Betriebsleiter Carsten Dunke verlässt Hammer Kino
Aus fürs Cineplex hat auch personelle Konsequenzen
Hamm - Wenn das Cineplex Ende November zum Cinemaxx umfirmiert, geht einer von Bord: Betriebsleiter Carsten Dunke wird die Hammer Kinolandschaft nach 22 Jahren verlassen.
„Die Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen, aber ich passe mit meinem Verständnis von Kino nicht in einen Konzern wie Cinemaxx“, sagte Dunke in einem Pressegespräch. Seine Zukunft liegt in Lippstadt und Arnsberg, wo der noch aktuelle Hammer Cineplex-Betreiber Hubert Nieuwdorp weitere Kinos hat.
Dort werde er den aktuellen Betrieb unterstützen, aber nicht wieder selbst Betriebsleiter sein, sagte Dunke. Zudem gibt ihm Nieuwdorp freie Hand für sein kleineres Cinema-Studio in Lippstadt. „Dort können Sie machen, was sie wollen“, sagte Nieuwdorp. Die Palette der Möglichkeiten reicht für den passionierten Cineasten Dunke von Filmklassikern bis Arthaus-Kino.
Dunke begann in Hamm noch zu Atrium-Zeiten und wechselte dann mit Nieuwdorp ins Multiplex-Kino auf dem Chattanooga-Platz. Dort etablierte Dunke Reihen wie beispielsweise „Ladies First“ oder führte Kooperationen mit der VHS im VHS-Kino erfolgreich weiter. Unter seiner Regie wurde das Kino zu einem Ort, der für weit mehr stand als das Abspielen von Filmen. Ausstellungen, Aktionen oder Konzerte zeigten, welchen Mehrwert Kino haben kann.
Dunke selbst sieht das Hammer Kino zwar als einen modernen Betrieb, allerdings geprägt durch eine starke persönliche und familiäre Note. „Der Abschied vom Personal, Geschäftspartner und natürlich von den vielen Besuchern fällt mir nach diesen Jahren sehr schwer“, sagte Dunke.
Dunkes Stellvertreter Frank Strauch wird am Standort Hamm bleiben. Zu seinem Aufgabenbereich wurde noch nichts bekannt.
Die letzten Vorstellungen in Hamm vor der Schließung sind am 25. November um 18 Uhr.
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