Bauzaun im Maxipark

Hammer Wahrzeichen geschlossen: Glaselefant erhält Frischzellenkur

Monika Simshäuser, Horst Rellecke, Jörg Rogalla und Alexander Schmidt (Architekt)
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Startschuss für die Sanierung: Monika Simshäuser (von links), Horst Rellecke, Jörg Rogalla und Alexander Schmidt (Architekt) stellten die Pläne für den Innenausbau am Elefanten vor.

Der Glaselefant im Maxipark wird fit gemacht für den Frühling 2023: Wegen umfangreicher Umbauarbeiten bleibt das beleibte und beliebte Wahrzeichen der Stadt Hamm monatelang geschlossen.

Hamm – „Nach der Saison ist vor der Saison“ – so lautet das Mantra im Maxipark. Denn auch nach dem Herbstleuchten, das in diesem Jahr einen weiteren Besucherrekord aufstellte, fällt der Park nicht in den Winterschlaf. Schon jetzt beginnen groß angelegt die Planungen für das nächste Jahr. Dabei wird vor allem die Sanierung des Glaselefanten ins Auge gefasst. Nach 38 Jahren bekommt das Wahrzeichen von Hamm ein neues Innenleben und soll im Frühjahr 2023 wiedereröffnet werden.

Bereits seit einigen Tagen ist ein Bauzaun im Park zu sehen, der den Elefanten absperrt. Nun haben die ersten Umbauarbeiten begonnen. Neben der Erneuerung der inzwischen rissig gewordenen Bodenbeläge, stehen auch die Umgestaltung der vorhandenen Beete sowie die Überarbeitung der Geländer an der Fensterfront an.

„Nach jahrelangem Gebrauch gibt es inzwischen einige Schäden. Diese werden im Zuge der Sanierung alle behoben“, erklärte Aufsichtsratsvorsitzende Monika Simshäuser in einem Pressegespräch am Donnerstag. Man wolle so dem Verfall des Gebäudes entgegen wirken, um es auch für nachfolgende Generationen zu erhalten.

Glaselefant im Maxipark: Charakter soll erhalten bleiben

Aufgrund der veränderten Nutzung des ursprünglich als Kunstobjekt geplanten Gebäudes, hätten sich mit den Jahren auch die Nutzungsbedingungen verändert, so Simshäuser. An die müsse der Glaselefant nun wieder angepasst werden.

Gemeinsam mit dem Aufsichtsrat des Maxiparks und dem Schöpfer des Glaselefanten, Horst Rellecke, arbeitet das Architekturbüro Eichhorst & Schade bereits seit Monaten an den Umbauplänen. „Das Grundgerüst der Beete bleibt, sie werden neu verkleidet und etwas kleiner, um mehr Platz im Inneren zu bekommen“, erklärte Alexander Schmidt vom Architekturbüro.

Trotz des Umbaus soll vor allem der Charakter des Glaselefanten erhalten bleiben. „Die Zeichen der Zeit wurden rechtzeitig erkannt und können jetzt noch aufgehalten werden. Mir war es wichtig, dass die ursprüngliche Konzeption des Elefanten nicht verfälscht wird“, sagte Horst Rellecke. Die Beete seien damals nur eine Notlösung gewesen, jetzt sei es an der Zeit für die Sanierung. „Nichts ist so langlebig wie ein Provisorium“, scherzte er. Auch die Kunstobjekte, die im Glaselefanten installiert sind, sollen bleiben.

Glaselefant im Maxipark: Kosten im sechststelligen Bereich

Bei der Pflanzenauswahl setzen die Verantwortlichen in Zukunft auf robuste Arten, die auch bei kaltem Wetter nicht eingehen. „Es soll nicht extra für die Pflanzen geheizt werden müssen“, sagte Jörg Rogalla, Geschäftsführer des Maxiparks. „Eventuell wird es in Zukunft auch wieder möglich sein, den Glaselefanten während der Wintermonate zu öffnen.“ In den vergangenen Jahren war der Elefant in der kalten Jahreszeit geschlossen.

Die Gesamtkosten des Umbauprojektes belaufen sich auf rund 270.000 Euro.

Der Glaselefant entstand im Rahmen der Landesgartenschau im Jahr 1984 aus der alten Kohlenwäsche der ehemaligen Zeche Maximilian. Der Künstler Dr. Horst Rellecke entwarf die rund 35 Meter hohe Plastik, eine Gewächshauskonstruktion aus Glas und Stahl. Seither ist das Wahrzeichen von Hamm ein Besuchermagnet und beliebter Veranstaltungsort für Hochzeiten und Ausstellungen. „Wir haben jährlich bis zu 50 Hochzeiten, die im Glaselefanten stattfinden“, so Jörg Rogalla. Ziel sei es nun, die Umbauarbeiten bis Ende April abzuschließen, damit schnellstmöglich wieder Veranstaltungen stattfinden können. - Pia Sofie Bartmann

Die Geschichte des Elefanten

Der Glaselefant ist überregional bekannt und gilt seit vielen Jahren als Erkennungszeichen in der Region. Die Rekonstruierung des Geländes der ehemaligen Zeche Maximilian hat den Weg für die Erhaltung industrieller Gebiete in ganz Deutschland geebnet. Nicht alle Bewohner von Hamm fanden die Idee eines Elefanten als Wahrzeichen gut. Der Bau des Kunstwerkes wurde von vielen kritisch beobachtet und erinnert ein wenig an die Diskussion um den Pariser Eiffelturm.

Viele Hammer sehen den Glaselefanten heute als wichtiges Identifikationsmerkmal. Er zieht jedes Jahr viele tausend Besucher in die Region. Der Glaselefant wurde bereits vor einigen Jahren mit energiesparenden LED-Lichtern ausgestattet.

Horst Rellecke eröffnet Ausstellung zum 70.Geburtstag im Glaselefanten

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