Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Wetter-Prognose für März: Modelle zeigen ungewöhnliche Bedingungen als realistisches Szenario

Erste Trends zeigen wenig März-Niederschlag. Gleichzeitig bleibt die Gefahr eines späten Wintereinbruchs bestehen. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Mehrere Langfristtrends deuten darauf hin, dass sich im März 2026 wiederholt Hochdruckgebiete über Mitteleuropa festsetzen könnten. Sollte sich eine solche Wetterlage stabilisieren, wären längere trockene Abschnitte mit viel Sonnenschein denkbar. Besonders in Westdeutschland könnten Tiefdruckgebiete häufiger nördlich oder südlich vorbeiziehen, sodass Regen ausbleibt. Schon zwei bis drei Wochen mit wenig Niederschlag würden im Frühjahr ausreichen, damit die oberen Bodenschichten deutlich austrocknen.

Die erste Märzwoche könnte laut der neuesten ECMWF-Prognose deutlich zu trocken ausfallen.

Nach mehreren Jahren mit zeitweise trockenen Frühjahrsphasen würde ein solcher Verlauf schnell als Dürre-Signal wahrgenommen werden. Ein extrem trockener Monat ist zwar nicht die wahrscheinlichste Entwicklung, doch die aktuellen Modelltrends lassen zumindest zeitweise ungewöhnlich trockene Bedingungen als realistisches Szenario erscheinen. Schon Ende Februar (25. Februar), also ab Mitte der Woche, könnten die Temperaturen rapide ansteigen.

Wetter-Prognose für März: Milde Phasen könnten früh einsetzen

Neben möglichen Trockenphasen zeigen einige Trends auch eine Tendenz zu zeitweise überdurchschnittlichen Temperaturen. Vor allem in der zweiten Monatshälfte könnten mildere Luftmassen aus südwestlichen Richtungen nach Deutschland gelangen und erste frühe Frühlingsgefühle auslösen. Bei längeren sonnigen Abschnitten wären Temperaturen deutlich über 10 Grad möglich, lokal auch noch etwas darüber. Hier finden Sie die Wetter-Live-Karte für Deutschland.

Solche Werte sind für März nicht außergewöhnlich, könnten aber zusammen mit trockener Luft und viel Sonnenschein ungewöhnlich stabil wirken. Gleichzeitig bleibt der März ein Übergangsmonat mit starken Schwankungen, sodass milde Abschnitte jederzeit unterbrochen werden können.

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Wintereinbruch bleibt möglich

Trotz möglicher Hochdruckphasen bleibt ein markanter Wetterumschwung weiterhin ein realistisches Szenario. Wenn sich die Großwetterlage umstellt, kann kalte Luft aus nördlichen oder östlichen Richtungen schnell nach Mitteleuropa gelangen. Dann wären erneut Nachtfröste, kalte Tage und sogar Schneeschauer möglich. Gerade im März treten solche Gegensätze häufig innerhalb weniger Tage auf.

Wetter-Langfristprognosen zeigen daher nur eine grobe Richtung, während die genaue Entwicklung oft erst kurz vorher erkennbar wird. Insgesamt deutet sich ein Monat an, der sowohl eine auffällige Trockenphase als auch einen überraschenden Kälterückfall bereithalten könnte.

Rubriklistenbild: © METEORED/www.daswetter.com

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