Spritzen, Räder und Laub im Nordring-Teich
HAMM - Müll so weit das Auge reicht: Den Schutz der dunklen Jahreszeit in den vergangenen Monaten haben einige Hammer genutzt, um den Teich in den Nordringanlagen sowie die Uferzonen in eine große Müllkippe zu verwandeln.
Dieses traurige Bild kennen die Mitglieder des Sportfischereivereins Hamm seit mehr als 40 Jahren. So lange sind sie schon für die Pflege des
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Teiches – wie auch aller weiterer Teichanlagen im Stadtgebiet – zuständig. In diesem Jahr entfernen sie den Unrat bei einem Großeinsatz am Samstag, 21. März. Bevor der allerdings beginnen kann, sind umfangreiche Vorarbeiten notwendig. Der Wasserstand muss reduziert und ein Teil des Fischbestandes umgesetzt werden.
Wasser wird abgelassen
„Wir haben bereits in den vergangenen Tagen begonnen Wasser in die Lippe abzulassen. Wir senken den Pegel insgesamt um etwa einen Meter auf 40 bis 50 Zentimeter in der Teichmitte. Dafür müssen wir bis zu 8000 Kubikmeter Wasser ablassen“, so Siegfried Kuss von den Sportfischern.
Teil des Fischbestandes wird gefangen
Damit diese Maßnahme möglichst alle Fische überleben, wird in dieser Woche ein Teil des Bestandes – hauptsächlich Rotaugen und Barsche, aber auch Hechte und Schleien – in die Lippe umgesetzt. Eingefangen werden die Fische mit der Elektromethode. Dabei wird durch das Wasser ein Gleichstrom geleitet, der die im Stromkreis befindlichen Fische zu einer bestimmten Stelle schwimmen lässt, wo sie eingesammelt werden können.
Bis zu 20 Fahrräder im Teich
Mit reduziertem Wasserstand werde erst das komplette Ausmaß der Vermüllung sichtbar, berichtet Kuss. „Wir hatten schon Jahre, in denen wir 20 Fahrräder aus dem Teich geholt haben.“ Insgesamt seien die Müllmengen in den vergangenen Jahren allerdings rückläufig. Vor allem Dosen flögen seit der Einführung des Pfandes deutlich seltener ins Wasser. „Häufig finden wir Portemonnaies, teilweise sogar mit Geld drin“, berichtet Kuss.
Spritzen ein großes Problem
Das größte Problem seien aber die im Teich versenkten Spritzen. „Unsere Mitglieder sehen unter der Wasseroberfläche schließlich nicht genau, wohin sie treten. Deshalb überlegen wir ernsthaft, sie gar nicht mehr in den Teich zu lassen“, sagt Kuss.
Mehrere Lkw-Ladungen Laub
Neben dem Unrat fischen die „Teichmüllmänner“ auch das Laub aus dem Gewässer, das sich jährlich in Massen an der Ostseite sammelt. „Allein mit dem Laub machen wir drei bis vier Lkw der städtischen Siebeneinhalb-Tonner voll“, sagt Kuss. Wenn die Arbeit getan ist, wird der Teich über eine Zuleitung mit Wasser aus dem Datteln-Hamm-Kanal neu befüllt. - wm