Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Wetter macht November-Spagat: Grau hier, Sonne dort – regional frühlingshaft mild
Nicht überall herrscht Traumwetter, manche Regionen bleiben im Nebel gefangen. Es ist ein November, der Kontraste zeigt. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Hamm – Zum Wochenbeginn (3. November) zeigt sich der Osten zunächst noch von seiner wechselhaften Seite, einzelne Schauer ziehen morgens durch, lösen sich aber schnell auf. Im Norden startet der Tag teils freundlich, bevor dichtere Wolken folgen und gelegentlich etwas Regen fällt. Richtung Mitte und Süden entscheidet oftmals der Nebel über die Stimmung: Wo sich die graue Decke früh lichtet, wird es heiter bis aufgelockert, besonders am Nachmittag mit sonnigen Momenten.
In einigen Tälern bleibt das graue Wetter jedoch zäh. Die Temperaturen steigen je nach Sonnenschein auf neun bis 15 Grad, am Oberrhein lokal bis knapp 18 Grad. Der Wind weht meist aus Südwest und frischt vor allem an Nordsee und Bergen spürbar auf, während südlich der Donau häufiger ruhige Bedingungen vorherrschen.
Mildes Wetter erwartet – aber Nebel bleibt im November ein Spielverderber
Am Dienstag (4. November) bleibt es im Norden länger bedeckt, doch später zeigen sich auch dort Auflockerungen. In der Landesmitte und im Süden lösen sich Nebelfelder teils erst zögerlich, dann dominieren lange sonnige Phasen. Wer im Nebel bleibt, erlebt dagegen einen eher trüben Tag. Temperaturen: bei Sonne um die 14 bis 19 Grad, unter Dauergrau um die elf Grad.
Am Mittwoch (7. November) verschärfen sich diese Kontraste erneut. Nördlich der Mittelgebirge ist es zeitweise dichter bewölkt und stellenweise fallen ein paar Tropfen, südlich davon herrscht oft freundliches Spätherbst-Wetter – sofern der Nebel weicht. In einigen Flusstälern hält sich die Trübschicht wieder hartnäckig. Die Höchstwerte liegen meist zwischen 14 und 21 Grad, im Nebel bei etwa elf Grad. Dazu weht schwacher bis mäßiger Südwestwind, an der Nordsee ist mit Böen zu rechnen.
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Spätherbstliche Wärme trifft graue Ruhe – Wochenende mit vielen Nebelfeldern
Ab Donnerstag (6. November) bleibt es nördlich häufiger wolkig, aber weitgehend trocken. Im Süden lockt abgehobener Nebel mit sonnigen Abschnitten und milden Temperaturen, stellenweise bis 20 Grad. Wo der Nebel nicht weicht, bleibt es mit rund neun Grad deutlich frischer. Am Freitag (7. November) ziehen regional mehr Wolken auf, dennoch bleibt es trocken bei zehn bis 16 Grad.
Das Wochenende präsentiert sich vielerorts im klassischen Spätherbstgewand: viel Nebel und Hochnebel, nur zögerlich auflösend, stellenweise etwas Sprühregen. In den höheren Lagen zeigt sich dagegen oft die Sonne. Maximal sind zehn bis 15 Grad möglich, nachts sinken die Temperaturen auf zwei bis acht Grad – ein November zwischen Geduld im Grau und Glück in der Sonne.
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