Mitte September ist Schluss
Aus für Restaurant "Hohoffs 800°" im Alten Fährhaus
[Update] Hamm - Die Gerüchte gab es schon seit längerer Zeit - jetzt haben sie sich bestätigt: Das Restaurant "Hohoffs 800°" im Alten Fährhaus an der Fährstraße schließt. Und das noch schneller als von manchen befürchtet.
Inmitten einer per Mail und Facebook verbreiteten, schwülstig formulierten Pressemeldung zu konzeptionellen Veränderungen
und Entwicklungen ist eine Passage zum Standort Hamm versteckt. Dort heißt es: "Das Alte Fährhaus 'macht die Schotten dicht'." Und dann deutlicher: "Unsere gastronomische Reise mit dem Fährmann endet nun Mitte September."
Wie "in der See- und Schifffahrt häufig zu beobachten" sei, habe man mit dem Hohoffs 800° "windige, turbulente, wunderschöne und emotionale Zeiten erlebt". Bis Mitte September wolle man den Geschäftsbetrieb noch aufrecht halten und die Gäste im Restaurant und im Biergarten bewirten.
Immer wieder hatte es in der jüngeren Vergangenheit Gerüchte über schwache Zahlen des Hammer Standorts gegeben; zuletzt deuteten nach WA-Informationen eindeutige Angebote für das Personal auf ein mögliches Schließungsszenario hin. Konkretisiert werden diese Informationen in der Mitteilung am Montagnachmittag nicht.
Inhaber Michael Hohoff begründet die Neuausrichtung der Geschäfte vielmehr wie folgt: "Ich erreiche in Kürze einen 'magischen'
Tag, meinen 50. Geburtstag. Andere werden in diesem Alter vielleicht träge, aber ich habe tierisch Lust, noch mal richtig Gas zu geben." Man wolle nun zurück zu den Wurzeln und sich wieder "verstärkt auf den Ursprung konzentrieren, das Handwerk – im Großen und im Kleinen.“ Das heißt im Kern: Der Standort Hagen wird aufgewertet, der Standort Dortmund steht nur noch für Event-Buchungen zur Verfügung, und der Standort Hamm wird komplett geschlossen.
Hohoff hatte das denkmalgeschützte Gebäudeensemble an der Fährstraße vor drei Jahren von der Besitzerin, der Klinik für Manuelle Therapie, gepachtet. Die Kündigung ging dort fristgerecht ein. Das Hammer Haus beschäftigt insgesamt 19 Mitarbeiter, davon etwa die Hälfte fest. Allen seien gesicherte Arbeitsplätze angeboten worden, betont Michael Hohoff.
Das Unternehmen dankt den "Hammer und Dortmunder Kunden für den großartigen Zuspruch". Verbliebene Gutscheine könnten an den verbleibenden Standorten in Waltrop und Hagen eingelöst werden.
