"Zu viele Filme": Carsten Dunke 20 Jahre in Hamm Kinochef
Hamm - Mit „Independence Day“ fing vor 20 Jahren alles an. Seitdem ist Cineplex-Betriebsleiter Carsten Dunke maßgeblich mit für das verantwortlich, was Hammer Kinogänger auf der Leinwand sehen.
Zusammen mit den fünf Jahren zuvor in Soest ist Dunke ein Vierteljahrhundert Kino-Macher. In Hamm wollte er eigentlich auch nur fünf Jahre bleiben. Inzwischen hat er das Kino-Profil hier maßgeblich geprägt.
1996, damals noch im alten Atrium übertrug Filmtheater-Betreiber Hubert Nieuwdorp Dunke die Verantwortung für seinen
Standort Hamm. Was folgte war zunächst der Kampf gegen das 1998 eröffnete, scheinbar übermächtige Cinemaxx und im Jahr darauf die Übernahme. „Das war damals eine Sensation, dass der kleine den größeren Betrieb übernimmt“, erinnert sich Dunke. 2010 schließlich wurden die alten Cinemaxx-Schilder endgültig abgeschraubt und durch das Cineplex-Logo ersetzt. Zu dieser Gruppe gehörte das Kino da schon längst.
In 20 Jahren hat Dunke Quantensprünge der Kinotechnologie mitgemacht. So hielt mit „Avatar“ auch in Hamm die Digitalisierung Einzug. Die höchsten Zuschauerzusprüche in den vergangenen 20 Jahren hatten neben „Avatar“ „Harry Potter 1“ und „Titanic“ mit jeweils über 40.000 Besuchern.
Aber es sind nicht nur die Blockbuster, die das Publikum anlocken: Mit der „Ladies Night“ und dem Seniorenkino etablierte Dunke erfolgreiche Reihen im Cineplex. Auch das aktuelle Kulturprogramm mit Live-Übertragungen von Konzerten, Ballett, Theater und Lesungen tragen seine Handschrift.
Prinzipiell bestätigt der Kinochef die Wahrnehmung, dass die Zahl der Filme und die Schnelligkeit des Durchlaufs im Kino enorm zugenommen hat. Er sagt "Es kommen zu viele Filme in die Kinos." Mit WA-Redakteur Frank Osiewacz sprach der 50-Jährige über die Entwicklung der vergangenen 20 Jahre:
