Schauspielerin protestiert gegen Terraristika
HAMM - Die deutsche Schauspielerin und Tierschutzaktivistin Jessica Ginkel will zum Auftakt der Terraristika in den Zentralhallen am Samstag im Bodypaint-Look gegen die umstrittene Reptilienbörse protestieren.
Für ein neues Kampagnenmotiv der Tierrechtsorganisation Peta schlüpfte die 33-jährige Berlinerin (unter anderem bekannt aus RTL-
Produktionen wie „Der Lehrer“ und „Alarm für Cobra 11“) jüngst in die Rolle eines Reptils, das in einer kleinen Ausstellungsbox liegt - an ihrem Bein ein Preisschild. Aus Anlass der Terraristika soll Jessica Ginkel nun auf ähnliche Weise von Bodypainting-Weltmeister Udo Schurr in ein Chamäleon verwandelt werden.
Peta beklagt seit Jahren, dass Reptilien, Amphibien und Kleinsäuger in Deutschland "unter tierschutzwidrigen
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Bedingungen" auf allwöchentlichen Reptilienbörsen wie der Terraristika verkauft würden. Jessica Ginkel fordert gemeinsam mit der Organisation: „Reptilien und Amphibien gehören in die Freiheit, nicht auf Verkaufsbörsen“. Auf Reptilienbörsen könne jeder Besucher hochempfindlich Exoten kaufen – "ganz gleich, ob er sich mit ihren Bedürfnissen auskennt oder nicht“, so Jessica Ginkel. „Grelle Verkaufshallen oder das Terrarium im Wohnzimmer werden den Wildtieren niemals gerecht.“
In diesem Peta-Video erläutert Jessica Ginkel ihre Gründe:
Die Terraristika findet in Hamm viermal jährlich statt und ist nach eigenen Angaben die größte Reptilienbörse der Welt. Peta-Ermittler konnten bei Überprüfungen im Dezember 2010 und September 2012 nach eigenen Angaben nachweisen, dass ein Besuch der Messe auch für Menschen zur Gefahr werden kann: In den Zentralhallen wurden zwei im Zusammenhang mit exotischen Tieren stehende Salmonellenarten festgestellt. Peta fordert die Behörden in Hamm nun erneut auf, die Messe zum Wohl von Mensch und Tier zu verbieten. - WA
