280 Beschäftigte betroffen
Möbel-Riese Hülsta nach Insolvenz vor dem Aus – es droht „Betriebseinstellung“
Dem Möbel-Giganten Hülsta aus NRW droht das Aus. Nach Angaben des Insolvenzverwalters droht die Betriebseinstellung. 280 Beschäftigte sind betroffen.
Update vom 23. April: Der angeschlagene Möbelhersteller Hülsta steht vor dem Aus. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien auf einer Versammlung unterrichtet worden, „dass mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens zum 1. Juni die Betriebseinstellung droht“, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter, Christoph Morgen der Deutschen Presse-Agentur. Bis dahin sollen alle vorliegenden Kundenaufträge so gut wie möglich erfüllt werden. Die Agentur für Arbeit zahlt für die 280 Beschäftigten von März bis Mai Insolvenzgeld.
Möbel-Riese Hülsta nach Insolvenz vor dem Aus – es droht „Betriebseinstellung“
[Erstmeldung vom 16. April] Hamm - Der bekannte Möbelhersteller Hülsta mit Sitz in münsterländischen Stadtlohn (NRW) steckt seit langem in der Krise. Die hat sich nun weiter verstärkt. Die MWS Westfalen Werke NDS GmbH & Co. KG, besser bekannt unter dem Namen Hülsta, gehen zum zweiten Mal innerhalb von eineinhalb Jahren in die Insolvenz.
„Massive Umsatzeinbrüche“: Möbel-Riese Hülsta erneut in Insolvenz
„Die MWS Westfalen Werke NDS GmbH & Co. KG (vormals hülsta-Werke Hüls GmbH & Co. KG) und deren Komplementärin MWS Werke Westfalen GmbH (vormals hülsta Werke GmbH) haben vor dem Amtsgericht Münster einen Insolvenzantrag eingereicht“, heißt es in einer Mitteilung des vorläufigen Insolvenzverwalters Dr. Christoph Morgen vom 15. April 2024.
„Wir verschaffen uns einen Überblick über die aktuelle wirtschaftliche Situation und bemühen uns um Insolvenzgeld für die insgesamt rund 280 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, sagte Morgen vor der leidgeprüften Belegschaft.
Die kennt diese Situation bereits. Im Oktober 2022 musste Hülsta schon einmal Insolvenz anmelden. Das Verfahren wurde Ende des vergangenen Jahres erfolgreich abgeschlossen. Doch statt optimistisch in die Zukunft zu gehen, kommt nun der neuerliche Rückschlag.
Hülsta-Insolvenz: Nichts Neues für die 280 Beschäftigten in NRW
Die Entscheidung erfolge „vor dem Hintergrund beträchtlicher Umsatzrückgänge sowie externer Faktoren, die den wirtschaftlichen Betrieb des Unternehmens gegenwärtig nicht ermöglichen“, heißt es in der Mitteilung des Insolvenzverwalters. Und weiter: „Das schwache Konsumklima sowie der stockende Neubau von Wohnungen haben negative Auswirkung auf die Branche. Insbesondere das Segment der „Sonstigen Möbel“, zu denen die Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel der MWS Westfalen Werke NDS GmbH und Co. KG gehören, verzeichnete im letzten Quartal massive Umsatzeinbrüche.“
Die komplizierte Lage wurde laut Geschäftsführer Dr. Stefan Hainke noch durch Produktionsausfälle aufgrund eines Sturmschadens verschärft.
Schwere Zeiten sind es auch für Liebhaber von Schokoladen-Spezialitäten und anderen Süßigkeiten. Denn die Süßwarenkette Hussel hat ebenfalls Insolvenz angemeldet und viele Filialen geschlossen. Ähnlich sieht es bei der Handelskette SportScheck aus. Auch hier wurden mehrere Geschäfte geschlossen. Fans eines bestimmten Kultgetränks wiederum dürfen jubeln. Nachdem sie 2023 Abschied von der Marke Punica nehmen mussten, gibt es 2024 bereits das Comeback.
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