Tickets, Reihen und mehr: Neue Infos zum Betreiberwechsel
Bevor das Cinemaxx nach Hamm kommt, gibt es eine Kinopause
Hamm - In gut einem Monat wird aus dem Cineplex wieder ein Cinemaxx. Damit geht auch eine mehrwöchige Kinopause einher; und spätestens mit dieser Info dürfte klar sein, dass der Betreiberwechsel nicht allein einen Austausch der Logos bedeutet, sondern auch technische und inhaltliche Konsequenzen haben wird.
Nach dem Auslaufen des Pachtvertrages schließen am Abend des 25. November letztmals die Türen des Cineplex’. Dessen Gutscheine können dann nur noch in anderen Cineplex-Häusern – etwa in Lippstadt oder Arnsberg – eingelöst werden. Danach steht eine längere Renovierungspause an.
Im Rahmen des Betreiberwechsels sollen „größere und kleinere Maßnahmen, wie zum Beispiel der Einbau der IT-Systeme, Teppich- und Malerarbeiten etc.“ durchgeführt werden, bestätigte Cinemaxx-Pressesprecherin Ingrid Breul-Husar entsprechende WA-Informationen auf Nachfrage.
Noch-Betreiber Hubert Nieuwdorp schloss seinerseits tiefere Eingriffe wie die Veränderung von Grundrissen oder Kinosälen aus. Nieuwdorps Frau gehört die Kino-Immobilie samt Grundstück. Mitte Dezember folgt schließlich der Neustart als Cinemaxx. Dafür gibt es aber noch kein verbindliches Datum.
Der Name Cinemaxx dürfte vielen Hammern noch gut in Erinnerung sein, prangte er doch bereits von 1998 bis 2010 am Kino. Cinemaxx, Cineplex und wieder Cinemaxx – eine komplizierte Gemengelage bis heute (siehe Infos weiter unten). Dabei wollen die meisten Kinofans doch einfach nur ihre Lieblingsfilme in modernen und funktionierenden Sälen sehen und die Tickets dafür einfach erwerben können.
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Das – soviel ist klar – wird auch künftig in Hamm möglich sein. Dafür reicht eine Schnellsuche im Internet: Denn die fast 30 Cinemaxx-Kinos in Deutschland funktionieren inhaltlich und preislich nach einem einheitlichen Muster. So dürften die Tickets unterm Strich für viele Besucher künftig etwas teurer werden, weil die Einheitsgrundpreise des Cinemaxx oft durch diverse Zuschläge (auch auf den Onlinevorverkauf und die Reservierungshotline) ergänzt werden. Laut Breul-Husar könnte lokalen Faktoren jedoch noch eine besondere Rolle zukommen.
Die beliebten Cineplex-Reihen (Ladies First, Echte Kerle, Kenner-Kino, Senioren-Kino...) fallen in dieser Form natürlich weg – einige hat der neue Betreiber aber in ähnlicher Form im Angebot, zum Beispiel den „Männerabend“, die „Ladies Night“ oder das Cliquenticket „Movie4Friends“.
Bleibt die VHS-Reihe erhalten?
Eine Ausnahme bildet möglicherweise die beliebte VHS-Reihe. Macher Hans Böckelmann reiste eigens nach Hamburg zur Cinemaxx-Zentrale, um sich für die Fortsetzung des Arthaus-Formats und auch für andere Kooperationen in Hamm stark zu machen. Die Reihe hat lange Tradition und lief ab 1990 im ehemaligen Kristall-Palast, der sich wie später das Cinemaxx und Cineplex unter der Regie von Hubert Nieuwdorp befand. Er habe das Gefühl, auf offene Ohren gestoßen zu sein, sagte Böckelmann gegenüber dem WA. Er hoffe auf ein Ergebnis im November.
Cinemaxx-Pressesprecherin Breul-Husar bestätigte „intensive und gute Gespräche mit der VHS Hamm“. Das Cinemaxx sei auch im Bereich alternativer Inhalte – also die Angebote jenseits des regulären Kinoprogramms – „sehr breit aufgestellt und experimentierfreudig“, sagt Breul-Husar.
Zum Schicksal von Betriebsleiter Carsten Dunke und dem weiteren Personal gibt es noch keine Informationen.
Der Wechsel - das Problem:
Das Kino auf dem Chattanoogaplatz wurde am 25. November 1998 eröffnet, startete als Cinemaxx und wurde dann von August 1999 bis Oktober 2010 als Cinemaxx-Franchise-Kino von Hubert Nieuwdorp (ehemals Kristall-Palast) betrieben. Danach wurde es in ein Cineplex-Haus umfirmiert, ebenfalls mit Nieuwdorp als Betreiber. Zwischenzeitlich kaufte dessen Frau Ulrike die Kino-Immobilie samt Grundstück.
Weil alte Verträge mit Cinemaxx nach 20 Jahren die Option für die Gruppe beinhalten, selbst wieder für zwei mal fünf Jahre das Kino zu betreiben, kann nun der erneute Wechsel vollzogen werden. Aufgrund der vertraglichen Voraussetzungen gebe es für ihn trotz familiärer Eigentumsverhältnisse nicht die Möglichkeit, das Haus selbst weiter zu führen, sagte Nieuwdorp gegenüber unserer Zeitung.


