Leerstände in der City: SPD vermisst Ergebnisse
HAMM-MITTE - Die SPD beurteilt die Maßnahmen zur Behebung der Leerstände in der Hammer Innenstadt weiter negativ. Die Sozialdemokraten vermissen Ergebnisse.
„Leider haben sich unsere Befürchtungen bei der Beurteilung der Leerstandsituation in der Hammer Innenstadt in den letzten zwölf Monaten bestätigt. Viele Worte und wenig Taten sind gefolgt“, so der Sozialdemokrat Dr. Georg Scholz, Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr in
einer Mitteilung der Partei. Gut ein Jahr ist vergangen, so heißt es, nachdem der SPD-Antrag nach einem professionellen Citymanagement am Oberbürgermeister und den ihn tragenden Parteien gescheitert sei. Das Ziel der Sozialdemokraten sei eine Bündelung aller Kräfte aus Politik, Verwaltung, Eigentümern, Einzelhandel und Gastronomie gewesen, um die Attraktivität und Zentralität der Innenstadt zu erhöhen und damit langfristig zu beleben.
Situation der Leerstände auf hohem Niveau
Die Leerstand-Situation hat sich aus Scholz’ Sicht auf einem hohen Niveau eingependelt. Bestes Beispiel dafür sei die Weststraße. Zwar ist es gelungen, die Drogeriekette Rossmann und ein Spielwarengeschäft neu anzusiedeln, aber die Mayersche Buchhandlung kehrte der Stadt nach nur wenigen Jahren wieder den Rücken, sodass auf der Südseite der Straße auf wenigen Metern drei große Immobilien leer stehen.
„Nach wie vor wird diese 1a-Lage durch Handyläden und Billiganbieter meist als kurzfristige Zwischenlösung dominiert. Einige Immobilien wechseln halbjährig den Mieter“, erklärt Scholz. Im gleichen Zeitraum sei es dem Allee-Center durch einheitliches Management immer wieder gelungen, Leerstände rasch auszugleichen und die Attraktivität und Frequenz sogar auszubauen. Dagegen dauert der Leerstand in der ehemaligen McDonald-Immobilie – trotz aller anderen Versicherungen – bereits fast anderthalb Jahre.
SPD kritisiert wenig Bewegung beim Rahmenplan
Nachdem das Problem der Leerstände ein halbes Jahr geleugnet worden sei, habe die Verwaltung den Startschuss zur Fortschreibung des Rahmenplans Innenstadt gegeben. „Aber außer einer glanzvollen Auftaktveranstaltung und einer Reihe von Gesprächen zwischen Verwaltung und einzelnen Interessengruppen hat sich wenig bewegt“, betont Dennis Kocker, designierter OB-Spitzenkandidat der SPD.
Selbst die Zusage des Oberbürgermeisters, alle Interessierten in die Diskussion einzubinden, sei nicht umgesetzt worden. Der Oberbürgermeister wolle sich mit kritischen Stimmen nicht auseinandersetzen, so die Annahme der Partei. Gerade an dem Gespräch mit den Immobilienbesitzern hätten sich die Sozialdemokraten gerne beteiligt, teilten sie mit.