Neuer Gastro-Tempel für die Lippestadt
"Hohoffs 800°" im ehemaligen "Alten Fährhaus" eröffnet
Hamm - Der rote Teppich war ausgerollt, der Sekt kaltgestellt und nach den Begrüßungsdrinks schließlich auch der Grill angeworfen. Mit einem „Grand Opening“, einer „großen Eröffnung“, nahm das „Hohoffs 800°“ am Mittwochabend den Betrieb im „Alten Fährhaus“ auf.
Rund 250 Gäste waren der Einladung der Pächter Michael und Stefanie Hohoff gefolgt und verschafften sich einen ersten Eindruck von der neuen Gastronomie im Kurpark. Stammgäste der beiden Hohoff‘s-Standorte in Dortmund (Restaurant) und Waltrop (Café), Mitwirkende der Umbauarbeiten in Hamm und Gäste aus Politik und Verwaltung durften sich als erste vom neuen Konzept in dem historischen Gebäude überzeugen. Das Pächterpaar begrüßte die Gäste zwar persönlich an der Tür, überließ das Reden aber lieber seiner Sprecherin. Seit dem 1. November sei das Hohoffs-Team im Haus, sagte Ann-Kirstin Krakau. Und man habe sich gleich daran gemacht, dem Gebäude eine eigene Note zu geben.
Viel Wert auf ein neues Lichtkonzept gelegt
Optisch ist jetzt alles etwas dunkler als im bisherigen „Alten Fährhaus“. Man habe viel Wert auf ein neues Lichtkonzept gelegt, sagte Hohoffs-Betriebsleiterin Leonie Schumacher. Die Räume seien in gold-bronzenes Licht getaucht, wie es dem Hohoffs-Stil entspreche. Während das historische Fachwerkhaus weitgehend unangetastet blieb, ist das moderne Foyer allerdings auf rustikal getrimmt worden. Die Bar wurde mit Holz verkleidet, auf dem Boden sind Kuhfelle ausgelegt, an der Wand hängen Hirschgeweihe. Ein 20-köpfiges Team kümmert sich um die Gäste. Einige Mitarbeiter seien aus der vorherigen „Fährhaus“-Mannschaft übernommen worden, sagte Hohoffs-Sprecherin Krakau.
Neue Betriebsleitung und neuer Küchenchef
Neu ist neben Betriebsleiterin Schumacher der Küchenchef Nils Rieger. Dessen Künste ließen sich am Mittwoch nur erahnen: Um die schiere Masse der Eröffnungsgäste überhaupt bedienen zu können, gab es die Spezialität des Hauses nur häppchenweise. Immerhin bildeten die in Minipfannen servierten Steakstreifen – mal auf Trüffelrisotto, mal auf Spargelspitzen gebettet – die ganze Bandbreite gegrillten Rindfleisches ab, von blutig bis durchgebraten, vom Hüftsteak bis zum zarten Lendenstück. Der namensgebende 800-Grad-Grill ist in der Küche eingebaut. Ein spezieller Holzkohlegrill sorge zusätzlich für besonders rauchige Aromen, sagte Krakau. Mit den Steaks, die eher im oberen Preissegment angesiedelt sind, ziele man auf Kundschaft aus Hamm und der Region.
Der neue Standort eröffne Hohoffs nicht zuletzt die Möglichkeit, Kunden des bisherigen, oft ausgebuchten Restaurants in Dortmund eine Alternative anzubieten. Hohoffs war beim Fährhaus ins Spiel gekommen, weil die Klinik für Manuelle Therapie (KMT) als Eigentümerin ihr eigenes Restaurant dort nach nur gut einem Jahr geschlossen hatte. Kann das „Hohoffs 800°“ auch die Stammgäste des bisherigen „Alten Fährhauses“ ansprechen? „Ja“, sagt Sprecherin Krakau: „Wenn sie offen für Neues sind.“