Marlies Walkowiaks tolles Jubiläum

Schanzenbach statt Doppelherz: 50 Jahre Hähnchen und Mantaplatte

Marlies Walkowiak ist 72 und arbeitet seit 50 Jahren bei Schanzenbach. Die Hähnchen gehören zu ihren Spezialitäten.
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Marlies Walkowiak ist 72 und arbeitet seit 50 Jahren bei Schanzenbach. Die Hähnchen gehören zu ihren Spezialitäten.

Bockum-Hövel - Marlies Walkowiak feiert in diesen Tagen 50-jähriges Dienstjubiläum. In Bockum-Hövel ist die Schanzenbach-Frau bekannt wie ein "bunter Hund"... Aber gleich aus mehreren Gründen ist dieses Jubiläum absolut außergewöhnlich.

Und zwar: Schafft es doch heute kaum noch jemand, so lange im Arbeitsleben zu stehen. Darüber hinaus ist sie das halbe Jahrhundert beim selben Arbeitgeber tätig: der Imbiss-Dynastie Schanzenbach. Auch am selben Arbeitsplatz ist sie die allermeiste Zeit anzutreffen gewesen: dem Imbiss an der Hammer Straße. Und an Ruhestand denkt sie noch lange nicht, obwohl sie schon lange in Rente sein könnte: Sie ist 72 Jahre alt. Die meisten, die ihr Alter schätzen sollen, liegen locker zehn Jahre darunter.

Viele brauchen Doppelherz, Marlies braucht Schanzenbach“, kommentiert das ihr derzeitiger Chef und Mitinhaber der Imbiss-Kette, Nils Kottmann. Als er zur Welt kam, stand sie schon etliche Jahre hinter der Theke. „Nach dem Geheimnis gefragt, sagt sie: „Es macht mir immer noch Spaß. Das kann hoffentlich noch lange so weitergehen.“ Selbst an freien Tagen schaut oft sie im Imbiss vorbei, um eine Tasse Kaffee mit den Kolleginnen zu trinken.

Stets einen Spruch auf den Lippen

Ein weiteres Geheimnis gibt sie ohne Fragen preis: Sie ist immer gut gelaunt. Für die Kolleginnen und die Kunden hat sie stets ein fröhliches Wort oder einen Spruch auf den Lippen. Klar, dass sie die meisten Bockum-Höveler kennt. Kommt doch fast jeder einmal in das Restaurant an der Hammer Straße, um eines der schmackhaften halben Hähnchen oder eine Pommes zu essen.

Klar auch, dass sie viele Stammkunden gar nicht mehr fragen muss, was sie möchten. Kaum dass sie gesehen hat, wer kommt, steht auch schon die Mahlzeit auf der Theke.

"Ich kann es nicht haben, wenn es ruhig ist"

Wenig Betrieb hat sie gar nicht gerne. „Ich kann es nicht haben, wenn es ruhig ist. Der Laden muss brummen“, sagt sie. Zu ihren leichteren Übungen gehört es zum Beispiel, 60 halbe Hähnchen auf den Punkt zu braten, damit eine Geburtstagsgesellschaft satt wird.

Auch in der Freizeit ist sie immer „unter Strom“. Zum Beispiel macht sie regelmäßig Touren mit dem SGV und Heimatverein oder organisiert Treffen mit ihren Kolleginnen.

Eingestellt wurde sie vor 50 Jahren noch von den Gründern, Ruth und Jürgen Schanzenbach. Die heutigen Chefs, Nils und Felix Kottmann sowie Fabian Schanzenbach, sind die dritte Generation. Und eigentlich gehört sie nach so langer Zeit auch zur Familie. Zur Jubiläumsfeier wurde sie von ihr eingeladen.

Rezept für die berühmte Soße kennt sie nicht

Nur eines kennt sie selbst nach so langer Zeit nicht: das Rezept für die berühmte Currywurst-Soße, die bei Schanzenbachs immer noch selbst hergestellt wird und viele Junden die Krönung der "Mantaplatte" ist. Da winkt Nils Kottmann ab: „Die bleibt in der Familie.“ Und Marlies Walkowiak sagt: „Es reicht, wenn ich hier bin. Die muss ich nicht auch noch anrühren.“

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