Noch keine Entscheidung über Seilbahn

NRW-Millionen für Hammer Lippeauen-Projekt

Der grafische Entwurf zeigt den Blick auf den 150.000 Quadratmeter großen Auenpark vom etwa 130 Meter nach hinten verlegten und verbreiterten Damm.
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Der grafische Entwurf zeigt den Blick auf den 150.000 Quadratmeter großen Auenpark vom etwa 130 Meter nach hinten verlegten und verbreiterten Damm.

Hamm - Die ersten Teile des Projektes „Erlebensraum Lippe“ sind zur Förderung mit Mitteln aus dem Sonderprogramm „Grüne Infrastruktur“ empfohlen worden – konkret geht es um eine Summe von rund 7,4 Millionen Euro.

Das gab NRW-Umweltminister Johannes Remmel am Montag in Düsseldorf bekannt. Hamms Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann und der städtische Umweltdezernent Jörg Mösgen zeigten sich hocherfreut über "die gute Nachricht aus der Landeshauptstadt".

„Wir wussten, dass wir uns mit einem hervorragenden Konzept um die Landesmittel bewerben – trotzdem bleibt natürlich eine Ungewissheit darüber, welche Einzelmaßnahmen tatsächlich gefördert werden", so Hunsteger-Petermann. So soll zum Beispiel auch der umstrittene mögliche Seilbahn-Bau erst im Zuge weiterer Gespräche Thema sein, wie die Pressestelle des Umweltministeriums auf WA-Nachfrage einräumte.

Die Stadt Hamm will sich um weitere Förderungen für das Gesamtprojekt „Erlebensraum Lippeaue“ bemühen, so dass das Gesamtfördervolumen auf über 40 Millionen Euro ansteigen könnte. Dazu gehören unter anderem Mittel zur Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinien, von denen voraussichtlich auch der Lauf der Lippe auf dem Hammer Stadtgebiet massiv profitieren wird. Zur Finanzierung beitragen sollen außerdem die „Aktion Mensch“ und das Bundes-Förderprogramm "Inklusionsinitiative II - AlleImBetrieb".

Die Life-Projekte I und II:

Die Stadt Hamm und der Lippeverband haben bereits im Zuge der Life-Projekte I und II eng zusammenarbeitet, um die Lippe mit ihren Auen zu renaturieren. Das Projekt „Erlebensraum Lippe“ schließt im östlichen Bereich der Stadt Hamm unmittelbar an die Life-Projekte an und wird auf einer Fläche von rund 195 Hektar von Heessen bis nach Bockum-Hövel führen. Mit dieser Maßnahme sollen besondere Schutzräume für Tiere und Pflanzen geschaffen werden, um die Artenvielfalt in den Lippeauen langfristig zu sichern.

Auf einer Strecke von rund sieben Kilometern sollen neue Fuß- und Radwege durch das Projektgebiet führen. Im Kernbereich zwischen Fährstraße und Münsterstraße ist ein rund 150.000 Quadratmeter großer „Auenpark“ mit attraktiven Freizeitangeboten für kleine und große Naturfreunde sowie ein Lippestrand mit naturnahen Liegeflächen geplant.

Nach Einschätzung der Hammer Landtagsabgeordneten Marc Herter (SPD) werden erste sichtbare Arbeiten auf dem Areal wohl innerhalb der kommenden zwölf Monate sichtbar sein. - WA

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