Ein Überblick
Vorfahrt für „B-tween“: Umbau des Westentors folgt kurz darauf 2022
Hamm – „B-tween“, Westentor, Fußgängerzone, Rödinghauser Straße: viele Baustellen, viele Fragen. Einige davon hatte zuletzt der Förderverein des Martin-Luther-Viertels aufgeworfen – in Sorge, es könnte zu einer Art „Baustellen-Anarchie“ in der Innenstadt kommen.
Davon sei die Stadt weit entfernt, versicherten im Gegenzug Barbara Conrad, Leiterin der Abteilung Stadterneuerung, Stadtplanerin Barbara Thüer und der Leiter der Verkehrsplanung, Carsten Gniot, beim Ortstermin am Westentor. Zwei Großbaustellen auf einmal werde es nicht geben.
Die erste davon werde das „B-tween“ sein, kurz darauf folge der Umbau des Westentors, machte Conrad deutlich. Das habe nichts mit einem Prioritätenwechsel zu tun, sondern mit sinnvollen Abläufen, ergänzte Gniot. „Wir haben am Westentor keine Notsituation, die dringendes Handeln erforderlich macht.“ Dass sich Abfolgen änderten, sei nichts Außergewöhnliches bei solchen Zusammenhängen.
Der Fahrplan
Beide Vorhaben würden in enger zeitlicher Abfolge realisiert, sagte Conrad. Die Stadt werde in der zweiten Jahreshälfte 2020 in das Wettbewerbsverfahren für den Umbau des Westentors einsteigen, während sich das „B-tween“ im Bau befinde. „Der Umbau des Westentors wird voraussichtlich Anfang 2022 beginnen“, so Conrad. Dann sei das „B-tween“ laut Investor fertiggestellt. Planungsmittel für das Westentor sind laut Verwaltung bereits bewilligt, sie verfallen auch nicht.
Die Verkehrsführung
Die Stadtplanerin machte deutlich, die Stadt wolle die Zugänglichkeiten für Anlieger und Besucher der Innenstadt während der Baumaßnahmen so gut wie möglich erhalten. Die Möglichkeiten dafür sollen mit Stadt, Stadtwerken, Polizei, Anliegern und im Falle des „B-tween“ mit dem Investor besprochen werden. Momentan sei es noch zu früh, fertige Verkehrskonzepte gebe es weder für das „B-tween“ noch für das Westentor. „Sie werden aber rechtzeitig vorliegen“, so Conrad.
Es komme auch bei Veranstaltungen zu Umleitungen von Buslinien, ergänzte Carsten Gniot. Das sei durchaus eingespielt. Mit dem Bau der neuen Bushaltespur am Stadtwerkehaus sei im Übrigen schon eine Voraussetzung für die Reduzierung auf zwei Bussteige am Westentor geschaffen worden.
Die Kunst
„Wir wollen am Westentor einen attraktiven Ort schaffen“, so Gniot. „Darin werden auch künstlerische Elemente einbezogen. Allerdings muss sich Kunst ins Gesamtkonzept und in die Funktionalität einfügen. Wir werden Überlegungen anstellen, wie sich Kunst hier verankern lässt.“
Der „rote Teppich“
Ob es einen farbigen Fahrbahnbelag über den Westring gibt, der die Bahnhofstraße und das Westentor optisch verbindet, sei zu prüfen, sagte Gniot. Der Fahrbahnbelag sei durch den abbiegenden Busverkehr stark beansprucht. „Es hat wenig Sinn, die Oberfläche alle drei Jahre zu erneuern.“
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Die Rödinghauser Straße
Abschließende Planungen, wie genau die Anbindung der Weststraße an das „B-tween“ und weiter zum Allee-Center aussehen werd, gebe es noch nicht, so Barbara Conrad. Im Gespräch war zwischen Passage und Weststraße einmal eine Art Platz-Situation, doch die Realisierung hängt entscheidend von den Eigentumsverhältnissen in diesem Bereich ab.
Die Weststraße
Die „Gestaltungsoffensive Weststraße“ geht voran: Ein Bewilligungsbescheid in Höhe von 400 000 Euro liegt vor. Der Eigenanteil der Stadt liegt bei 100 000 Euro. Die Ausschreibung für die neue Möblierung und Beleuchtung werde noch in diesem Jahr erfolgen, so Conrad. Der erste Abschnitt führt von der „Persiluhr“ bis zur Nordstraße, der zweite dann weiter in Richtung Pauluskirche.