Wetter-Kolumne von Dominik Jung
Erst kommt die Schneewalze, dann abruptes Mega-Tauwetter: Zwei Tage im Fokus
Ein Tief drückt kalte gegen milde Luft. In der Nacht droht massiver Schneefall. Vielerorts könnte es chaotisch werden. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
In der Nacht von Aschermittwoch (18. Februar) auf Donnerstag (19. Februar) schiebt ein Tiefdruckgebiet seine Front quer über Deutschland – und genau im Übergangsbereich zwischen eisiger Luft im Nordosten und deutlich milderer Luft im Südwesten kommt es zur kritischen Lage. An dieser Luftmassengrenze setzt lang anhaltender, teils kräftiger Schneefall ein.
Besonders betroffen sind Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen bis nach Thüringen, Nordbayern sowie möglicherweise der Norden Baden-Württembergs. In tiefen Lagen sind verbreitet 5 bis 10 Zentimeter Neuschnee möglich, in Mittelgebirgen wie dem Taunus oder dem Vogelsberg sogar bis zu 20 Zentimeter. Der Schnee fällt teils nass und schwer – Schneebruch ist nicht ausgeschlossen.
Winter-Wetter führt zu Verkehrskollaps am Morgen – Rhein-Main besonders betroffen
Brisant wird die Lage vor allem am Donnerstagmorgen. Der Schneefall hält bis in den Berufsverkehr an, Straßen verwandeln sich regional in rutschige Fallen. Besonders im Rhein-Main-Gebiet drohen massive Behinderungen. Pendler müssen sich auf Staus, stockenden Verkehr und glatte Nebenstraßen einstellen. Auch am Flughafen Frankfurt kann es durch die intensiven Schneefälle zu Verzögerungen und vereinzelten Ausfällen kommen.
Räumdienste stehen im Dauereinsatz, doch bei anhaltendem Schneefall kommt selbst moderne Technik an ihre Grenzen. Regional könnte diese Front tatsächlich für ein ausgewachsenes Schneechaos sorgen – eine regelrechte Schneewalze, die sich quer über die Mitte des Landes legt.
Und dann: Plötzliche Wärme – das große Tauwetter für alle
Doch kaum ist der Schnee gefallen, folgt der drastische Wetterumschwung. Bereits am Samstag (21. Februar) steigen die Temperaturen im Westen auf bis zu 15 Grad, selbst im Nordosten werden 11 bis 12 Grad erreicht – so mild wie seit Wochen nicht mehr. Die Schneedecke taut rasch, Bäche und Flüsse könnten anschwellen. Was bleibt, ist die Frage: War das der letzte große Wintergruß oder nur ein kurzes Aufbäumen, bevor der Frühling endgültig übernimmt?
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