Überraschende Wende an der Lippe

Hammer Seilbahn-Pläne vom Tisch - Wassersportzentrum nicht

So malte sich die Stadt Hamm noch im vergangenen Jahr die Zukunft in den Lippeauen aus.
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So malte sich die Stadt Hamm noch im vergangenen Jahr die Zukunft in den Lippeauen aus.

[UPDATE 17.22 Uhr] Hamm - Überraschende Volte an der Lippe. Die geplante Seilbahn zwischen Innenstadt und Lippeaue wird es nicht geben. Sie war das Aushängeschild des Lippeauenprogramms. Erste Entwürfe zeigten bereits Gondeln über der Lippe. Jetzt wurde sie aus den Antragsplänen gestrichen.

Die Stadt zieht nach WA-Informationen von sich aus die Pläne für das millionenschwere Prestigeobjekt im Rahmen des Erlebensraums Lippeaue zurück. Dies wurde am Dienstagmorgen beim Besuch von NRW-Umweltminister Johannes Remmel in Hamm bekannt. 

Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) informierte sich am Dienstagmorgen über den aktuellen Planungsstand.

Demnach hatte das Land NRW in einer ersten Einschätzung sowohl die Seilbahn als auch das geplante Wassersportzentrum (für die Hammer Kanuvereine) als nicht förderfähig eingestuft.  Während die Stadt das Wassersportzentrum weiterhin mit eigenen Mitteln umsetzen möchte, gibt es laut Stadt bei der bis zu 14 Millionen Euro teuren Seilbahn keine Hintertür.  "Aus Eigenmitteln ist das nicht zu stemmen", begründete Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann das überraschende Aus. 

So stellte sich die Stadt die Ein- und Ausstiege vor.

Der Minister hatte zuvor Fördermillionen für das Projekt Lippeauen in Aussicht gestellt (Bericht hier). Und die Pläne aus Hamm ausdrücklich gelobt. Zur Seilbahn blieben die Aussagen aber verhalten. Dennoch war die Seilbahn weiterhin zentrales Projekt im "Erlebensraum". Jetzt das endgültige Nein aus Düsseldorf. 

Die Seilbahn soll nun komplett aus dem Förderantrag gestrichen werden. 

Als Alternative ist nun ein Modell im Gespräch, das die Stadt deutlich günstiger erhält. Für den "Lippesprung" soll kurzfristig die Überquerung an der Münsterstraße ausgebaut werden, da sie für Radfahrer und Fußgänger breit genug ist. 

Mittelfristig würde dann der Anschluss an den Radschnellweg Ruhr (RS1) mit einer Lippebrücke zwischen Eisenbahnbrücke im Westen und Münsterstraße im Osten einen Teil der Erschließungsprobleme lösen. Hier hat die Stadt überhaupt keine Kosten. Dann müsste für den Anschluss an weitere überregionale Radwege (für die Förderung wichtig) nur noch die Münsterstraße unterquert werden. Die Planungen dazu laufen in der Stadtverwaltung bereits. 

Eine solche Variante einer Lippebrücke findet immer mehr Fürsprecher.

Wer noch einmal träumen möchte: Hier (in der Animation) sollte die Seilbahn in Hamm entlangschweben.

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