Winter-Einbruch – und dann?

Bauernregel deutet elementares Wochenende an – Wetter-Prognose hat es in sich

Ein altes Sprichwort behauptet: Das Wetter am 21. und 22. Februar entscheidet über so einiges. Was steckt dahinter – und was sagen die Wetter-Modelle für dieses Wochenende?

Der Winter zeigt noch einmal seine Zähne – doch das Blatt wendet sich. In seiner täglichen Wetter-Kolumne für die Portale von Ippen.Media prognostiziert Meteorologe Dominik Jung am Donnerstag (19. Februar) von der Eifel bis nach Franken Schnee und Schneeregen, bevor zum Wochenende eine markante Milderung einsetzt. Ab Sonntag (22. Februar) klettern die Temperaturen auf 11 bis 16 Grad, im Südwesten sogar bis 18 Grad – ein regelrechter Wetterumschwung mitten im Februar.

Ein altes Sprichwort behauptet: Das Wetter am 21. und 22. Februar entscheidet über die Zeit bis Ostern.

Und genau dieses Wochenende hat es nach altem Volksglauben besonders in sich. Denn der 21. und 22. Februar gelten als bedeutende Lostage im Bauernkalender. Die Regel lautet: „Felix und Petrus zeigen an, was wir vierzig Tag‘ für Wetter ha‘n.“ Das Wetter an diesen beiden Tagen soll demnach die Witterung für die gesamten folgenden 40 Tage bestimmen – bis hin zu Gründonnerstag und Karfreitag, also dem 2. und 3. April 2026, kurz vor dem Osterfest. Fällt das Wochenende mild und wechselhaft aus, wäre also laut der Bauernregel auch Ostern kein sicherer Kandidat für strahlendes Frühlingswetter. Flutet die Wärme Deutschland schneller als prognostiziert, stünden die Chancen auf eine Wärmeperiode gut.

Auch diese Regeln sollte man sich für die kommenden Tage merken:

  • Ist Petri Stuhlfeier kalt, hat der Winter noch 40 Tage Gewalt.
  • Ist es mild und nach Petri offen der Bach, kommt auch kein großes Eis mehr nach.

Bauernregeln entstanden über Jahrhunderte aus der täglichen Beobachtung der Natur. Ihre Lostage sind meist an kirchliche Feste oder Heiligengedenktage geknüpft – so ließen sie sich für die Bauern so leichter merken. „Doch wissenschaftlich betrachtet hat das wenig Fundament“, erklärt etwa Dominik Jung und dürfte damit vielen Kolleginnen und Kollegen aus der Seele sprechen. „So faszinierend Bauernregeln auch sind, sie ersetzen keine moderne Klimaanalyse“, erklärte er jüngst in einer seiner Ippen-Prognosen für den Sommer 2026.

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Dennoch bleibt der Reiz bestehen: Wird das Wochenende rund um Felix und Petrus tatsächlich unbeständig und nass – und gibt die Natur uns damit einen Vorgeschmack auf einen trüben Frühling? Die Antwort liegt in den nächsten 40 Tagen. (Quellen: wetter.de, eigene Recherche, HNA.de) (mke)

Rubriklistenbild: © Jens Büttner/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

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