Magnet in Hamm-Osten
Lust auf Frühling: Gartenmarkt im Maxipark ein riesiger Erfolg
Der Gartenmarkt 2023 im Maxipark war ein riesiger Erfolg. 20.000 Besucher aus Hamm und der Region strömten an den drei Tagen auf das Gelände. Wir haben jede Menge Fotos mitgebracht.
Hamm – Strahlende Gesichter, wohin man schaute: Besucher, die sich freuten, dass endlich mal so intensiv die Sonne scheinte. Verkäufer, die teilweise mehrfach Ware nachholen mussten, so viel konnten sie an den drei Tagen beim Gartenmarkt im Maxipark Hamm an den Mann und die Frau bringen.
Mehr als 20.000 Besucher insgesamt vermeldete Maxipark-Pressesprecherin Tanja Stute für das dreitägige Event. Zum Vergleich: 11.000 waren es im vergangenen Jahr gewesen, da ging der Markt aber auch nur über zwei Tage, diesmal hängte der Maxipark passenderweise den Maifeiertag am Montag noch hinten dran. „Wir sind wirklich sehr zufrieden. Das Wetter hat uns verwöhnt“, sagte Stute am Montagabend. Der Sonntag sei der besucherstärkste Tag gewesen.
Doch auch der Auftakt am Samstag war schon sehr erfolgreich. Die ersten Kunden kamen bereits am Samstagmorgen und schleppten weg, was sie tragen konnten.
Besuchern gefällt familiäre Atmosphäre
Nadine Huckschlag und Sabine Becker aus Menden wollten dem großen Ansturm an den Folgetagen entgehen. „Es ist doch viel angenehmer, wenn man in Ruhe stöbern, sich mit den Anbietern unterhalten und beraten lassen kann.“ Sie haben gerade ein Haus gekauft und beabsichtigen nun, den Garten aufzuhübschen.
Auch die Korbmachermeisterin Margret Schiffer aus Sonsbeck am unteren Niederrhein kommt gerne nach Hamm. „Ich fühle mich hier beinahe als Inventar, so lange bin ich schon dabei“ erzählt sie. Ihr gefalle die familiäre Atmosphäre. Entsprechend entspannt gehe sie mit ihren Kunden um. Christina und Florian Sudbrock lassen sich noch letzte Tipps im Gebrauch der frisch erworbenen Gärkörbchen geben. Ihr Sauerteigbrot backt die Familie selbst – und ab sofort haben die Brote auch eine gefällige Form, ganz so, wie es die alte Handwerkskunst lehrt.
Altes Handwerk ist es nicht, was die Blicke der Besucher am Stand von Thomas Warth auf sich zieht. Die Bierkisten-Sitzplatten mit eingebautem Flaschenöffner erregen meist die Aufmerksamkeit der Männer, während die Frauen sich für die Wachscycler (Betonschalen mit offener Flamme zur Verwendung von Kerzenwachsresten) und Vogelhäuschen interessieren. Er hat auch Lampen im Angebot, die er zum Teil aus Elektroschrott, Holz und Betonfüßen zusammenbaut. Mit der Resonanz am ersten Tag war er schon recht zufrieden. „Es ist einfach schön, endlich mal wieder auf Märkten stehen zu können.“
„Haben Sie was richtig, richtig Scharfes?“
„Haben Sie was richtig, richtig Scharfes?“ fragte derweil eine Kundin den Anbieter von allerhand Chilischoten und Peperonis. „Ja, natürlich. Auf einer Skala von 1 bis 10 ist diese Schote eine glatte Zehn“, empfahl der Händler einen kulinarischen Flammenwerfer. „Nehm ich“, freute sich die Dame. Den Geschmack ihres Sohnes würde sie dessen Gesichtsausdruck nach allerdings nicht treffen.
Die Kinder kraxelten lieber gut gesichert meterhoch in den Bäumen herum. Wer es etwas bequemer mochte, konnte mit einem Hubsteiger die Gartenwelt von oben betrachten – dem Fachwissen der Firma Stamm & Ast sei Dank.
Renate Menke aus Bad Sassenberg ist mit ihrem Dekoangebot „Le jardin des roses“ zum ersten Mal beim Gartenmarkt dabei und ganz fasziniert. Die Staudenwiese, vor der ihr Pavillon steht, hat es ihr besonders angetan, denn die Idee, dem Klimawandel schon mit der Auswahl der Bepflanzung die Stirn zu bieten, gefällt ihr. „Ich war ganz überrascht. Mit seiner botanischen Vielfalt und den vielen Angeboten ist der Maxipark viel schöner als der Westfalenpark in Dortmund.“
Viel los war am 1. Mai 2023 auch in der Geithe und an anderen Zielen der zahlreichen Maigänger.
Rubriklistenbild: © Reiner Mroß




