Demo gegen Tierleid

Protest vor dem Tierpark: „Einige Kinder waren sehr erschrocken“

Eine kleine, aber laute Demonstration gab es am Sonntag vor dem Tierpark Hamm. Die Demonstranten sagten: „Zoos sind nicht mehr zeitgemäß“.

Hamm - Die Demonstranten sammelten sich am Eingang des Tierparks Hamm, wie durch ein Spalier mussten die Zoo-Besucher an ihnen vorbei, um auf das Grundstück des beliebten Ausflugsziels zu gelangen. Unter dem Motto „Hinter Gittern – statt in Freiheit“ versammelten sich vor allem junge Menschen, auf das Leid von Wildtieren in Gefangenschaft aufmerksam zu machen.

„Lasst die Tiere in Ruhe“ forderten die Demonstranten am Tierpark.

„Das Tierwohl treibt uns an. Uns sind Tiere und Natur wichtig und wir möchten ihre Lebensräume schützen“, erklärte Hauptorganisatorin Annika Schubert. Sie sagte, zu Spitzenzeiten seien etwa 40 Demonstranten vor Ort gewesen. „Die Form des Zoos ist nicht mehr zeitgemäß“, so Schubert. Viele Besucher haben laut ihr positiv reagiert und nahmen auch das Infomaterial, mit Alternativen zum Zoobesuch, an.

Protest vor dem Hammer Tierpark: „Zoos sind nicht mehr zeitgemäß“

Tierpark-Geschäftsführer Sven Eiber betonte, dass die Aktion friedlich auf der Grünstraße stattfand. Er zeigte sich über einen Nebeneffekt der Demo erfreut: „Überproportional viele Besucher haben heute den Artenschutz-Euro gebucht“. Die laute Demonstration habe jedoch einige Kinder erschreckt. Durch die Demonstration sei der Gehweg an der getroffenen Stelle sehr eng gewesen. Bedrängt hätten die Demonstranten die Besucher aber keinesfalls, sagte Eiber.

Einen Besucherverlust stellte man im Tierpark beim guten Wetter nicht fest. Stattdessen seien viele Mitarbeiter darauf angesprochen worden, wie schön der Park geworden sei, erklärte Eiber.

Eiber sagte, dass er nicht im Rahmen der Demonstration mit den Protestierenden sprechen wollte. Das bedauerte Schubert sehr. Im Gespräch mit wa.de lud der Geschäftsführer des Tierparks die Aktivisten jedoch nachträglich auf einen fachlichen und sachlichen Austausch in kleiner Runde ein. Sollten sie daran Interesse haben, sollen sie sich noch einmal in der Verwaltung des Tierparks melden.

Rubriklistenbild: © Reiner Mroß/digitalbild/Reiner Mroß

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