Vergleichsportal erklärt

Strom wird 2024 deutlich teurer – Preise steigen um fast ein Drittel

Verbraucher müssen sich auf einen Preis-Hammer beim Strom im Jahr 2024 gefasst machen. Die Stadtwerke erhöhen kräftig die Preise. Ein Vergleichsportal kennt den Grund.

Hamm – Deutschen Haushalten droht im Jahr 2024 ein Preis-Schock beim Strom. Der wird nämlich viel teurer. Das Vergleichsportal Check24 hat unlängst Zahlen veröffentlicht. Demnach müssen Verbraucher mit einem Plus von 32 Prozent rechnen. Dem Vergleichsportal zufolge haben bereits etwa 50 Prozent der Stadtwerke ihre Netzentgelte für 2024 neu kalkuliert – und die bestimmen maßgeblich den Strompreis.

Strompreis steigt wegen Streichung des Bundeszuschusses

Grund für den Anstieg der Netzentgelte ist eine Streichung des Bundeszuschusses von 5,5 Milliarden Euro zur Stabilisierung dieser. Das ist eine Folge des Haushaltskompromisses, durch den auch der CO₂-Preise und damit die Spritpreise im Jahr 2024 steigen werden.

Strompreise steigen 2024

Check24 zufolge haben bereits etwa 50 Prozent der Stadtwerke ihre Netzentgelte für 2024 neu kalkuliert. Dies führt zu einer Preiserhöhung von 163 Euro pro Jahr für eine vierköpfige Familie mit einem Jahresverbrauch von 5000 Kilowattstunden.

Bundesregierung wollte extreme Preissprünge beim Strom verhindern

Ziel dieser Maßnahme war es, extreme Preissprünge beim Strom zu verhindern, da die Netzentgelte 2024 signifikant ansteigen werden. Sie machen üblicherweise mehr als ein Viertel des Strompreises aus – ein beträchtlicher Anteil. Dass die Maßnahme nun eingestampft wird, hat daher auch heftige Folgen für Verbraucher.

Steffen Suttner, Geschäftsführer Energie beim Vergleichsportal, warnt daher im Gespräch mit fr.de: „Die aktuellen politischen Entscheidungen wirken sich direkt auf den Geldbeutel von Energiekunden und -kundinnen aus. Wer die Preissteigerungen minimieren möchte, muss nun aktiv werden und den Anbieter wechseln. Nur so können Verbraucher und Verbraucherinnen die enormen Mehrkosten abfedern.“

Verbraucher können dabei von einem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Dies gilt auch, wenn die Preiserhöhung aufgrund von Steuern und Abgaben erfolgt. Der Stromanbieter ist verpflichtet, seine Kunden mindestens einen Monat vor der Preiserhöhung zu informieren und detailliert zu erläutern, warum und in welchem Umfang die Preise steigen. Ein Blick in den Vertrag könnte sich also in jedem Fall lohnen – vielleicht kann man ihn auflösen und zu einem günstigeren Anbieter wechseln.

Rubriklistenbild: © I. Schulz/ Imago

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