Neuer Estrich in luftiger Höhe

Maxipark-Elefant wird umfassend saniert - Blick hinter die Kulissen

Sanierung des Glaselefanten im Maximilianpark
+
Sanierung des Glaselefanten im Maximilianpark

Einer der höchsten und zudem ungewöhnlichsten Arbeitsplätze in Hamm befindet sich derzeit im Maxipark. Der Glaselefant erhält nämlich eine Frischzellenkur. Wir durften hinter die Kulissen blicken.

Hamm – Die Renovierungsarbeiten im Glaselefanten im Maximilianpark sind in vollem Gange. Bereits seit Anfang November ist das Wahrzeichen von Hamm für den Publikumsverkehr gesperrt. In diesen Tagen finden Arbeiten am Bodenbelag statt – dafür wird der Estrich an der höchsten Stelle rund 40 Meter hochgepumpt.

Das Wahrzeichen von Hamm soll in neuem Glanz erstrahlen. In den vergangenen 38 Jahren entstanden durch hohe Temperaturschwankungen und Umwelteinflüsse Schäden an der inneren Substanz des Kunstobjektes. Mit umfassenden Umbauarbeiten in dem Gebäude werden diese nun nachhaltig behoben.

Glaselefant im Maxipark: Material auf 40 Meter hochgepumpt

„Bei den Abbrucharbeiten wurden die Blumenbeete, Bodenbeläge, Türen und der alte Estrich entfernt. An den Geländern haben wir Bleche angebracht, damit der neue Estrich hoch genug gezogen werden kann“, sagt Klaus Rüter aus dem Maxipark-Team. Er ist unter anderem zuständig für die Gebäudetechnik im Park. „Viele Teile des Bodens haben Risse entwickelt und sind durch die starken Temperaturwechselim Elefanten in Mitleidenschaft gezogen worden. Sie werden grunderneuert.“ Durch eindringende Feuchtigkeit sei auch ein Zwischenboden aus Holz in der Nähe der Fenster am Kopf des Elefanten unbrauchbar geworden und müsse ausgetauscht werden.

Insgesamt rund 16 Tonnen Sand und 8 Tonnen Zement werden für den Glaselefanten zu Estrich verarbeitet. „Bei der Mischung wird in diesem Fall besonders auf Elastizität geachtet, deshalb werden der Masse ein bestimmtes Öl und Fasern hinzugefügt, damit der neue Estrich die Temperaturen besser aushält“, erklärt Rüter. Über eine Pumpe, die mit Luftdruck arbeitet, wird der Estrich rund 40 Meter hoch, auf die obere Ebene des Glaselefanten gepumpt und dort verlegt. Dafür ist ein ganzes Team von Arbeitern zuständig, die die Masse in Handarbeit glattziehen.

Glaselefant im Maxipark: Acht Firmen am Umbau beteiligt

Ist der Estrich fertig, muss er rund 14 Tage ruhen, bevor weitere Arbeiten vorgenommen werden können. Insgesamt acht Firmen sind an dem Umbau beteiligt. „Mitte Januar kommt der Schlosser und kümmert sich um die neuen Metalleinfassungen der Beete“, so Rüter. Dies sei eine besonders aufwändige Aufgabe, da die Beete eine geschwungene Form bekommen sollen.

Eine weitere Schwierigkeit stellt die Höhe des Elefanten dar. „Die Transportwege sind sehr lang. Größere Schuttteile haben wir mit einer Schuttrutsche nach unten befördert, aber viele Sachen müssen durch den Aufzug. Das dauert etwas. Bisher läuft der Umbau nach Plan. Nur der Frost Mitte Dezember hat den Zeitplan um etwa eine Woche verschoben“, sagt Rüter. „Es sieht aber danach aus, dass wir termingerecht fertig werden.“

Glaselefant im Maxipark: Im April soll der Umbau beendet sein

Bei dem Umbau wird der eigentliche Stil im Inneren des Glaselefanten beibehalten. Die neuen Beete bekommen wieder eine Holzoptik. Auch die Kunstobjekte kehren in die renovierten Räume zurück. „Anstelle der tropischen Pflanzen werden wir robustere Arten wählen, die sowohl mit den heißen Temperaturen im Sommer als auch mit etwa fünf Grad im Winter klar kommen“, erklärt Klaus Rüter.

Spätestens im April soll der Umbau des Glaselefanten im Maxipark abgeschlossen sein. Die erste Ausstellung im nächsten Jahr ist auch schon geplant: Der Schöpfer des Glaselefanten, Horst Rellecke, eröffnet mit seiner Ausstellung die neue Maxipark-Saison 2023.

Selfie-Tour durch Hamm: Wo wurden diese Fotos gemacht?

Selfie-Tour durch Hamm: Wo wurden diese Fotos gemacht?
Selfie-Tour durch Hamm: Wo wurden diese Fotos gemacht?
Selfie-Tour durch Hamm: Wo wurden diese Fotos gemacht?
Selfie-Tour durch Hamm: Wo wurden diese Fotos gemacht?
Selfie-Tour durch Hamm: Wo wurden diese Fotos gemacht?

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare