Luther-Viertel und dem Museumsquartier in Form von historischen Elementen, wie etwa Gaslaternen, zu entwickeln. - jf

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