Gleissanierung unterbrochen

Arbeiter verweigern sich: Baustopp nach Bombenfund am Bahndamm

Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes bewegen am Freitag Material zur Fundstelle des Blindgängers. Im Hintergrund steht die Gleisbaumaschine „Katharina die Große“.
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Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes bewegen am Freitag Material zur Fundstelle des Blindgängers. Im Hintergrund steht die Gleisbaumaschine „Katharina die Große“.

Hamm - Nach der Entschärfung eines Blindgängers im Rangierbahnhof sind die dortigen Gleisbauarbeiten unterbrochen worden.

In den kommenden Tagen soll geklärt werden, ob unter dem Schienenstrang noch weitere Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg liegen. Eine dort tätige Gleisbaufirma hatte sich nach dem Fund der Bombe geweigert, weiterzuarbeiten. Der Sprengkörper war am Freitag gefunden und in den Abendstunden entschärft worden.

Die Berliner Firma Spitzke tauscht auf der Strecke derzeit mit der 200 Meter langen Gleisbaumaschine „Katharina die Große“ Schotter und Gleisuntergrund aus. Die Mitarbeiter waren dabei am Freitagnachmittag auf eine amerikanische 250-Kilogramm-Bombe gestoßen, die nördlich der Günterstraße 50 bis 80 Zentimeter tief im Boden lag.

Bombe am Rangierbahnhof in Hamm entschärft

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Bombe am Rangierbahnhof in Hamm entschärft

Das Unternehmen arbeite aus Sicherheitsgründen in diesem Abschnitt nicht weiter, sagte ein Bahnsprecher. Mit Hilfe eines

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Spezialunternehmens wolle man jetzt abklären, ob unter den Gleisen noch weitere Weltkriegsbomben liegen.

Eine Luftbildauswertung hatte es im Vorfeld durchaus gegeben, wie die Stadt und Bezirksregierung bestätigten. Die Aufnahmen, die die Alliierten nach Angriffen gemacht hatten, hätten aber keine Anhaltspunkte auf einen Blindgänger ergeben. Helfen soll jetzt nach Bahnangaben ein geodätisches Verfahren.

Riesige Gleisbaumaschine zwischen Hamm und Dortmund

Riesige Gleisbaumaschine zwischen Hamm und Dortmund

Ergebnisse erwarte man gegen Ende der Woche, dann solle entschieden werden, ob „Katharina die Große“ wieder zum Einsatz kommt oder der Abschnitt in Handarbeit angegangen werde. Man werde den Ablauf der Bauarbeiten umstellen, um nicht zu viel Zeit zu verlieren, sagte der Bahnsprecher. Den Freigabetermin für die Strecke am 10. September wolle man halten.

Die geringe Fundtiefe der Bombe sei nicht ungewöhnlich, sagte Rainer Woitschek vom Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung, der die Bombe am Freitag entschärft hatte. Die Spanne reiche von 50 Zentimeter bis zu neun Metern Tiefe.

50.000 Sprengbomben abgeworfen

24 gezielte Luftangriffe auf den Hammer Rangierbahnhof von 1943 bis 1945 zählt der Heimatforscher Karl Wulf. Dabei seien rund 50.000 Sprengbomben sowie unzählige Behälter mit Stabbrandbomben abgeworfen worden.

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