Modekette sollte Ankermieter in Ritterpassage werden
Peacock meldet Insolvenz an - Welche Rolle spielte Hammer Filiale?
Hamm-Mitte/Münster – Die Peacock Moden GmbH mit Sitz in Borken hat einen Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Peacock hat auch einen Bezug zu Hamm.
Bis Dezember 2018 betrieb das inhabergeführte Unternehmen auch eine Filiale in der Ritterpassage in Hamm. Eigentlich sollte Peacock Ankermieterfunktion in der Passage übernehmen. Aus dem über zehn Jahre abgeschlossenen Vertrag wurden nur knapp vier.
Ob der Rückzug angesichts einer drohenden Insolvenz damals gewissermaßen präventiv erfolgte, war bislang nicht zu klären. Von Seiten der Fokus Development, die die Passage zum „B-tween“ umbaut, hieß es im Dezember: „Peacock verlässt die Passage auf eigenen Wunsch.“ Für Peacock waren zum Einzug 2015 im östlichen Flügel zwei Ladenflächen zusammengelegt worden.
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Liquiditätsengpässe wegen drohender Zahlungsausfälle
Das Amtsgericht Münster hat das vorläufige Insolvenzverfahren angeordnet und mit Stefan Meyer von der Pluta-Rechtsanwalts GmbH einen vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Es handelt sich um ein klassisches Insolvenzverfahren und nicht um ein Verfahren in Eigenverwaltung.
Grund seien Liquiditätsengpässe aufgrund drohender Zahlungsausfälle von Geschäftspartnern, hieß es von Seiten des vorläufigen Insolvenzverwalters. Das Unternehmen mit Sitz in Borken betreibt 14 eigene Standorte und acht von Franchisenehmern geführte Geschäfte. Ob auf Dauer alle Standorte erhalten blieben, stehe noch nicht fest.
Der Geschäftsbetrieb bleibe vollumfänglich aufrechterhalten. Ziel sei es, Peacock als Modeanbieter am Markt zu halten. Die Gesellschaft beschäftige derzeit 111 Arbeitnehmer. Die Gehälter der Mitarbeiter seien über das Insolvenzgeld gesichert.