Innenstadt-Händler sauer: "Selbst Beckum ist besser"

Fußballtrikots sind beliebt – zum Leidwesen von Markus Uhlig auch bei Ladendieben. Der Geschäftsmann will eine Debatte über die Sicherheit und Attraktivität der Innenstadt anstoßen.
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Fußballtrikots sind beliebt – zum Leidwesen von Markus Uhlig auch bei Ladendieben. Der Geschäftsmann will eine Debatte über die Sicherheit und Attraktivität der Innenstadt anstoßen.

HAMM - „Die Innenstadt muss attraktiver und sicherer werden.“ Mit diesem Appell wendet sich jetzt Markus Uhlig an die Öffentlichkeit. Der 43-Jährige ist mit seinem Geschäft Ballsportdirekt seit April an der Nordstraße, und nach einer Reihe von negativen Erfahrungen ist sein Frust groß.

Von Politik und Polizei erwartet Uhlig mehr Einsatz für den Standort Innenstadt, den Standort des Drogenszenetreffs in den Nordringanlagen kritisiert er.

Seit dem Umzug des Sportfachgeschäfts von der Oststraße an die Nordstraße habe es etwa acht bis zehn Fälle von Ladendiebstählen gegeben, Versuche miteingerechnet. Anfang Juni erbeuteten bislang unbekannte Täter sogar Sportschuhe, Bekleidung und Bargeld in Höhe von 25.000 Euro. Die Hammer Polizei übergab den Fall ohne Ermittlungsansatz an die Staatsanwaltschaft. Der jüngste Fall ereignete sich in der Nacht zu Donnerstag. Hier blieb es beim Versuch. Weil die Täter diesmal offensichtlich keine Profis waren, hielt die Tür stand.

Um einen dritten Einbruch zu verhindern, hat Uhlig eine Alarmanlage installiert. Kostenpunkt: 8000 Euro – und das in Zeiten, in denen es der

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Einzelhandel sowieso schon schwer habe. Der Verkaufsraum wird videoüberwacht, doch das schreckt nicht jeden Langfinger ab. „Das raubt einem die Motivation“, sagt der Händler und macht das Umfeld verantwortlich.

„Ich will die Menschen nicht abschieben, aber einer der attraktivsten Plätze der City ist deshalb nicht zu nutzen“, stört den zweifachen Vater der Szenetreff in den Nordringanlagen im Umfeld von Schulen, Altenheim und Geschäften. Man dürfe keine Angst haben, über dieses Thema zu diskutieren, sagt er in Richtung der Politik. Schmierereien, Überfälle, Leerstände und junge Autofahrer, die trotz Tempo 30 aufs Gas treten, vervollständigen Uhligs Bild von der Hammer Innenstadt. „Selbst Beckum ist besser“, findet er und hat das Gefühl, dass sich die Hammer in die Bezirke zurückziehen.

Was die Ladendiebstähle betrifft, erwartet die Polizei für die Stadtmitte in diesem Jahr einen geringfügigen Anstieg, die Aufklärungsquote liege bei über 90 Prozent. Mit 694 Fällen in 2013 sei die Hammer City im Vergleich zu anderen Städten allerdings nicht auffällig. - asc

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