Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Wetter-Wende steht an: Schneesturm „eskaliert“ und macht halb Deutschland weiß
Ein heftiger Wintereinbruch bringt verbreitet Schnee und Glätte und trifft viele Menschen zum Wochenstart unvorbereitet. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Ab dem Wochenende (24./ 25. Januar) kommt spürbar Bewegung ins Wetter Deutschlands. Ein Tiefdruckgebiet bringt zunächst Regen, der vielerorts in Schnee oder gefrierenden Regen übergeht. Besonders im Westen und Nordwesten steigt die Glättegefahr, da Böden teils noch gefroren sind.
In einem breiten Streifen zwischen Hamburg, Berlin und München bleibt es zunächst trockener, doch auch dort breiten sich die winterlichen Niederschläge rasch aus. Die Temperaturen liegen zwischen minus zwei Grad an der Ostsee und plus vier Grad am Rhein, was die Bildung von Schneematsch und Eisflächen begünstigt.
Winter-Wetter feiert Comeback in Deutschland: Schnee breitet sich aus
Am Sonntag (25. Jaunar) bleibt es in der Nordhälfte vergleichsweise ruhig, stellenweise zeigt sich sogar etwas Sonne, etwa Richtung Rheinland. Weiter südlich nähert sich jedoch ein kräftigeres Tief, das zunächst leichten Schneefall bringt. In der Nacht zum Montag intensivieren sich die Niederschläge deutlich.
Je nach Wettermodell könnten bis zu 75 Prozent Deutschlands unter einer geschlossenen Schneedecke liegen. In vielen Regionen sind rund fünf Zentimeter möglich, lokal auch zehn. In höheren Lagen der Mittelgebirge und der Alpen werden 15 bis 20 Zentimeter erwartet, was die Lage weiter verschärft.
Montagmorgen wird zur Bewährungsprobe
Gerade in den tieferen Lagen reichen bereits wenige Zentimeter Schnee, um den Verkehr massiv zu behindern. Genau dieses Szenario droht am Montagmorgen (26. Januar), wenn viele Menschen auf dem Weg zur Arbeit oder zur Schule sind. Unfälle, Staus und Verspätungen könnten sich landesweit häufen, nach dem Motto: Rien ne va plus. Streu- und Räumdienste stehen unter Dauerbelastung, während Bahn- und Flugverkehr ebenfalls beeinträchtigt sein könnten.
Auch im weiteren Wochenverlauf bleibt es wechselhaft: Schneeregen, Schnee und Regen wechseln sich ab, begleitet von anhaltender Glättegefahr. Da die Temperaturen langsam steigen, dürfte der Schnee in der zweiten Wochenhälfte zunehmend in Regen übergehen. Entspannung ist damit nur vorübergehend zu erwarten, denn jedes neue Tief kann erneut winterliche Überraschungen bringen und viele Regionen müssen sich auf wiederholte Störungen einstellen.
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