Ausstellung von Horst Rellecke

Endlich wieder geöffnet: Der Glaselefant im Maxipark ist runderneuert

Versetzt: Die Seerose, eines der zehn kinetischen Objekte von Horst Rellecke (2. von links) erhielt einen neuen Standort im Glaselefanten. Monika Simshäuser (links), Jörg Rogalla und Prof. Dr. Martina Oldengott bestaunen das Objekt.
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Versetzt: Die Seerose, eines der zehn kinetischen Objekte von Horst Rellecke (2. von links) erhielt einen neuen Standort im Glaselefanten. Monika Simshäuser (links), Jörg Rogalla und Prof. Dr. Martina Oldengott bestaunen das Objekt.

[Update] Kein anderer Künstler wäre passender gewesen für die erste Ausstellung im renovierten Glaselefanten als der Schöpfer des Hammer Wahrzeichens selbst. Horst Rellecke zeigt hier ab Sonntag, 30. April, um 11 Uhr „Die 3. Dimension“. „Diese Ausstellung ist völlig anders als alle bisherigen Ausstellungen von mir“, sagt der Künstler, der in Hamm aufwuchs und am Möhnesee lebt.

Hamm – „Diese Ausstellung ist völlig anders als alle bisherigen Ausstellungen von mir“, sagt der Künstler, der in Hamm aufwuchs und am Möhnesee lebt.

In sogenannten Themeninseln zeigt der Künstler zahlreiche Projekte, die er realisiert hat, solche, die nicht gebaut wurden, und einige, die sich „in Warteschleife“ befinden. Tatsächlich sprüht Rellecke vor Ideen. Für den der Öffentlichkeit nicht zugänglichen Bauch des Elefanten in der ehemaligen Kohlenwäsche schwebt ihm ein „Wasserbauch“ vor: Zehn Experimente rund ums Thema Wasser würde er hier am liebsten verwirklichen – analog zu seinen zehn kinetischen Objekten oben im Elefanten. Wie sie aussehen, zeigt er bis zum 6. August mit Bildern, Grafiken – und bei anderen Themeninseln mit Videos.

Relleckes Ideen für ein neues Schmetterlingshaus

Das gilt etwa für lebensgroße Figuren von 1 .000 Bergarbeitern aus dem 3-D-Drucker, die er gerne auf einer Halde im Ruhrgebiet dauerhaft zeigen möchte. Inspiriert wurde er zu dem Projekt von der Terrakottaarmee aus China.

Horst Rellecke präsentiert in seiner Ausstellung „Die 3. Dimension“ im Glaselefanten zahlreiche Projekte, auch den „Wasserbauch“, mit dem er weitere Teile der ehemaligen Kohlenwäsche für die Öffentlichkeit öffnen möchte.

Auch für ein etwaiges neues Schmetterlingshaus hat Rellecke konkrete Ideen. Er würde es nicht in Form eines Schmetterlings bauen – „das wäre ja albern“ –, sondern in Form eines riesigen Kokons. Das Besondere: Die Außenhülle des Gebäudes würde er komplett mit Photovoltaik ausstatten: „Das Gebäude könnte mehr Energie erzeugen, als darin verbraucht wird“, so Rellecke.

Ausstellung Horst Rellecke - Die 3. Dimension im renovierten Elefanten des Maxipark

Ausstellung Horst Rellecke - Die 3. Dimension im renovierten Elefanten des Maxipark
Ausstellung Horst Rellecke - Die 3. Dimension im renovierten Elefanten des Maxipark
Ausstellung Horst Rellecke - Die 3. Dimension im renovierten Elefanten des Maxipark
Ausstellung Horst Rellecke - Die 3. Dimension im renovierten Elefanten des Maxipark
Ausstellung Horst Rellecke - Die 3. Dimension im renovierten Elefanten des Maxipark

Energie sollen auch Kombinationen aus Photovoltaikanlage und Windrotor erzeugen, die jeder in seinem Garten platzieren könnte. Und das sind noch längst nicht alle Ideen, die Rellecke in seiner Ausstellung vorstellt.

Der Glaselefant: Horst Rellecke hat sein bekanntestes Werk aus hunderten Kacheln zusammengesetzt.

Und natürlich spielt auch der Glaselefant in der Ausstellung eine Rolle: Rellecke hat eigens für diese Ausstellung ein C-Print erstellt, der den Glaselefanten aus Hunderten Kacheln zusammensetzt, die sich bei genauem Hinsehen als plastische Objekte entpuppen.

Boden, Beete und Bepflanzung im Elefanten erneuert

Mit der Rellecke-Schau ist das Hammer Wahrzeichen nach vielen Monaten wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Nach dem Herbstleuchten war der Elefant geschlossen und komplett renoviert worden. Temperaturschwankungen und Umwelteinflüsse hatten Schäden an der inneren Substanz des Kunstobjektes hervorgerufen. Der Estrich wurde komplett erneuert, Wände gestrichen und die Beete und ihre Bepflanzungen erneuert.

Renoviert: Nicht nur der Boden des Glaselefanten wurde komplett erneuert, auch die Beete und die Bepflanzungen wurden im Zuge der Renovierung neu gestaltet.

Die Renovierung habe mit Blick auf den 40. Geburtstag des Maxiparks 2024 und der Beteiligung an der IGA Metropole Ruhr 2027 stattgefunden, erklärt die Aufsichtsvorsitzende Monika Simshäuser. Prof Dr. Martina Oldengott, Projektleiterin der IGA, ist sehr angetan von dem runderneuerten Elefanten. Wobei alle betonen, dass in Absprache mit Rellecke der Gesamteindruck erhalten geblieben sei. Nur zwei seiner kinetischen Objekte wurden umgesetzt und die Beete vor allem im oberen Bereich verkleinert, um die Aufenthaltsqualität noch zu verbessern.

„Der Kostenrahmen von 30. 000 Euro wurde eingehalten“, betont Maxipark-Geschäftsführer Jörg Rogalla und verweist auf die gute Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro „Eichhorst + Schade“ und die tatkräftige Mitarbeit der Maxiparkmitarbeiter.  

Gartenmarkt im Maxipark

Am Wochenende wurde übrigens nicht nur der Glaselefant mitsamt der neuen Rellecke-Ausstellung wiedereröffnet. Von Samstag, 29. April, bis Montag, 1. Mai, fand im Maxipark der Gartenmarkt „BlumenLUST und FrühlingsDUFT“ statt- mit riesigem Erfolg: Über 20.000 Besucher strömten in den Park, um sich für ihren eigenen Garten inspirieren zu lassen.

Das ist bereits die zweite große Veranstaltung im Maxipark in diesem Frühjahr: Beim Frühlingsmarkt zum Start der Frühlingssaison kamen 13.000 Besucher in den Maxipark.

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