Tierschützer: Salmonellen-Alarm bei Terraristika
HAMM - Die Dauerfehde der Tierschutzorganisation „Peta“ gegen die Ausrichtung der Terraristika in den Zentralhallen ist um eine Episode reicher. Diesmal geht es um Salmonellen-Vorwürfe.
Nachdem am Wochenende wieder tausende Besucher zu der weit über die deutschen Grenzen bekannte Reptilienbörse gekommen waren, schlug „Peta“ in einer Mitteilung Salmonellen-Alarm. Beim Kinderflohmarkt in den Zentralhallen sei einen Tag später die Salmonellen-Art „Subsecies II“, die sich Wissenschaftlern zufolge eindeutig auf Reptilien zurückführen ließe, per Fußboden-Proben nachgewiesen worden.
Klarer Fall für die Naturschützer: Sie fordern ein bundesweites Verbot von Reptilienbörsen. „Eine ausreichende und flächendeckende Desinfektion des kompletten Veranstaltungsortes ist nicht möglich. Vor allem Kinder, Immungeschwächte und ältere Menschen sind nach einer Ansteckung mit Salmonellen gefährdet“, heißt es zur Begründung. Schon in 2010 hätten sie zudem im Umfeld der Terraristika Salmonellen nachgewiesen.
Bei der Stadt Hamm sorgte die Peta-Initiative allerdings nur für Befremden. „Wir haben noch nie davon gehört, dass jemand einen Fußboden
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beprobt, um Salmonellen nachzuweisen“, sagte Stadtsprecher Christian Strasen nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt. Unklar sei zudem, wann die Naturschützer die Proben genommen hätten. Noch bevor die ersten Besucher zum Trödelmarkt kamen oder während dieser bereits lief? Eine Kausalität zur Terraristika könne – wenn überhaupt – nur im ersten Fall gesehen werden.
Ob und wie theoretisch eine Ansteckungsgefahr besteht, sei ohnehin extrem schwierig zu beantworten. Da die Tierschützer ihre Probe-Ergebnisse zudem nicht in Hamm oder beim Kreisveterinär vorgelegt hätten, sei eine seriöse Einschätzung des Sachverhalts kaum möglich. - fl