Wettermodell CFS

Prognose zu Rekordwinter 2024/2025 verblüfft Experten – „Das ist heftig“

Wird der Winter kalt und schneereich? Die Frage lässt sich aktuell wohl kaum präzise beantworten. Jedoch gibt es bereits erste, vorsichtige Prognosen für 2024/2025.

Hamm - Während viele Menschen derzeit noch das Ende des Sommers 2024 verkraften müssen und versuchen, sich auf das herbstliche Wetter mit Regen und Sturm einzustellen, blicken einige schon gespannt auf den Winter 2024/2025. Jedes Jahr wird im Vorfeld ausgiebig diskutiert: Wird das Wetter ab November eisig kalt mit viel Schnee – oder kriegen wir doch wieder einen milden Winter? Eindeutig kann die Frage derzeit noch kein Meteorologe beantworten. Doch Wettermodelle geben schon erste, vorsichtige Prognosen – und die verblüffen sogar Diplom-Meteorologen Dominik Jung von wetter.net.

Winter-Prognose 2024/2025 – Meteorologe gibt Einschätzung zu Kälte-Vorhersage

Von „bitterkalten Aussichten“ berichtet ein Wetterportal am Mittwoch, 25. September, und verweist dabei auf den Dezember 2024, der nach aktuellen Berechnungen fast vier Grad zu kalt werde. Und auch schon im November solle es zu „markanten Kaltvorstößen“ kommen. Doch was ist dran an solchen Vorhersagen – und wie aussagekräftig sind sie?

Dominik Jung wird im Gespräch mit wa.de deutlich: „Es gibt momentan überhaupt keinen Anlass dazu zu glauben, dass der Winter irgendwie eisig kalt werden könnte bei uns in Mitteleuropa oder Deutschland.“ Laut aktueller Klimamodelle werde es ein milder Winter – „im Grunde wie jeder Winter in den vergangenen 10, 15 Jahren mild war“.

Bedrückende Bilder: Wetterextreme der vergangenen Jahre in NRW

Orkantief Kyrill NRW Wilmsdorf Wald
Sturmschäden nach dem Orkan Kyrill im Jahr 2007, Meinerzhagen
Baum ist auf ein parkendes Auto gestürzt, Schäden durch das Sturmtief Ela am 09.06.2014
Sturmschäden im Schellenberger Wald oberhalb des Baldeneysee verursacht nach einem schweren Sturm
Bedrückende Bilder: Wetterextreme der vergangenen Jahre in NRW

„Das ist heftig“: Prognose zu Rekordwinter 2024/2025 verblüfft Experten

Der Diplom-Meteorologe geht sogar noch weiter: Das CFS-Modell des US-Wetterdienstes NOAA würde aktuell für Deutschland mit einem „deutlich zu warmen Winter 2024/25“ rechnen. Die Abweichung sei „ordentlich“, so Dominik Jung. Flächendeckend würde das Modell bis zu zwei Grad mehr als neue Klimamittel der Jahre 1991 bis 2020 berechnen. „Da sind wir nicht nur beim Mildwinter, sondern schon wieder im Bereich der Rekordwinter, der wärmsten Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Das ist heftig“, erklärt der Meteorologe bei IPPEN.MEDIA. Bereits im August zeigte sich der Wetter-Experte verblüfft von der Winter-Prognose.

Wichtig zu betonen sei allerdings, dass dies nicht bedeute, dass es nicht richtig kalt werde. „Natürlich kann es in einem Mildwinter auch mal Phasen geben, in denen Schnee fällt oder es Frost gibt“, sagt Dominik Jung im Gespräch mit wa.de. Und auch könnte es „völlig anders kommen“. Seriöse Klimamodelle, wie etwa das CFS-Modell, würden nur eine experimentelle Wettervorhersage abgeben. „Sie versuchen abzuschätzen, wie Monate und Jahreszeiten ausfallen könnten“, erklärt der Meteorologe. Dies sei nicht zu vergleichen mit sicheren Prognosen, wie für die kommenden drei bis vier Tage getroffen werden. „Niemand sollte seinen Urlaub danach planen“, betont Jung.

Rubriklistenbild: © Jan Eifert/Imago

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