Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Wird der Frühling 2026 zum Reinfall? Neue Wetterkarten schocken Experten

Selbst erfahrene Wetterexperten sprachlos: Statt Sonne und Wärme warnen neue Modell-Trends vor einem Kaltstart in Europa. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Lange Zeit galt ein milder Start ins Frühjahr als wahrscheinlich, doch neue Berechnungen zeigen ein deutlich anderes Bild. Mehrere Großwetterlagen könnten kalte Luftmassen immer wieder nach Mitteleuropa lenken und damit typische Frühlingsgefühle ausbremsen. Besonders im März wären frostige Nächte und graupelige Schauer möglich, während sonnige Abschnitte nur kurz anhalten.

Schneefälle könnten bis April oder Mai Deutschland auf Trab halten.

Einige Meteorologen sprechen sogar von einem verspäteten letzten Aufbäumen des Winters. Ursache könnte eine blockierende Druckverteilung über dem Atlantik sein, die milde Westströmungen schwächt und stattdessen kühle Luft aus dem Norden einfließen lässt.

Atem des Winters reicht bis in den April: Frühling auf Pause – Modelle drehen plötzlich ab

Auch der April zeigt in mehreren Szenarien keinen stabilen Temperaturanstieg. Stattdessen wechseln sich kurze milde Wetter-Phasen mit deutlichen Kälterückfällen ab. Dieses Auf und Ab könnte dafür sorgen, dass sich die Natur langsamer entwickelt als in den vergangenen Jahren. Vor allem in klaren Nächten bleibt das Risiko für Spätfrost erhöht, während tagsüber kräftige Schauerlinien entstehen können.

In höheren Lagen wären sogar wiederholte Schneeschauer denkbar. Genau diese Kombination aus wechselhaften Strömungen und kalter Höhenluft lässt einige Experten aktuell vorsichtig formulieren, dass der Frühling eher zögerlich und unstet verlaufen könnte.

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Polarlichter, auch als Aurora Borealis (Nordlicht) oder Aurora Australis (Südlicht) im Bundesstaat New York.
Görlitz - Polarlichter über Sachsen zu sehen am 11.10.2024 in Görlitz
Ein Tornado über dem Gardasee.
Kim Vanaken (L) und Schwester Angela Coble (M) vor ihrem zerstörten Haus durch El Reno, Oklahoma, USA, 01 June 2013.
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Kommt der große Umschwung erst sehr spät?

Sollten sich die aktuellen Trends bestätigen, könnte sich der Übergang zur warmen Jahreszeit ungewöhnlich lange hinziehen. Statt eines stetigen Temperaturanstiegs wäre ein Frühling denkbar, der sich wie ein verlängertes Wechselspiel zwischen Winter und Sommer anfühlt.

Landwirtschaft und Gartenfreunde müssten sich auf schwankende Bedingungen einstellen, während Wetterfans ein selten dynamisches Frühjahr erleben könnten. Dennoch bleibt vieles offen, denn Langfristmodelle zeigen nur Wahrscheinlichkeiten. Sicher ist nur, dass der Frühling 2026 deutlich überraschender werden könnte als viele bislang erwartet haben.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Christian Spicker

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