Thema Tierleid
„Hinter Gittern statt in Freiheit“: Tierschützer planen Demo vor Tierpark
Tierschützer wollen vor dem Hammer Tierpark demonstrieren – befeuert von der Tötung von zwölf Pavianen im Nürnberger Tiergarten. So reagiert der Geschäftsführer des Tierparks.
Hamm - Eine angemeldete Demonstration zum Thema Tierleid findet am Sonntag, 10. August, ab 10 Uhr vor dem Tierpark statt, Motto: „Hinter Gittern – statt in Freiheit“. Sie wird von einer privaten Gruppe organisiert, die sich in den vergangenen Jahren bereits mehrfach für den Artenschutz in Zoos eingesetzt haben.
Mit der Aktion möchte die bis zu 20-köpfige Gruppe auf das Leid von Wildtieren aufmerksam machen und mehr Gelder für den Artenschutz einfordern. Befeuert wird die Aktualität des Themas durch die Vorkommnisse im Nürnberger Tiergarten. Dort gingen nach der Tötung von zwölf Pavianen aus Platzgründen über 100 Strafanzeigen von Tierschützern ein.
Demonstration „Hinter Gittern statt in Freiheit“
Sven Eiber, Geschäftsführer des Hammer Tierparks, betont, dass das „Wohl der Tiere unsere höchste Priorität ist“. Besonders in zoologischen Gärten wie hier würden die Tiere deutlich besser als in anderen Einrichtungen behandelt. Eiber zeigt sich offen für einen „vernünftigen Austausch“. Mitarbeiter würden Besuchern am Sonntag für kritische Fragen zur Verfügung stehen.
Die Frage „Wozu brauchen wir Zoos?“ wird am 15. August vom Zoo Dortmund in einem öffentlichen Symposium diskutiert. Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, kritisiert derweil den bisherigen Umgang der Bundesregierung, die seit ihrer Einführung noch keine konkreten Tierschutzinitiativen unternommen habe. - Von Fabienne Wilken
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